Drei alte Omas machen zusammen Urlaub in einer wunderschönen Villa. Eine der drei, 82 Jahre alt, will am Abend ein schönes Bad in der Wanne nehmen. Sie lässt sich Wasser ein, dann will sie in die Wanne steigen. Als sie mit der Fußspitze das Wasser berührt, ruft sie ihren Freundinnen zu: "Mädels, komme ich gerade aus der Wanne oder wollte ich gerade reinsteigen?" Die zweite Oma, 76 Jahre alt, ruft von unten: "Warte, ich komme mal hoch!" Sie läuft die Treppe hoch, bleibt plötzlich mitten auf der Treppe stehen. "Wollte ich gerade hochlaufen oder war ich auf dem Weg nach unten?" Die dritte hat alles mitbekommen und klopft auf den Holztisch im Wohnzimmer. "Hoffentlich werde ich nie so
vergesslich", sagt sie. Dann stockt sie kurz. "Mädels, es hat geklopft!"
Am 11. September 2001, als im Nordturm des World Trade Centers Panik und Chaos herrschten, zeigte eine Blindenführhündin namens Roselle, was wahre Heldenhaftigkeit bedeutet.
Während Menschen um sie herum schrien und Rauch die Treppenhäuser füllte, blieb Roselle ruhig und konzentriert. Schritt für Schritt führte sie ihren blinden Besitzer Michael Hingson – und mit ihm über 30 weitere Menschen – 78 Stockwerke hinunter in die Sicherheit.
Sie wich nicht von seiner Seite, ließ sich weder vom Lärm noch von den Erschütterungen ablenken. Nur einmal hielt sie kurz inne – als eine Frau in Panik geriet. Roselle ging zu ihr, stupste sie sanft an, legte den Kopf an ihr Bein und beruhigte sie – auf die einfühlsamste Art, die ein Tier nur zeigen kann.
Ihre Ruhe, Treue und Stärke gaben allen um sie herum Mut. Durch sie wurde Angst zu Entschlossenheit, Chaos zu Hoffnung.
Roselle wurde später zu einem Symbol für Vertrauen und Mut, ein Beweis für die besondere Bindung zwischen Mensch und Tier. Sie arbeitete weiter bis 2007 und starb 2011 – doch ihr Vermächtnis lebt weiter.
Ein stiller Held auf vier Pfoten, der zeigte, dass Mut kein lautes Bellen braucht – nur ein treues Herz und den Willen, anderen zu helfen.