Ein Mann hat sich einen Anzug nähen
lassen. Er kommt nun, das gute Stück abzuholen. Er zieht die Jacke an. Entsetzt ruft er aus: "Aber die Jacke kneift ja unterm Arm und zieht an der rechten Schulter." "Kein Problem", sagt der Schneider, "ziehen Sie die linke Schulter etwas nach vorne. Sehen Sie, so passt sie." Der Kunde protestiert weiter: "Ja, aber der linke Ärmel ist doch zu kurz." "Kein Problem! Die rechte Schulter
etwas hochgezogen, den Arm ein wenig angewinkelt, den Rücken leicht nach vorne gebeugt und schon sitzt das Teil wie angegossen." Jetzt ist der Kunde zufrieden, bezahlt und geht in gekrümmter und verbogener Haltung aus dem Laden. Kommen ihm zwei Frauen entgegen. Sagt die eine voller Mitleid: "Schau mal, der arme Behinderte." Darauf die andere: "Aber einen tollen Schneider hat er, das muss man ihm lassen."
Prince Albert war ein berühmtes ausgebildetes Pferd, das um 1909 durch seine Auftritte große Bekanntheit erlangte. Unter der Anleitung von Ida Cuthbertson führte Prince Albert eine Vielzahl von Kunststücken aus, die das Publikum beeindruckten. Zu seinen Fähigkeiten gehörten das Knien, Verbeugen und das "Küssen" von Personen, was ihn zu einer beliebten Attraktion machte.
Eines der bekanntesten Bilder zeigt Prince Albert neben einer Tafel mit einem jungen Mädchen, welches das Pferd offensichtlich unterrichtet oder von ihm lernt. Diese und ähnliche Fotos wurden oft bei Ausstellungen und Messen, wie der Alaska-Yukon-Pacific Exposition in Seattle, aufgenommen und zeigten das Pferd in verschiedenen beeindruckenden Posen und Interaktionen mit Menschen, insbesondere Kindern.
Die Ausbildung von Tieren für Unterhaltungszwecke wie die von Prince Albert hat sowohl positive als auch negative Aspekte. Einerseits zeigen solche Aufführungen die Intelligenz und das Potenzial von Tieren, andererseits werfen sie ethische Fragen zur Nutzung und Behandlung der Tiere auf. In den frühen 1900er Jahren wurden die Tiere oft in Shows eingesetzt, um das Publikum zu unterhalten und zu erstaunen.