Ein Blinder will beim Schreiner anfangen.
Sagt der Schreiner: "Wie soll das gehen, als Blinden können wir Sie doch nicht gebrauchen!"
Der Blinde: "Stellt mich auf die Probe: Ich erkenne jede Holzart am Geruch."
Okay, die Lehrlinge geben ihm ein Stück Holz, er riecht daran und sagt: "Deutsche Eiche, freistehend, März '94 geschlagen!"
Allgemeine Verblüffung.
Sie geben ihm ein anderes, er riecht daran: "Norwegische Fichte, an einem Fjord gewachsen, Juni '97 geschlagen."
Die Lehrlinge sind baff und wollen den Blinden linken. Sie holen die Sekretärin rein, ziehen sie aus und lassen die Blinden mal wieder schnuppern.
Nach dem ersten Mal kann er sich noch nicht so richtig entschieden, also drehen sie die Sekretärin herum und lassen ihn noch mal riechen.
Schließlich sagt der Blinde: "Naja, ich denke, das war 'ne Klotüre auf einem Fischkutter."
Ein kleiner Junge hatte beim Stiefel-
-anziehen Probleme und so kniete seine Kindergärtnerin sich nieder, um ihm dabei zu helfen.
Mit gemeinsamem Stoßen, Ziehen und Zerren gelang es, zuerst den einen und schließlich auch noch den zweiten Stiefel anzuziehen.
Als der Kleine sagte:
“Die Stiefel sind ja am falschen Fuß!” schluckte die Kindergärtnerin ihren Anflug von Ärger runter und schaute ungläubig auf die Füße des Kleinen. Aber es war so; links und rechts waren tatsächlich vertauscht.
Nun war es für die Kindergärtnerin ebenso mühsam wie beim ersten Mal, die Stiefel wieder abzustreifen. Es gelang ihr aber, ihre Fassung zu bewahren, während sie die Stiefel tauschten und dann gemeinsam wieder anzogen, ebenfalls wieder unter heftigem Zerren und Ziehen.
Als das Werk vollbracht war, sagte der Kleine: “Das sind nicht meine Stiefel!”
Dies verursachte in ihrem Inneren eine neuerliche, nun bereits deutlichere Welle von Ärger und sie biss sich heftig auf die Zunge, damit das hässliche Wort, das darauf gelegen hatte nicht ihrem Mund entschlüpfte.
So sagte sie lediglich: “Warum sagst du das erst jetzt?”
Ihrem Schicksal ergeben kniete sie sich nieder und zerrte abermals an den widerspenstigen Stiefeln, bis sie wieder ausgezogen waren. Da erklärte der Kleine deutlicher: “Das sind nicht meine Stiefel, denn sie gehören meinem Bruder. Aber meine Mutter hat gesagt, ich muss sie heute anziehen, weil es so kalt ist.”
In diesem Moment wusste sie nicht mehr, ob sie laut schreien oder still weinen sollte. Sie nahm nochmals ihre ganze Selbstbeherrschung zusammen und stieß, schob und zerrte die blöden Stiefel wieder an die kleinen Füsse.
Fertig.
Dann fragte sie den Jungen erleichtert: “Okay, und wo sind deine Handschuhe?”
Worauf er antwortete: “Ich hab sie vorn in die Stiefel gesteckt.”