Sitzt ein Beamter in seinem Büro.
Plötzlich erscheint ihm eine gute Fee. "Du hast drei Wünsche frei", sagt sie. Der Beamte wünscht sich als Erstes, auf einer wunderschönen Insel zu sitzen. Es blitzt und donnert, schon sitzt er in einem Liegestuhl am Strand, vor ihm Palmen, das blaue Meer,
ringsherum der glänzende Sandstrand. "Und was ist dein zweiter Wunsch?", fragt die Fee. "Ich möchte nur von
schönen Frauen umgeben sein", sagt der Beamte. Es blitzt und donnert, um ihn herum stehen die schönsten Frauen der Insel. "Und dein dritter Wunsch?" – "Ich möchte nie wieder arbeiten müssen", sagt der Beamte. Es blitzt und donnert. . . und er sitzt
wieder im Büro.
In einem kleinen Ort namens Montagnana in der Toskana lebte ein ganz besonderer Kater – Toldo.
Grau-weiß, einst ein streunendes Kätzchen, wurde er von einem Rentner namens Renzo Iozzelli aufgenommen und geliebt wie ein Familienmitglied.
Zwischen den beiden entstand eine tiefe Verbindung, über die sogar die Nachbarn oft sprachen. Doch was nach Renzos Tod geschah, rührte ganz Italien – und später die Welt.
Seit dem Tag, an dem sein geliebter Mensch 2011 verstarb, ging Toldo jeden einzelnen Tag zum Friedhof. Egal ob bei Regen, Wind oder Schnee – er machte sich auf den Weg. Und nicht nur das: Er brachte jedes Mal kleine "Geschenke" mit – einen Zweig, ein Taschentuch, einen Kronkorken. Dinge, die auf den ersten Blick unbedeutend wirken – aber voller Bedeutung für ein trauerndes Tierherz.
Die Nachbarn kümmerten sich um ihn, boten ihm ein Zuhause, aber nichts war ihm wichtiger, als seinem Menschen nahe zu sein – selbst im Tod.
Toldos Geschichte erinnert an die von Hachikō, dem treuen Hund aus Japan. Doch diesmal zeigt uns eine Katze, wie tief ihre Liebe gehen kann.
Denn auch Katzen trauern. Auch Katzen lieben – leise, beständig und für immer.