Es ist ein trüber Tag in einer kleinen Stadt in einem tief betroffenen Land, es regnet und alle Straßen sind wie leergefegt. Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben auf Pump.
Da fährt ein deutsches Touristenpaar (A. und G.) durch die Stadt und hält bei einem kleinen Hotel.
Der Herr sagt dem Eigentümer, dass er sich gerne die Zimmer anschauen möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung zu mieten und legt als Kaution einen 100 Euro Schein auf den Tresen.
Der Eigentümer gibt ihm einige Schlüssel und dann gehts los:
Als der Besucher die Treppe hinauf ist, nimmt der Hotelier den Geld-
-schein, rennt zu seinem Nachbarn, dem Metzger und bezahlt seine Schulden
Der Metzger nimmt die 100 Euro, läuft die Straße runter und bezahlt
den Bauern.
Der Bauer nimmt die 100 Euro und bezahlt seine Rechnung beim
Genossenschaftslager..
Der Mann dort nimmt den 100 Euro Schein, rennt zur Kneipe und bezahlt seine Getränkerechnung.
Der Wirt schiebt den Schein zu einer an der Theke sitzenden Prosti-
-tuierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt einige Gefälligkeiten auf Kredit gegeben hatte.
Die Hure rennt zum Hotel und bezahlt ihre ausstehende Zimmer-
-rechnung mit den 100 Euro.
Der Hotelier legt den Schein wieder zurück auf den Tresen. In diesem Moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt seinen Geldschein und meint, dass ihm keines der Zimmer gefällt und er verlässt die Stadt.
Niemand produzierte etwas.
Niemand verdiente etwas.
Alle Beteiligten sind ihre Schulden los und schauen mit großem Optimi-
-smus in die Zukunft.
So einfach funktioniert das EU Rettungspaket.
Frau Maier begibt sich in eine Tierhandlung und erblickt dort einen prächtigen Papagei.
Auf dem Preisschild steht: ”Papagei: nur 5 Euro.”
” Warum denn so billig ?”, fragt Frau Maier den Tierhändler verwun-
-dert.
Dieser antwort: ” Ich sollte Ihnen vielleicht sagen, dass dieser Papagei zuvor in einem Freudenhaus gelebt hat und deswegen ab und zu ziemlich vulgäres Zeug redet.”
Die Frau lässt sich dies durch den Kopf gehen und entscheidet sich schließlich, den Papagei dennoch zu kaufen. Sie nimmt ihn mit nach Hause, hängt den Käfig im Wohnzimmer auf und wartet darauf, dass der Vogel etwas spricht.
Der Papagei schaut sich um, blickt dann auf seine neue Besitzerin und krächzt: ” Neuer Puff, neue Puffmama.”
Frau Maier ist zuerst geschockt, denkt sich dann aber, dass dies nicht so schlimm sei.
Als die beiden Töchter aus der Schule nach Hause kommen und vom Papagei erblickt werden, krächzt dieser: ” Neuer Puff, neue Puffmama, neue Nutten.”
Die Mutter und die beiden Töchter sind anfangs etwas beleidigt, sehen es aber schließlich gelassen und beschließen, lieber darüber zu lachen.
Einen Augenblick später kommt Familienvater Kurt nach Hause.
Der Vogel sieht ihn und krächzt: ”Hallooooo, Kurt !”