Ich habe meinen Chef-Job gekündigt und kümmere mich ab morgen hauptberuflich um mein Kind.
Diese Entscheidung hört sich hart an, denn ich gebe eine tolle Stelle als Chef des WELT-Social- und WELT-kmpkt-Autorenteams einfach so ab. Trotzdem ist mir die Entscheidung leichtgefallen.
Weil ich gesehen habe, wie sehr meine fantastische Frau in ihrer Arbeit aufgeht und ich ihr gerne den Rücken für ihre Karriere freihalte. Weil meine Teams auch ohne mich großartig für die Zukunft aufgestellt sind. Weil wir das Glück haben, aktuell mit einem Gehalt durchkommen zu können. Weil ich während meiner Elternzeit erlebt habe, wie erfüllend es sein kann, Vollzeitpapa zu sein.
Weil uns das Leben, so wie es in den letzten Monaten für unsere kleine Familie war, nicht erstrebenswert schien: Zwei Eltern in Vollzeitjobs mit Personalverantwortung, ein kleines Kind mit Abo auf alle neuen Kitaviren und keine Großeltern, Onkels oder Tanten in der Nähe - das waren zu viele Kompromisse, das waren viel zu viele Tage, an denen es nur ums Überstehen ging.
Die durchweg positiven, zum Teil überschwänglichen und oft auch erstaunten Reaktionen haben mir gespiegelt, dass der Job des (temporären) Stay-at-home-Dads auch 2023 noch nicht als ganz normal angesehen wird. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, das auch hier öffentlich zu teilen und meine Entscheidung sichtbar zu machen.
#job #chef #worklifebalance #family #stayathomedad #zukunft #carearbeit
"Inzwischen hat sich die Klimabewegung in mehrere Strömungen aufgeteilt, einige davon haben sich radikalisiert. Gewaltanwendung, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch werden in diesen Kreisen als legitime und notwendige Mittel angesehen, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Der Klimaaktivist Tadzio Müller spricht davon, dass Teile der Bewegung zu einer „grünen RAF" werden, der international einflussreiche schwedische Aktivist Andreas Malm denkt offen über „intelligente Sabotageakte" auf fossile Infrastrukturen nach. Und so mutiert Stück für Stück der sinnvolle Gedanke, unseren Planeten zu schützen, zu einer radikalen Weltanschauung, die um jeden beliebigen Preis die Welt komplett umbauen möchte. Den Menschen, sein Verhalten, die Gesellschaftsordnung, das Wertesystem. Einfach alles."
Aus "Lichtblick statt Blackout"