Sitzt ein Beamter in seinem Büro.
Plötzlich erscheint ihm eine gute Fee. "Du hast drei Wünsche frei", sagt sie. Der Beamte wünscht sich als Erstes, auf einer wunderschönen Insel zu sitzen. Es blitzt und donnert, schon sitzt er in einem Liegestuhl am Strand, vor ihm Palmen, das blaue Meer,
ringsherum der glänzende Sandstrand. "Und was ist dein zweiter Wunsch?", fragt die Fee. "Ich möchte nur von
schönen Frauen umgeben sein", sagt der Beamte. Es blitzt und donnert, um ihn herum stehen die schönsten Frauen der Insel. "Und dein dritter Wunsch?" – "Ich möchte nie wieder arbeiten müssen", sagt der Beamte. Es blitzt und donnert. . . und er sitzt
wieder im Büro.
In China gingen über 60 Schüler:innen und Lehrer:innen zwei Kilometer in der prallen Sonne – nicht zur Schule, sondern zur Klinik.
Gekleidet in ihren Schuluniformen, trugen sie Bänke und Bücher – aber nicht für sich selbst. Sie kamen, um einem von ihnen seinen letzten Wunsch zu erfüllen.
Ren Junjie, 16 Jahre alt, im Endstadium eines Non-Hodgkin-Lymphoms, konnte sein Krankenbett nicht mehr verlassen.
Doch er hatte einen Traum: noch einmal mit seinen Klassenkameraden den Schulabschluss zu feiern.
Und so organisierten seine Freunde und Lehrer kurzerhand eine Abschlusszeremonie im Innenhof der Klinik – mit allem, was dazugehört: Reden, Gruppenfoto, stolzen Blicken, Lächeln und Tränen.
Für einen Moment war es, als wäre Junjie wieder auf dem Schulhof – mittendrin, nicht allein.
Am Morgen danach schlief er friedlich ein.
Eine letzte Geste, die zeigt: Echte Freundschaft trägt weiter als jeder Abschied.