Gehen drei Jäger in den Wald. Sie schließen eine Wette ab: Der es schafft, das größte Tier zu erlegen, gewinnt. Der erste Jäger zieht allein los und kommt nach einer Stunde mit einem prachtvollen Fuchs zurück. „Wo hast du den denn her?" - „Ganz einfach: Ich habe mich vor den Bau gehockt, ich habe gefaucht, dann hat es zurückgefaucht, dann habe ich geschossen - und schon hatte ich ihn." Da zieht der zweite Jäger los. Nach einer Stunde kommt er mit einem stattlichen Bären zurück. „Wie hast du den denn bekommen?" - „Ich habe mich vor die Höhle gestellt, ich habe gebrüllt, es hat zurückgebrüllt, ich habe geschossen, da hatte ich ihn." Der dritte Jäger zieht los- und kommt nicht zurück. Zwei Tage später finden die beiden anderen Jäger ihn im örtlichen Krankenhaus. „Was ist denn passiert?" Antwortet er: „Ich habe eine Höhle gefunden. Ich habe gepfiffen, es hat zurückgepfiffen, also habe ich geschossen - und dann kam der Zug."
Vor einem Supermarkt saß ein kleiner Hund, angebunden und völlig auf sich allein gestellt. Anfangs dachte ich noch, dass ihn bestimmt gleich jemand abholen würde. Doch aus Minuten wurden Stunden, und irgendwann wurde immer deutlicher, dass niemand mehr zurückkommen würde.
Ich habe danach mehrere Tage versucht herauszufinden, ob ihn vielleicht jemand vermisst oder irgendwo nach ihm sucht. Ich wollte sicher sein, dass er nicht doch ein Zuhause hat, in das er zurückgehört. Aber es kam keine Meldung, kein Hinweis und keine Spur von einem Besitzer.
Heute habe ich dann die endgültige Entscheidung getroffen und seinen Mikrochip auf meinen Namen registrieren lassen. Von diesem Moment an war klar: Dieser kleine Kerl ist nicht mehr allein. Er gehört jetzt zu mir.
Als ich ihn ansah, hatte ich für einen Augenblick das Gefühl, als würde er es verstehen. Fast so, als hätte er endlich gemerkt, dass das Warten vorbei ist. Seit heute soll er nie wieder das Gefühl haben, verlassen worden zu sein. Genau das habe ich ihm versprochen.