Während gegrillt wurde, stolperte Ingrid und fiel hin. Man bot ihr an, einen Krankenwagen zu rufen, doch sie versicherte allen, dass sie OK war und sie nur wegen ihrer neuen Schuhe über einen Stein gestolpert sei. Weil sie ein wenig blass und zittrig wirkte, half man ihr, sich zu säubern und brachte ihr einen neuen Teller mit Essen. Ingrid verbrachte den Rest des Abends heiter und fröhlich. Ingrids Ehemann rief später an und ließ alle wissen, dass seine Frau ins Krankenhaus gebracht worden war. Um 23.00 Uhr verstarb Ingrid. Sie hatte beim Grillen einen Schlaganfall erlitten. Hätten ihre Freunde gewusst, wie man die Zeichen eines Schlaganfalls deuten kann, könnte Ingrid heute noch leben. Manche Menschen sterben nicht sofort. Sie bleiben oft lange in einer auf Hilfe angewiesenen, hoffnungslosen Situation. Es dauert nur >1 Minute< das Folgende zu lesen... Ein Neurologe sagte, dass wenn er innerhalb von 3 Stunden zu einem Schlaganfallopfer kommen kann, er die Auswirkung eines Schlaganfalls aufheben könne. Er sagte, der Trick wäre, einen Schlaganfall zu erkennen, zu diagnostizieren und den Patienten innerhalb von 3 Stunden zu behandeln, was allerdings nicht leicht ist. Erkenne einen Schlaganfall ... es gibt 4 Schritte, an die man sich halten sollte, um einen Schlaganfall zu erkennen: 1. Bitte die Person, zu lächeln (sie wird es nicht schaffen). 2. Bitte die Person einen ganz einfachen Satz zu sprechen (zum Beispiel: "Es ist heute sehr schön."). 3. Bitte die Person beide Arme zu erheben (sie wird es nicht oder nur teilweise können). 4. Bitte die Person, ihre Zunge heraus zu strecken (Wenn die Zunge gekrümmt ist, sich von einer Seite zur anderen windet, ist das ebenfalls ein Zeichen eines Schlaganfalls.) Falls er oder sie Probleme mit einem dieser Schritte hat, rufe sofort den Notarzt und beschreibe die Symptome der Person am Telefon. Ein Kardiologe hat gesagt, wenn man dieses Wissen sovielen Personen wie möglich nahe bringt, kann man sicher sein, dass irgendein Leben ?- evtl. auch unseres ?- dadurch gerettet werden kann. Wir senden täglich so viel "Schrott" durch die Gegend, da können wir doch auch die Leitungen mal mit etwas Sinnvollem verstopfen, findet Ihr nicht !??! Falls Ihr es ebenso für Wichtig empfindet,- ... kopiert es einfach, damit es so viele evtl. betroffene Personen hoffentlich noch vor Eintreffen jenes Schicksal`s erreichen kann.

10.00 Uhr: Aufstehen 10.05 Uhr: Blick aufs Außenthermometer 20°C oder mehr: TOP! 10.06 Uhr: Blick aus dem Fenster. Blauer Himmel und Sonne:OBER-TOP! 10.10 Uhr: Frühstück (aufgetaute Brötchen) und Zigarette. 10.30 Uhr: Klo gehen und ordentlichen Bob in die Bahn werfen 11.00 Uhr: Turnhose, Tennissocken und Badeschlappen anziehen und den Hof fegen! Oberkörper nackt. Handy nicht vergessen!!! 11.30 Uhr: Das feine Pülleken haben wir uns jetzt aber verdient! 12.00 Uhr: Altglas und Altpapier zum Container bringen. 12.10 Uhr: Das Grillen beschließen. Ehefrau mitteilen: "Sollten grillen!" Danach etwas streiten, ob Gäste einladen oder nicht. Anschließend Gäste antelefonieren oder ansimsen. 13.00 Uhr: Formel-1-Training gucken! 13.30 Uhr: Wegnickern (Ermattet vom Pülleken und vom Streit mit der Ehefrau) 14.30 Uhr: Wachwerden vom Blagengeschrei. 14.35 Uhr: Rein ins Auto und ab zum Supermarkt (Oberkörper nicht mehr nackt) 14.55 Uhr: Wir kaufen: 5 Sixpack Thüringer, 20 Schnitzel 15 Bauchfleisch, 5 Kisten "KÖPI" (Ist Pflicht beim Grillen) jeweils ne Stiege Kümmerling und Feigling, 2 Baguettes und diverse Klein-Cerealien, Saucen, Silberzwiebeln, Gürkchen, Eimer Kartoffelsalat Die Holzkohle kaufen wir für teuer Geld an der Tanke, weil im Supermarkt schon ausverkauft war. sch....e, wir verpassen die Bundesliga! Jetzt aber Gas!!! Ist ja Samstag! Warum lachen die beiden Schnösel im Z3 nur so dämlich? Doch nicht etwa über unsere Badeschlappen? Blöde Schwuchteln! 15.30 Uhr: Zurück zu Hause. Vorbereitung abgeschlossen. Rest macht Schatzi. Manfred von gegenüber steht vor der Tür, kommt zum Bier- und Premiereschnorren vorbei (Bleibt bis 2.00 Uhr nachts!). Fußball fängt an. Das Pülleken haben wir uns jetzt aber verdient! 18.00 Uhr: Stefan und Carmen kommen samt Köter und Videokamera. Stefan muss schon leicht einen sitzen haben, denn Carmen durfte heute den 3er fahren! Naja er wird wohl auch Bundesliga geguckt haben. 18.22 Uhr: (Wir haben 18.00 Uhr gesagt!): Bollek und Steffi sind da. Und... Dennis, das Mistblag! Er beginnt ohne Umschweife, Köters Geduld durch das Hinhalten und Wegziehen einer rohen Bratwurst auf die Probe zu stellen, doch nach einem wütenden Knurren und einem leichten Schnappen nach Dennis Waden haben wir dank Köter erst mal ne ganze Weile Ruhe. 18.45 Uhr: Schatzi bringt das Grillfleisch und den obligatorischen Salat, ich schmeiße das Fegefeuer an. Gar nicht so leicht, aber mit Hilfe des Reservekanisters aus Stefans 3er geht s dann doch noch. 19.00 Uhr: Über dem ganzen Wohngebiet schwebt eine einzige Qualmwolke. Alle grillen. Alle saufen. Die ersten gröhlen schon den "Westerwald". 19.15 Uhr: Die erste Fuhre ist fast fertig. Nur noch ein Spritzer Bier auf den Rost, hach, was duftet das lecker! 19.20 Uhr: Steffi hat ihr Bratwurst verdrückt und behauptet, sie sei satt... Sie wischt ihre Fettfinger in der Serviette ab und nippt an ihrem Mineralwasser. Dumme Kuh. Spielverderberin. Aber kein Wunder, seit einer Stunde hatte sie Baguettestückchen in die Knoblauchsauce gedippt und ununterborchen geradezu orgiastisch "KÖSTLICH" geplärrt. Jetzt macht sie auf Diät. Egal, wir anderen fressen, was das Zeug hält. 21.25 Uhr: Das letzte Schnitzel ist vernichtet. Köter lutscht die letzte Bratwurst. Mistblag Dennis ist glücklicherweise eingeschlafen, ich hatte ihm ein Körnchen in seine Fanta gemischt. Zwei Reihenhäuser weiter prügelt sich der Mehmet mit einem alten Oppa. Ich serviere Kümmerling. Die Damen bleiben bei Feigling. Steffi nippt immer noch Mineralwasser. Immerhin hat sie in der Zwischenzeit ihre Bluse aufgeknöpft und die Titten hängen fast raus! 22.13 Uhr: Bier is alle (ich hatte Manfred nicht einkalkuliert). Steffi muß ihr Wasser mal kurz beiseite stellen. Sie ist die einzige, die noch fahr-tüchtig ist und zur Tanke muss. 22.15 Uhr: Stefan holt Gitarre von drüben. Wir singen erst "Bolle" und anschließend "Wir lagen vor Madagaskar" 22.30 Uhr: Müssen kurzfristig auf härtere Sachen umsteigen, bis Steffi mit`m Bier zurück ist.. 22.42 Uhr: Steffi is zurück. Das Pülleken haben wir uns jetzt aber verdient! 22.57 Uhr: Manfred zeigt Popo. Carmen filmt. 23.41 Uhr: Stefan kotzt in die Fuchsien. 23.57 Uhr: Keine Lust mehr zum Singen. Legen AC/DC s "Highway to Hell" auf und drehen Volume auf Max 00.02 Uhr: Wo zum Teufel sind meine Badeschlappen? 00.14 Uhr: Bollek fällt um. 00.36 Uhr: Die Polizei ist da. Hauptmeister Karsunke (auch ein Griller!) und Oberkommisar Böckwemser. Müssen AC/DC ausmachen 01.48 Uhr: Die Polizei geht. Jetzt ist auch der Kümmerling alle (muß ihm morgen meine Knöllchen bringen). Steffi fährt die ganz Bagage nach hause. 02.00 Uhr: Schatzi geht ins Bett, ich schleppe Manfred rüber in seinen Vorgarten. Pinkelt in Sandkasten. 02.02 Uhr: Sind bei Manfred im Partykeller, das Pülleken haben wir uns jetzt aber verdient! 02.34 Uhr: Wieder nach Hause. Krabbel ins Bett, wecke Schatzi und frage: "Poppen??????"

To-do-Liste: - Auf's Dach klettern und Ziegelsteine hinunter werfen, während ich die Musik von Tetris summe. - Im Standesamt irgendeinem Bräutigam zurufen: "ich werde dich trotzdem immer lieben!" - Mit einem Grillhähnchen zum Tierarzt gehen und fragen, ob noch was zu retten ist. - Mit einem Laborkittel in den Supermarkt gehen und sagen: "schön, dass so viele an unserem Experiment teilnehmen." - Vanillepudding in ein Mayo-Glas füllen und es in der Mittagspause essen. - Zwei Privatdedektive anheuern und sich gegenseitig beschatten lassen. - Ein T-Shirt anziehen, auf dem "Leben" steht und Zitronen verteilen. - In einem vollen Aufzug laut sagen: "ihr wundert euch sicher, warum wir uns heute hier versammelt haben..." - In ein Geschäft rennen und fragen welches Jahr wir haben. Wenn jemand antwortet, erfreut rufen: "Hurra- es hat funktioniert!" und wegrennen. - In einem Internetforum die Frage stellen, ob es normal ist, dass ich beim Duschen immer nass werde. - Einen Doktor machen und meinen Nachnamen auf "Acula" ändern. - Mit einem Laserpointer in die Sauna gehen und die Schwachstellen der Körper anderer Gäste markieren. - Einen Papagei kaufen und ihm folgenden Satz beibringen: "Hilfe, ich wurde in einen Vogel verwandelt" - Jemanden anrufen, um ihm zu sagen, dass ich jetzt wirklich keine Zeit habe zu telefonieren und auflegen. - Joggern mit dem Auto hinterherfahren und zur Motivation "Eye of the Tiger" spielen. - Mich mit einem Bauplan in die Fußgängerzone stellen, wahllos auf Gebäude zeigen und auf Fragen der Passanten mit den Worten: "das kommt hier alles weg!" antworten. - In die Umkleidekabine einer feinen Boutique gehen und laut heraus brüllen: "das Klopapier ist alle." - Im Ankunftsbereich des Flughafens ein Schild mit "E. Snowden" hochhalten. - Eine neue To-Do Liste erstellen. ..... Und danach fahr ich nach Disneyland!

IIch hatte heute um 9:30 Uhr meinen jährlichen Untersuchungstermin beim Frauenarzt. Eine Stunde vorher klingelte das Telefon und die Sprechstundenhilfe fragte, ob ich auch eine halbe Stunde früher kommen könnte. Dummerweise habe ich ja gesagt. Als schließlich alle aus dem Haus waren - mein Mann brachte die Kleine zum Kindergarten - war es schon um 9 und ich musste mich noch fertig machen und zum Arzt fahren. Allein die Fahrt dauert schon 20 Minuten, dazu noch die Parkplatzsuche... kurzum, zum Frischmachen blieb wenig Zeit. Und das gerade vor einem Frauenarzt- besuch, wo man sich ja normalerweise besonders Mühe geben will. Ich rannte also ins Bad, griff zum nächst-besten Waschlappen und machte mich frisch, vor allem im „Untersuchungsbereich". Den Waschlappen schnell in den Wäsche-korb geworfen, rein ins Auto und los. Ich kam auf die Minute pünktlich an und wurde direkt hineingebeten. Puh. Dann folgte die übliche Prozedur -freimachen, auf den Stuhl setzen und sich vorstellen, dass man irgendwo Hunderte Kilometer entfernt wäre (voll bekleidet, versteht sich). Zu meiner Überraschung sagte der Doktor: „Na, wir haben uns heut aber extra fein gemacht, was?" Ich habe nicht geantwortet, versuchte nur, nicht rot zu werden. Nach der Untersuchung war ich erleichtert und der Tag konnte normal weitergehen. Irgendwann holte ich meine Tochter ab und sie ging ins Bad. Von dort hörte ich sie rufen: „Mama, wo ist denn mein Wasch-lappen?" Ich sagte, sie soll sich doch einfach einen neuen nehmen. Dann antwortete sie: „Nein, ich will den vom Waschbecken. Da hab ich meine Glitzersternchen drin versteckt." Ich gehe nie wieder zu diesem Arzt. Niemals!

Das tragische Ende einer Telefonverbindung Rechtsanwalt Dr. Müller telefoniert mit der Klinik, um über den Erfolg der Unterleibsoperation, die am Vortag an seiner Frau vorgenommen wurde, Auskunft zu bekommen. “Hallo, ist dort die Klinik?” “Ja, bitte sehr?” “Hier ist Rechtsanwalt Dr. Müller, ich möchte ......” In diesem Augenblick wurde Dr. Müller versehentlich getrennt und mit dem Ingenieur Krause, der gerade mit seinem Kunden wegen eines reparierten Motorrades telefonierte, verbunden. “Hallo! Ja, sie können sie morgen abholen. Natürlich ist alles in Ordnung.” “Hat sie denn alles gut überstanden?” “Ja, gewiss, aber die Arbeit war sehr schwer. Wir haben ihr ein ganz neues Hinterteil eingebaut.” “Was? Ein Hinterteil? Was sie nicht sagen.” “Ja, das war aber auch unbedingt notwendig. Das Loch war schon ganz ausgeleiert! Sie sind einfach zu schnell auf ihr gefahren.” “Wie meinen sie?” “Ja, sie brauchen gar nicht zu widersprechen. Da gibt es keine Zweifel. Die Abnutzung der inneren Wände zeigen es ganz deutlich. Außerdem muß ich ihnen sagen, daß ihr Kolben nichts mehr wert ist. Er ist zu alt und zu abgenutzt. Heute früh habe ich an ihr einen neuen ausprobiert, der stärker und länger ist als ihrer. Das Resultat war überraschend. Sie hat den Kolbendruck ausgezeichnet ausgehalten. Wir haben sie belastet wie wir nur konnten. Nach einer erneuten Schmierung haben wir zu dritt auf ihr gesessen. Sie hat auch das tadellos ausgehalten. Zwar hat sie am Anfang etwas mit dem Hinterteil geschleudert, gab aber zuletzt elastisch nach. Daraufhin fing sie an, nach dem Experiment auszulaufen und wir haben ihr durch das Einlegen einer Gummidichtung die alte Öffnung etwas verengt. Die bei ihr austretenden Gase haben wir dadurch beseitigt, indem wir hinten ein Auffanggerät mit Ventil eingebaut haben. Von hinten kamen wir ganz gut rein. Jedenfalls besteht die Aussicht, daß sie sie noch ein paar Jährchen benutzen können. Abgesehen davon, sollte man aber.... Hallo, hören sie noch?” Leider hörte Dr.Müller nichts mehr. Ihn hatte gerade der Schlag getroffen.

Während der Mittagspause bei der Arbeit letzte Woche habe ich 3 Teller Bohnen gegessen. Im Nachhinein war das vielleicht keine gute Idee. Als ich nach der Arbeit nach Hause gekommen bin, begrüßte mich mein Freund schon freudig und sagte: „Liebling, ich habe eine Überraschung für dich!“ Dann hat er mir die Augen verbunden und mich zum Esstisch geführt. Ich habe mich hingesetzt und gerade, als er mir die Augenbinde abnehmen wollte, klingelte das Telefon. Da es ein wichtiger Anruf sein könnte, nahm er mir das Versprechen ab, die Augenbinde ja nicht abzunehmen, bis er zurückkommen würde. Ich versprach es ihm mehrere Male und versicherte ihm, brav sitzen zu bleiben und meine Augenbinde da zu lassen, wo sie war. Zufrieden ging mein Freund los und telefonierte. Die Bohnen, die ich gegessen hatte, grummelten in meinem Bauch und der Druck wurde unerträglich. Während mein Freund im Nebenraum war, ergriff ich die Gelegenheit, verlagerte mein Gewicht auf eine Gesäßbacke und ließ einen fahren. Es gab kein lautes Geräusch, aber es roch, als ob ein LKW mit Gülle ein Stinktier überfahren hätte. Vor einer Mülldeponie! Schnell nahm ich die Serviette von meinem Schoß und begann, angestrengt gegen den Geruch anzuwedeln. Dann verlagerte ich mein Gewicht auf meine andere Gesäßbacke und entließ 3 weitere Todeswinde in die Freiheit. Der Gestank war schlimmer als gekochter Kohl und faule Eier zusammen. Ich spitzte meine Ohren, um rechtzeitig zu hören, wenn er das Telefonat beenden würde. Dann entfleuchte mir eine Atombombe nach der anderen. Es zog sich minutenlang und die Erleichterung war unbeschreiblich. Das „Tschüß“ aus dem anderen Raum signalisierte mir das Ende meiner Freiheit, also wedelte ich den Gestank ein paar mal mit einer Serviette davon, legte sie auf meinen Schoß und faltete meine Hände darüber. Ich fühlte mich unglaublich erleichtert und war ziemlich zufrieden mit mir selbst. Mein Gesicht muss ausgesehen haben, wie die personifizierte Unschuld, als mein Freund zurückkam und sich dafür entschuldigte, dass er so lange gebraucht hatte. Er fragte mich, ob ich meine Augenbinde abgenommen hätte, aber ich versicherte ihm, dass ich sie die ganze Zeit getragen hatte. Zufrieden nahm er mir die Augenbinde ab und 12 Tischgäste saßen um den Tisch herum, ihre Hände auf den Nasen und sagten im Chor: „Alles Gute zum Geburtstag!“

Sehr geehrter Herr Filialleiter, ich schreibe Ihnen, um mich dafür zu bedanken, dass Sie den Check platzen ließen, mit dem ich letzten Monat meine Klempnerrechnung bezahlen wollte. Nach meinen Berechnungen sind genau 3 Nanosekunden vergangen, zwischen dem Einreichen des Checks und der Ankunft meiner monatlichen Rente auf dem Konto, die den Check hätten decken können. Ich beziehe mich, wie Sie sicher wissen, auf die monatliche Zahlung, die nunmehr seit 21 Jahren ohne Unterbrechung pünktlich auf mein Konto eingeht. Sie werden sicherlich von Ihrem Institut dafür belobigt werden, dass Sie zielsicher dieses kurze Zeitfenster nutzen konnten, um mir eine Strafzahlung über 30 Euro aufzubür- -den, für all die Unannehmlichkeiten, die ich Ihrem Institut zugemutet habe. Meine Dankbarkeit basiert nun darauf, dass diese Methoden mich dazu angeregt haben, meine eigenen finanziellen Vorgehensweisen zu überdenken. Ich habe festgestellt, dass ich bei jedem Kontaktversuch mit einem der Ihren mit der unpersönlichen, überteuerten, automatischen, gesichtslosen Telefonannahme konfrontiert wurde. Von nun an werde ich - genau wie Sie - darauf bestehen, nur noch mit Menschen aus Fleisch und Blut zu reden. Meine Kredit - und Hypothekenrückzahlungen werden also von nun an nicht mehr automatisch überwiesen, sondern per Check persönlich und vertraulich an einen ihrer Mitarbeiter überreicht werden, den Sie auswählen können. Beachten Sie, dass es ein Verstoß gegen das Briefgeheimnis wäre, einen anderen Mitarbeiter damit zu betrauen. Anbei finden Sie ein Kontraktformular, dass der entsprechende Mitarbeiter bitte in Blockbuchstaben ausfüllt Es tut mir leid, dass dies 8 Seiten lang ist. Aber um zu gewährleisten, dass ich genauso viel über ihn weiß, wie Ihre Bank über mich weiß, ist das unumgänglich. Bitte beachten Sie, dass jede Kopie, z.B. die Geburtsurkunde, von autorisierten Behörden beglaubigt sein muss. Außerdem muss selbstverständlich die finanzielle Selbstauskunft mit entsprechenden Dokumenten belegt werden. Zu gegebener Zeit werde ich Ihrem Mitarbeiter eine PIN zukommen lassen, die er/sie bei jedem Kontakt angeben muss. Diese kann nicht kürzer als 28 Zeichen sein, denn das ist die Zahl der Tastenbenutzungen, die ich tätigen muss, um Ihre telefonische Kontoauskunft nutzen zu können. Wie heißt es so schön: Imitation ist die aufrichtigste Form der Schmeichelei. Ferner werden Sie ab sofort bei jedem telefonischen Kontakt ihrerseits ein Menü vorfinden, in dem Sie aus folgenden Optionen wählen können: 1. Einen persönlichen Termin ausmachen 2. Eine fehlende Zahlung besprechen 3. Den Anruf ins Wohnzimmer transferieren, gesetz dem Fall, ich befinde mich dort 4. siehe Punkt 3, aber im Schlafzimmer 5. siehe Punkt 3, aber auf der Toilette (erfordert längere Wartezeiten) 6. siehe Punkt 3, aber Umleitung aufs Handy 7. Eine Nachricht auf dem Computer hinterlassen. Hierfür ist ein Passwort nötig, dass Ihnen nach Aushändigung des Vertrages mitgeteilt wird 8 Zurück zum Hauptmenü, um 1-7 nochmal zu hören 9. Generelle Beschwerden oder Anmerkungen. Hierfür werden Sie auf den Anrufbeantworter umgeleitet. Die verlängerte Wartezeit wird durch aufmunternde Musik untermalt. Bedauerlicherweise, allerdings wieder ganz nach Ihrem eigenen Schema, muss ich Ihnen für die Einrichtung der o g. Verfahrensweise eine Gebühr i.H.v. 50 Euro berechnen. Bitte um Überweisung am nächsten Werktag. Ich wünsche Ihnen besinnliche Feiertage und ein frohes neues Jahr. Hochachtungsvoll, eine ergebene Kundin.

Morgens um 3 Uhr in Deutschland. Das Telefon klingelt. "Hallo?" "Hallo, hier ist die Telefonseelsorge. Alles in Ordnung?" "Wie?" "Hier ist die Telefonseelsorge. Wir rufen mal vorsichtshalber rund, ob jemand Selbstmordabsichten hat." "Was! Um 3 Uhr morgens?" "Das ist genau die richtige Zeit für so was. Da sind die meisten Leute gefährdet. Sie zum Beispiel! Sie haben doch offensichtlich Schlafstörungen." "So ein Quatsch." "Na hören Sie mal, andere Leute schlafen um diese Zeit und hängen nicht am Telefon rum." "Aber Sie haben mich doch angerufen." "Warum sprechen Sie denn so leise? Ich kann Sie kaum verstehen." "Es ist wegen meiner Frau. Ich will sie nicht wecken." "Ach. Haben Sie Geheimnisse vor Ihrer Frau? Es klappt wohl nicht so recht in Ihrer Ehe, wie?" "Blödsinn. Natürlich klappt es." "Aber Sie haben sich nichts mehr zu sagen, oder? Still und stumm liegen Sie neben Ihr im Bett. Verstehen Sie das unter klappen?" "Es ist 3 Uhr morgens!" "Ich weiß. Und während Ihre Frau schläft - notgedrungen -, weil Sie ihr ja nichts zu sagen haben, gehen Sie unruhig auf und ab, weil Ihre Probleme Sie nicht schlafen lassen." "Sie lassen mich nicht schlafen!" "Ach, jetzt erregen Sie sich! Ein einfacher Telefonanruf erregt Sie, während Ihre Frau Sie schon seit Wochen kalt lässt. Sie haben offensichtlich einen Haufen Probleme: wirtschaftliche, sexuelle, gesundheitliche..." "Ich bin bei bester Gesundheit!" "Mit Schlaflosigkeit und Erregungszuständen? Bleiben Sie ganz ruhig. Sie sind hochgradig selbstmordgefährdet. Merken Sie denn nicht, dass Sie am ganzen Leib zittern?" "Ja, weil ich seit 5 Minuten im Pyjama auf dem Flur stehe." "Was suchen Sie denn auf dem Flur, machen Sie nichts Unüberlegtes." "Unser Telefon steht nun mal im Flur" "Haben Sie Schlaftabletten im Haus?" "Weiß ich nicht. Die verwahrt meine Frau." "Dann wecken Sie Ihre Frau. Menschenskind! Sofort wecken! Sie soll die Schlaftabletten in Sicherheit bringen. Machen Sie doch keine Dummheiten, jetzt überlegen Sie es sich noch mal. Das Leben kann so schön sein. Für Sie natürlich nicht, krank wie Sie sind, verzweifelt, depressiv, aber machen Sie sich keine Sorgen, ich rufe Sie später noch mal an."

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