Seit ein paar Monaten habe ich eine zugelaufene Katze, die einfach beschlossen hat, dass sie jetzt bei mir wohnt. -
Ich habe ihr einen Namen gegeben, ein bisschen Futter hingestellt und dachte, passt schon. Sie war immer relativ chillig, hat viel geschlafen, bisschen zugenommen aber ich dachte mir: Same, Girl. Ist halt Stress heutzutage. -
Heute Morgen wach ich auf, will ins Bad ... und hör ein leises Fiepen aus meinem Kleiderschrank. Ich mache die Tür auf ... und da liegt sie. Mit fünf winzigen Babykatzen. Mitten zwischen meinen Hoodies. Guckt mich an wie „Das ist jetzt unser Zuhause, ja?" -
Ich war so schockiert. Ich wollte einfach nur eine Mitbewohnerin, jetzt habe ich eine alleinerziehende Mutter mit fünf Kindern in meiner Sockenschublade.
Weiß nicht, ob ich weinen oder Milch kaufen soll.
Der Verlust eines geliebten Menschen ist nicht nur ein Abschied von seiner Anwesenheit – es ist das schmerzvolle Lernen, mit seiner Abwesenheit zu leben.
Du blickst auf den Platz, wo er einst war – und spürst, dass mit ihm ein Teil deiner eigenen Seele gegangen ist.
Trauer kennt keine Uhr. Kein Kalender sagt dir, wann es aufhören muss, weh zu tun. Es gibt Tage, an denen du glaubst, voranzukommen… und andere, an denen dich eine einzige Erinnerung aus der Bahn wirft.
Und das ist okay. Es bedeutet nicht, dass du versagt hast – es bedeutet, dass du noch immer liebst.
Die Liebe, die du gegeben hast. Und die, die du bekommen hast – sie endet nicht mit dem letzten Atemzug. Sie verändert nur ihre Gestalt.
Sie lebt weiter – in Erinnerungen. In einem Geruch, der plötzlich wieder da ist. In einem Lied, das das Gesicht zurückbringt. Oder in einer Träne, die ohne Ankündigung fällt.
Manchmal kommt Schuld. Weil du lachst. Weil du weiterlebst. Aber Leben ist kein Vergessen. Es ist auch ein Erinnern – auf eine andere Weise.
Du trägst diesen Menschen in dir – in deinem Tun, deiner Wärme, in dem, wer du wirst.
Sprich über ihn. Erinnere dich. Weine, wenn es nötig ist. Aber erlaube dir auch, weiterzugehen.
Denn diese Geschichte – sie ist nicht vorbei. Sie hat sich nur verändert.
Und wenn dir die Kraft fehlt, schau nach oben.
Denn selbst in dunkler Stunde – leuchtet noch irgendwo ein Licht.