Ein Rocker kommt in die Bank und geht auf einen freien Schalter.
Eine durchgestylte, arrogant
blickende Bankangestellte bedient ihn.
Sie: „Guten Tag, was kann ich für Sie tun?“
Er: „Ich will ein Scheiß-Konto
eröffnen.“
Sie: „Wie bitte?! Ich glaube ich habe nicht richtig verstanden!“
Er: „Was gibt es da zu verstehen, ich will in dieser Drecksbank einfach nur ein abgefuckt beschissenes
Konto eröffnen!“
Sie: „Entschuldigen Sie, aber Sie sollten wirklich nicht in diesem Ton mit mir reden.“
Er: „Hör zu, Puppe, wenn ich mit Dir reden will, sag ich das.
Heute will ich aber bloß ein
stinkendes Scheißkonto eröffnen.“
Sie: „Ich werde jetzt den Manager holen...“
Sie rennt weg. Weiter hinten sieht man sie dann aufgeregt mit einem gelackten Schlipsträger tuscheln, dem darauf seine Brust schwillt und der dann erhobenen Hauptes mit der Schalterangestellten im
Schlepptau auf den Mann zugeht.
Manager: „Guten Tag der Herr, was für ein Problem gibt es?“
Er: Es gibt kein verdammtes Scheiß-
-Problem, ich habe nur 16 Millionen Euro im Lotto gewonnen und will dafür hier ein beschissenes verficktes Konto eröffnen!“
Manager: „Aha, und diese
Drecksschlampe hier, mit den viel zu kleinen Titten, macht Ihnen
Schwierigkeiten...?“
Nach 21 Jahren Ehe hat sich meine Frau von mir gewünscht, dass ich nicht sie sondern mal eine andere zu einem Abendessen und ins Kino ausführe. Sie sagte:
„Ich weiß mit Gewissheit, dass diese Dame wahnsinnig gerne Zeit mit dir verbringen würde!“
Die besagte Dame war meine Mutter, die seit 19 Jahren verwitwet war und welche ich aufgrund meines Jobs und meiner drei Kinder leider nur noch selten besuchte.
Als ich sie anrief und fragte, ob sie mit mir Essen gehend und dann ins Kino wolle, fragte Sie zuerst: „Geht es dir gut?“
„Alles bestens“, antwortete ich. „Ich wollte lediglich mal wieder etwas Zeit mit dir verbringen.“
Sie dachte kurz darüber nach und entgegnete dann: „Das fände ich sehr schön!“
Also holte ich Sie am Freitag nach der Arbeit ab. Sie hatte sich in Schale geworfen und trug ihr bestes Kleid, das sie zuletzt an ihrem Hochzeitstag trug. Außerdem hatte sie sich die Haare machen lassen.
Wir gingen in ein nettes kleines und bescheidenes Restaurant und setzten uns. Dann las ich ihr die Speisekarte vor, da sie inzwischen nur noch große Buchstaben erkennen konnte.
Sie musste lächeln: „Früher habe ich dir aus der Karte vorgelesen!“ „Dann ist es ja wohl jetzt für mich an der Zeit, dir den Gefallen zu
erwidern!“ sagte ich, ebenfalls mit einem Lächeln auf den Lippen.
Wir sprachen während des Essens über vieles und genossen unser
Gespräch so sehr, dass wir die Zeit vergaßen und den Film verpassten. Aber das störte uns nicht besonders, da der Abend auch so schon ein voller Erfolg war.
„Und wie hat dir der Abend
gefallen?“ fragte ich sie.
„Großartig! Das sollten wir
demnächst unbedingt wiederholen! Aber dann lade ich dich ein,
einverstanden?“
„Sehr gerne! Ich freue mich schon darauf!“
Das waren die letzten Worte, die ich mit meiner Mutter wechseln konnte. Denn nur wenige Tage später erlag sie einem Herzinfarkt. Es geschah so plötzlich, dass ich nicht einmal mehr die Gelegenheit hatte, mich von ihr zu verabschieden.
Später an diesem Tag erhielt ich
einen Umschlag mit einem Brief von ihr, sowie eine Rechnung des
Restaurants, in welchem wir
gegessen hatten:
„Ich habe diese Rechnung bereits im Voraus bezahlt, da ich nicht sicher bin, ob ich unser nächstes Essen noch erleben werde. Bezahlt wurde jedoch für zwei Personen. Sollte ich also nicht kommen können, dann nimm bitte deine Frau mit. Du wirst nie nachvollziehen können, wie viel mir dieser Abend bedeutet hat.
Ich liebe dich, mein Sohn!“
Erst in dem Moment verstand ich, wie wichtig es ist, seinen Liebsten so oft wie möglich zu zeigen und zu sagen, dass man sie liebt. Denn nichts, und damit meine ich wirklich nichts, auf dieser Welt ist wichtiger als die Familie.
Ein Handelsreisender kommt in eine kleine Stadt mit nur einem Hotel.
Er nimmt sich ein Zimmer in dem Hotel und fragt auch gleich den Wirt:
"Sagen Sie mal, haben sie auch
Frauen zum Poppen hier?"
"Ne," sagt der Wirt, "wir haben nur unseren Franz!"
Der Handelsreisende guckt ein wenig verwirrt und meint: "Ach, lassen Sie mal lieber dann."
Abends liegt er im Bett und sein Trieb wird immer stärker. Schließlich kann er sich kaum noch beherrschen und geht wieder zum Wirt runter.
"Wissen Sie was, rufen Sie doch den Franz an, er soll kommen. Was nimmt der denn so?" sagte der
Handelsreisende zum Wirt.
Der Wirt: "Tja, es kostet 80,-EUR!"
Der Handelsreisende daraufhin: "Na gut, und wie läuft es dann ab? Ich gebe Franz die 80, -EUR und dann wird gepoppt?"
Der Wirt: "Nein, nicht ganz, 40,-EUR bekommt unser Bürgermeister, es ist seine Stadt und er hat es eigentlich nicht so gerne. Dann ist er beruhigt und sagt auch nix."
"Naja," meint der Handelsreisende, "dann bekommt Franz eben nur noch 40,-EUR, mir egal."
Der Wirt: "Hmmm... , auch das nicht. 20,-EUR kriege ich, das hier ist mein Hotel und ich habe es auch nicht so gerne!"
Der Handelsreisende: "Mir soll es Recht sein, wenn Franz dann mit einem Zwanni einverstanden ist...! Also gebe ich Franz die 20,-EUR und dann geht es los, ja?"
Der Wirt: "Schon wieder falsch, die letzten 20,-EUR teilen sich Michael und Stefan, die halten Franz fest, der hat es nämlich auch nicht so
gerne!"
Eine bildhübsche Russin heiratete einen deutschen Bauingenieur und sie lebten danach glücklich in
Düsseldorf. Aber die arme Frau tat sich sehr schwer mit der deutschen Sprache. Sie schaffte es aber
immerhin, dass sie sich mit ihrem Ehemann gut verstand. Ein richtiges Problem war es allerdings, immer wenn sie Lebensmittel einkaufen musste.
Eines Tages ging sie zum Metzger und wollte Hühnerbeine kaufen, sie hatte Null Idee, wie sie sich
verständigen sollte, also gackerte sie wie ein Huhn und hob ihren Rock hoch und zeigte auf ihre Beine.
Der Metzger verstand die Gebärde und gab ihr die Hühnerbeine.
Am nächsten Tag brauchte sie
Hühnerbrust und wieder wusste sie sich nicht zu äußern. Also gackerte sie wieder wie ein Huhn, knöpfte ihre Bluse auf, und zeigte auf ihre Brüste.
Wieder hatte der Metzger sofort
verstanden und reichte ihr die
Hühnerbrust.
Am dritten Tag wollte die Ärmste
Würstchen kaufen.
Unfähig, sich jetzt verständlich zu machen, brachte sie einfach ihren Mann mit und...
......also wirklich, was denkt ihr denn für schlimme Sachen!? Halloooo, ihr Ehemann spricht deutsch!
Ein Bauer erhält Besuch von der
Polizei.
Polizist: "Wir haben einen anonymen Tipp bekommen, dass Sie illegale Pflanzen züchten und müssen nun Ihren Bauernhof durchsuchen."
Der Bauer, der nichts zu verheimlichen hatte, sagte ganz ruhig: "Das können Sie gerne tun. Außer das Feld neben dem Stall, da..."
Der Polizist herrschte sofort los:
"Sehen Sie diesen Durchsuchungs-
-befehl? Damit kann ich JEDES, und wenn ich JEDES sage, dann meine ich auch JEDES noch so VERF*%&§TE FELD durchsuchen!!! Haben wir uns verstanden?"
Der Bauer entschuldigte sich bei ihm, zog seinen Hut und ging seiner Arbeit nach. Nach 5 Minuten sah er den Polizisten auch schon rennen, als der Stier, vor dem er ihn warnen wollte, hinter ihm her war und ihn auch beinahe hatte.
Er brüllte ihm zu:
"DEN DURCHSUCHUNGSBEFEHL! ZEIGEN SIE IHM DEN
DURCHSUCHUNGSBEFEHL!"
Heute Vormittag klingelte es an der Tür. Genervt, weil ich eigentlich im dreitägigen Urlaub nicht gestört
werden wollte, und ich außerdem gerade vorhatte, den Rasen zu mähen, schleppte ich mich in den Windfang und warf durch die Glasfenster der Haustür einen mißtrauischen Blick auf die zwei Gestalten vor mir.
Ein Mann, vielleicht Ende 20, groß, hager, schlaksig mit Brille und Pickeln, und eine Frau, Ende 30, ziemlich
unattraktiv mit einem prägnanten Leberfleck über der Oberlippe und strenger Frisur. Beide trugen akkurate, dunkle Anzüge und er eine kleine Aktentasche.
Da dort kein Staubsauger hineinpaßte, schwante mir schon, wer da vor mir stand.
Sie: "Guten Tag, mein Name ist (habe schon ich wieder vergessen), und das ist mein Begleiter, Herr (habe ich mir gar nicht erst gemerkt - ich und Namen...). Haben Sie Interesse an einem religiösen Gespräch?"
Er: *lächelt dümmlich*
Ich: "Ach, sind Sie die
Gemeindepastoren? Wir wurden uns tatsächlich noch nicht vorgestellt." (Stimmt sogar, ich wohne seit über 13 Jahren in diesem Dorf, aber ich habe den Pastor nie kennengelernt, ich weiß nicht mal, wie der Kerl heißt. Ist mir auch egal, bin ja kein Christ.)
Sie: *verlegen* "Äh, nein. Wir sind die Zeugen Jehovas, die Soldaten des Himmels."
Ich: "Soldaten des Himmels?"
Beide: *eifriges Nicken*
Ich: "Boah, da haben Sie aber einen verdammt weiten Weg zur Kaserne..."
Beide: *gucken doof*
Ich: *schnell, um sie nicht zu Wort kommen zu lassen* "Wieso Soldaten, ist denn Krieg?"
Er: *holt Luft und setzt an etwas zu sagen*
Ich: "Ach so, Sie sind bloß das
Rekrutierungskommando."
Sie: *noch immer blöd guckend* "Äh... dürfen wir vielleicht hereinkommen?"
Ich: "Gut, wenn es nicht so lange dauert. Mein Rasen mäht sich nicht von alleine." (In der Tat wollte ich eigentlich lieber den Rasen mähen, als diese beiden Witzfiguren
klingelten. Aber warum soll man sich nicht ein wenig Spaß gönnen...?)
Ich halte also die Tür auf und bitte sie rein
Ich: "Möchten Sie vielleicht einen Tee?"
Sie: "Sehr gern."
Er: "Das wäre sehr freundlich."
Ich nicke und verschwinde in der Küche. Sofort springen die Hunde auf und wuseln mir hinterher. Das tun sie immer, wenn ich in die Küche gehe. Das ist aber auch nicht schlimm, so haben die Besucher Zeit, sich etwas umzusehen.
Ich weiß, daß sie auf Anhieb die
kindgroßen Gargoyle-Statuen, die Feuerschale und den Dolch auf dem Tisch, meine Kelche in der Vitrine und vor allem das 30 cm große
Eisenpentagramm im Fenster
bemerken und sich ihre Gedanken machen.
Drei Minuten später kehre ich mit den dampfenden Teetassen auf dem Tablett, den Hunden im Schlepptau und meinem zurechtgelegten Konzept zurück. Ich schicke die Hunde wieder auf ihre Matten und stelle den Zeugen ihre Tassen hin. Sie bedanken sich artig. Ich setze mich auf das andere Sofa.
Sie: "Glauben Sie an Gott?"
Ich: *deute lachend in die Runde* "Sieht das hier etwa so aus, als ob ich das täte?"
Sie: *zeigt auf das Pentagramm*
"Ähm... nunja, ich dachte mir so etwas schon, wenn Sie hier ein
Teufelszeichen aufhängen."
Ich: *pruste fast meinen Tee über den Tisch* "Teufelszeichen?
Sie sollten noch mal zur Schule gehen.
Wenn ein Pentagramm mit der Spitze nach unten zeigt, dann ist es ein
Zeichen für das Böse, vielleicht auch für den Teufel, ebenso wie ein
umgedrehtes Kreuz.
Mein Pentagramm zeigt aber mit der Spitze nach oben. Somit ist es ein Zeichen des Guten, des Lebens, der Magie und des Schutzes. Und dieses Zeichen ist schon sehr viel älter als das Kreuz oder das Christentum. Es schützt mein Haus vor schlechten Einflüssen - zum Beispiel von Leuten wie Ihnen."
Sie: *erst mal sprachlos*
Er: *hilflos* "Nur Jesus kann die
Menschen beschützen. Er ist für
unsere Sünden gestorben."
Super Vorlage für mich! Ich springe sofort darauf an.
Ich: "Woher weiß Jehoshua ben
Joseph denn von meinen Sünden?"
Sie: *guckt blöd* "Wer?"
Ich: "Na, Jehoshua ben Joseph von Nazareth, der später Jesus Christus genannt wurde. Sagen Sie bloß, als Zeugen Jehovas kennen sie Jesus' bürgerlichen Namen, seinen wahren Namen, nicht? Wer hat Sie denn
ausgebildet?"
Beide: *gucken blöd*
Ich: *werde gerade warm* "Aber mal angenommen, es habe die christliche Mythengestalt tatsächlich gegeben, woher soll er vor knapp 2.000 Jahren gewußt haben, welche Sünden ich begehen werde? Von denen, die noch vor mir liegen, weiß ja selbst ich noch nichts."
Er: *verlegen* "Jesus ist allwissend."
Ich: "Aha, jetzt ist er schon ganz der Papa, wie? Ich dachte, dieses Attribut sei Gott vorbehalten?"
Sie: *will die Situation retten* "Gott ist allwissend, und durch ihn sein Sohn Jesus Christus auch."
Ich: "Soso, der Alte quatscht also einfach meine persönlichen Daten an seinen Sohnemann weiter. Etwa auch die, die ich ihm früher bei der Beichte anvertraut habe? Er verstößt gegen seine eigene Regel, das
Beichtgeheimnis?"
Beide: *Mund steht offen*
Ich: *schnell* "Allwissenheit für die Zukunft wurde aber nachweislich schon von namhaften Physikern ad absurdum geführt. Nehmen Sie nur mal Schrödingers mathematisch
beweisbare Theorie von den Varianzen des Zeitstrahls, welche, bedingt durch die Chaostheorie, zu einer
unendlichen Vielfalt möglicher
Zukünfte führen und das Kontinuum in endlose unterschiedliche Varianten aufspalten. Das macht jede exakte Zukunftsvorhersage absolut
unmöglich, da sich nicht berechnen läßt, welche der unendlichen
möglichen Parallelen des
Multiversums der Zeitstrahl kreuzen wird."
Beide: *schauen drein, als hätten sie kaum ein Wort verstanden*
Ich: *sie sehr ernst anschauend*
"Auch als Magier kann ich nicht exakt in die Zukunft schauen, sondern
allenfalls Tendenzen und
Wahrscheinlichkeiten bei der
Divination erkennen, und ich bin
schon der mächtigste Magier hier in der Gegend - wenn ich es nicht wäre, wüßte ich das bereits."
Beide: *gucken nun erst recht blöd*
Ich: "Tja, so was lernt man nicht bei Ihrem Kegelverein, oder?"
Sie: "Den 'Kegelverein' verbitten wir uns! Wir sind..."
Ich: *unterbreche sie* "Wieso, Sie schmeißen doch wahllos die Kugeln ihrer Propaganda ins Volk und
schauen dann, ob nicht ein paar Leute umfallen. Für mich ist das Kegeln."
Sie: *scheint sauer zu sein* "Ich sehe schon, hier können wir nichts mehr retten."
Ich: *nickend* "Gut erkannt. Ich will auch gar nicht 'gerettet' werden."
Beide stehen auf.
Sie: "Danke für den Tee."
Er: *nickt*
Ich: "Gern geschehen. Es macht
immer wieder Spaß, Leute über die wahre Natur des Universums
aufzuklären."
Er: *scheint nun auch sauer zu sein* "Jesus wird Sie nicht retten, sondern Ihre Seele verdammen."
Sie: *nickt beifällig*
Ich: "Oh, Sie wollen MIR drohen? Nun gut, dann muß ich mich wehren." *Tiefe Stimme und ausladende Gestik* "Ich verfluche Sie beide! Für den Rest des Tages sollen Sie schrecklichen Durchfall erleiden!"
Beide: *machen kopfschüttelnd, daß sie wegkommen* "So ein Unsinn..."
Ich schließe die Tür und lache erstmal lauthals los. .
Ich glaube nicht, daß die beiden
'verfluchten' Zeugen jemals
wiederkommen werden.
Obwohl, ich hätte zu gern ihre
Gesichter gesehen, wenn die überaus großzügig bemessene Portion
Abführmittel in ihrem Tee zu wirken beginnt..
Es war einmal ein kleiner Bub, der schnell wütend wurde und dann
ausrastete. Da gab ihm sein Vater einen Hammer und eine große
Packung voller Nägel:
„Jedes Mal, wenn du wieder wütend wirst und ausrastet, gehst du zu
diesem Zaun und schlägst einen
Nagel hinein.“
Der Junge war damit einverstanden, auch wenn er den Sinn dahinter nicht verstand.
Am nächsten Tag hämmerte der Bub bereits 30 Nägel in den Zaun. Die Tage vergingen und mit jedem Tag wurden es weniger Nägel, die der Junge in den Zaun schlug. Ihm wurde bewusst, dass es einfacher war,
Nägel in den Zaun zu hämmern als auszurasten.
Eines Tages war es schließlich so weit, dass er überhaupt nicht mehr ausrastete. Ganz stolz teilte er das seinem Vater mit. Der Vater nahm ihn bei der Hand und ging mit ihm zum Zaun:
„Von nun an machen wir es so: Für jeden Tag, den du nicht ausrastet, darfst du einen Nagel wieder aus dem Zaun ziehen.“
Der Bub war wieder einverstanden.
Wieder vergingen mehrere Tage, bis der Junge zu seinem Vater lief und ihm mitteilte, dass nun keine Nägel mehr im Zaun sind. Der Sohn freute sich sehr.
Gemeinsam gingen sie zum Zaun. Der Vater sagte zu ihm:
„Ich bin sehr stolz auf dich. Das hast du toll gemacht. Aber schau dir die vielen Löcher im Zaun an, die die Nägel hinterlassen haben. Der Zaun ist nicht mehr der, der er einmal war.“
Der Junge stimmte seinem Vater zu. Der Vater fuhr fort:
„Denk daran, wenn du das nächste Mal wütend etwas zu anderen
Menschen sagst. Deine Worte könnten Narben hinterlassen, so wie diese Nägel Spuren im Zaun hinterlassen haben. Auch wenn du dich
entschuldigst, die Narben bleiben.“
Eine schöne Geschichte, wie ich finde. Sie verdeutlicht auch recht gut, dass begangene Verletzungen,
Beleidigungen,… immer Spuren
hinterlassen – und das sollte man stets im Hinterkopf behalten.