Pater Wilfried war ein großer Anhänger der Freikörperkultur. Nun hast du ja im Inland nicht immer Gelegenheit, diesem Kult nachzugehen. Er hatte eine Stelle ausfindig gemacht, Kiesteich, Steilufer, ganz heimlich, schon ein bisschen versteckt. Am Sonntagmorgen fährt er dahin, reißt sich die Klamotten vom Leib, wirft sie ordentlich auf einen Haufen und springt kopfüber in die Fluten. Hundert Meter Brust, fünfzig Meter Rücken. Beim Rückenschwimmen guckt er einmal, er guckt zweimal, neben seinen Klamotten liegt eine wunderhübsche junge Dame in ein Buch vertieft. Wilfried denkt: "Nee, das hältst du ja im Kopf nicht aus. So nackedei, wie du nun bist, kannst du ja nicht an Land gehen, wie peinlich!" Er überlegt: "Du gehst raus aus dem Wasser, immer so, dass das Wasser deine Schamhaftigkeit bedeckt, stürzt auf die Dame zu, spritzt sie ein bisschen nass, nimmst deine Klamotten, gehst in das nächste Gebüsch und ziehst dich wieder an." Er will gerade starten, da haut er mit dem Fuss gegen etwas Hartes, tastet sich durch die aufgewühlte Flut und wie der Zufall das will, es ist ein riesiger alter Emaillekochtopf mit zwei Henkeln. Er denkt: "So'n Glück soll der Mensch haben, den hältst du nun an beiden Henkeln so vor deine empfindliche Stelle, lenkst sie ein bisschen ab, nimmst deine Klamotten und verpieselst dich dann." Er geht dann mit diesem triefenden Pott voller Miesmuscheln und voller Algen auf die Dame zu und sagt: "Guten Tag!" Sie sagt auch: "Guten Tag!" "Na, mein Deern", sagt er, "was machst du denn hier?" "Ich lese ein Buch." "Das ist ja interessant, neben meinen Klamotten." "Ja", sagt sie. "Kann man vielleicht wissen, was das für ein Buch ist." "Ja", sagt sie, "ich mache einen Fernkursus über Gedankenlesen." "Oh", sagt er, "dann müssen Sie ja eigentlich wissen, was ich jetzt denke." "Ja", sagt sie, "Sie denken bestimmt, der Topf hat einen Boden!"

Ein Priester angelt einen riesigen Fisch. Er zieht ihn mit viel Mühe an Bord, und ein Matrose, der das sieht, ruft spontan: "Seht euch diesen dicken Wichser an!" Der Priester ist natürlich pikiert: "Achten Sie doch bitte auf Ihre Sprache!" Der Matrose grinst und sagt: "Tschuldigung, der Fisch heißt Wichser. Es ist ein Wichserfisch." Der Priester akzeptiert die Erklärung und entschuldigt sich bei dem Matrosen. Er geht mit dem Fisch zur Kirche und trifft dort auf den Bischof: "Schauen Sie sich mal diesen Wichser an!" Der Bischof ist entsetzt: "Wie reden Sie denn?" "Aber hören Sie, der Fisch heißt so. Es ist ein sogenannter Wichserfisch." "Oh!", sagt der Bischof, "dann werd ich den Wichser säubern, damit wir ihn zu Abend essen können." Also säubert der Bischof den Fisch und geht damit zur Mutter Oberin. "Könnten Sie diesen Wichser kochen?" Die Oberin ist selbstverständlich erstmal schockiert, aber auch ihr wird erklärt: "Der Fisch heißt so. Er ist ein Wichserfisch." Sie ist beruhigt und meint: "Okay, dann werd ich den Wichser mal kochen. Heute abend kommt der Papst zu Besuch, der wird ihm sicher schmecken!" Der Papst ist am Abend begeistert von dem Fischgericht und fragt, wo es her ist. Der Priester sagt: "Ich hab den Wichser gefangen!" Der Bischof sagt: "Ich hab den Wichser gesäubert!" Die Oberin sagt: "Ich hab diesen Wichser gekocht!" Der Papst stutzt kurz, nimmt dann seinen Hut ab, gießt sich einen Whisky ein, lehnt sich zurück und legt die Füße auf den Tisch: "Wisst ihr was? Ihr Fotzen seid in Ordnung..."

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