Die Menschen begegnen dir so, wie du es ihnen erlaubst.
Bist du arrogant, werden sie dir vorsichtig und auf Distanz begegnen – nie ganz sicher, woran sie bei dir sind. Damit hast du die Kontrolle, wen du in deine Nähe lässt und wen nicht.
Trägst du immer ein Lächeln, erwarten andere, dass du ihre Quelle der Freude bist. Doch wenn du einmal nicht lächelst, fragen sie unzählige Male nach dem Grund – ohne jemals zu versuchen, dir selbst ein Lächeln zu schenken.
Sprichst du ständig über Probleme, wirst du erleben, dass man dich mit den eigenen belastet. Deine bleiben unbeachtet.
Schenkst du zu viel Liebe und Aufmerksamkeit, wirst du schnell selbstverständlich. Wer jedoch zwischen den Zeilen lesen kann, weiß rechtzeitig, wann es Zeit ist, sich um sich selbst oder andere zu kümmern.
Und jene, die glauben, unersetzlich zu sein – sollten nicht vergessen: Friedhöfe sind voller Menschen, die sich für unersetzlich hielten.
Am Ende ist es die Balance, die zählt. Setze dich selbst an erste Stelle – deine Bedürfnisse, deine Zufriedenheit. Denn nur wer sich selbst achtet, kann gesund mit anderen umgehen.
Am 13. Januar 1982 ereignete sich in Washington D.C. eine Tragödie, die zugleich ein unvergessenes Beispiel menschlicher Größe wurde. Der Air-Florida-Flug 90 stürzte in den vereisten Potomac River, nachdem das Flugzeug eine Brücke gestreift hatte. Viele Menschen starben sofort, einige wenige überlebten und klammerten sich im eiskalten Wasser an Trümmer.
Ein Rettungshubschrauber erreichte die Unglücksstelle und ließ Seile zu den Überlebenden hinab. Inmitten des Chaos fiel ein Mann besonders auf: Jedes Mal, wenn die Rettungsleine zu ihm kam, gab er sie an andere weiter. Eine Frau war dabei, unterzugehen – er drückte ihr das Seil in die Hand. Ein anderer zögerte – er bestand darauf, dass dieser zuerst gerettet wird.
Als die Retter schließlich zurückkehrten, um ihn selbst herauszuholen, war er verschwunden. Der Mann wurde später als Arland D. Williams Jr., Bankprüfer aus Georgia, identifiziert. Durch seinen Opfermut überlebten fünf andere.
Seine Tat bewegte die ganze Nation. Schulen und Brücken erhielten seinen Namen. Doch das eigentliche Denkmal sind die Familien, die ihre Angehörigen dank ihm nicht verloren haben – weil ein einzelner Mensch im eisigen Wasser des Potomac beschloss, andere vor sich selbst zu stellen.