Erich Honecker will Urlaub machen und fragt Helmut Schmidt, ob er ihn in der Zeit vertreten kann. Helmut Schmidt stimmt zu, fragt Honecker aber vorher, ob es Probleme gibt, die er für ihn lösen kann. Honecker nennt das
Versorgungsproblem, außerdem das Wohnungsproblem – und er sagt:
"Drittens gehen immer noch zu viele Genossen in die Kirche." Als er nach vier Wochen aus dem Urlaub zurückkehrt, fragt er Schmidt, ob der die Probleme lösen konnte. "Versorgungsproblem gelöst – Ost-Grenzen geschlossen. Wohnungsproblem gelöst – West -
Grenzen geöffnet", sagt Helmut Schmidt.
"Und was ist mit der Kirche?", fragt Honecker. "Das war ganz leicht", sagt Schmidt. "Ich habe in den Kirchen des Landes einfach dein Bild aufhängen lassen, seitdem will keiner mehr hin."
Ein kleines Gedicht:
16 Uhr, punktgenau ich habe Feierabend und sage ciao kakao. -
Doch oh nein, wer kommt denn jetzt wieder angerannt? Der Chef, im Sauseschritt, es scheint brisant. -
"Haben Sie kurz Zeit?" fragt der Wicht, sieht genau ich will gehen, dieses Arschgesich... -
-Was mache ich also nun? Das einzig Richtige meinen Ärger kund tun.
Haha, das glaubt ihr doch wohl selber nicht, ich meine, ihm zu dienen, ist doch meine Pflicht. -
Er zahlt mir mein Gehalt und ich habe keinen Mut, also nicke ich und unterdrücke meine Wut.