Ich bin gern mit mir allein. Nicht, weil ich Menschen nicht mag - sondern weil ich da Dinge tun kann, für die sich viele keine Zeit nehmen: mich selbst reflektieren, meine Gedanken sortieren, mich wirklich spüren.
Alleinsein heißt für mich nicht Leere, sondern Raum. Raum, um ehrlich mit mir zu sein.
Raum, um innerlich aufzuräumen, während die Welt draußen ständig lauter wird.
Ich glaube, wer gelernt hat, gern mit sich allein zu sein, hat etwas gefunden, das viele im Außen suchen: Frieden.
Cocky Bennett war kein gewöhnlicher Kakadu.
Er war ein männlicher Gelbhaubenkakadu, der angeblich im Jahr 1796 geboren wurde und 1916 in Canterbury, New South Wales, starb. Wenn diese Angaben stimmen, wurde er unglaubliche 119 bis 120 Jahre alt – und wäre damit einer der ältesten Papageien, von denen je berichtet wurde.
Doch sein Alter war nicht das Einzige, was ihn berühmt machte.
Er soll 78 Jahre lang mit Captain Ellis auf See gewesen sein. Gemeinsam reisten sie durch die Inselwelt der Südsee, vielleicht sogar noch weiter um die Welt. Während andere Vögel ihr ganzes Leben in einem Käfig oder Garten verbrachten, sah Cocky Bennett Ozeane, fremde Häfen und Orte, die viele Menschen damals nur aus Geschichten kannten.
Nach dem Tod seines Kapitäns kam er später zu Charles Bennett und wurde im Sea Breeze Hotel am Tom Ugly’s Point zu einer kleinen Berühmtheit. Die Menschen kamen nicht nur, um einen alten Kakadu zu sehen, sondern ein lebendes Stück Vergangenheit.
Ein Vogel, der angeblich geboren wurde, als das 18. Jahrhundert noch nicht vorbei war – und starb, als die moderne Welt bereits begonnen hatte.
Man kann sich kaum vorstellen, wie viele Stimmen, Stürme, Schiffe und Menschenschicksale dieser Kakadu in seinem langen Leben gesehen haben könnte.