Ein Bauer kommt in eine Bar und nimmt neben einer Frau Platz, die gerade eine Flasche Champagner geordert hat.
Er bestellt gleichfalls eine Flasche und sagt zu ihr: „Ich muss mir heute einen edlen Tropfen gönnen, weil ich etwas zu feiern habe.“
Darauf die Frau: „Ich auch.“ Sie stoßen miteinander an, und der Bauer fragt: „Was feiern Sie denn?“
„Seit Jahren haben mein Mann und ich versucht, ein Baby zu bekommen, und heute habe ich festgestellt, dass ich schwanger bin“, antwortet die Dame.
„So ein Zufall“, sagt der Bauer, „die letzten Jahre waren meine Kühe unfruchtbar, aber jetzt sind sie wieder trächtig.“
„Das ist ja toll, wie haben Sie das denn geschafft?“, will die Frau wissen.
„Ich habe einfach den Stier ausgetauscht“, antwortet der Bauer. „So ein Zufall, so habe ich es auch gemacht.“
Der Nagel:
Mit welchem Aufwand befestigt die Wirtschaft 1960 und 2018 ein Haus-
-nummernschild?
Ein Bauherr äußert den Wunsch, ein Hausnummernschild an einen Holzpfahl zu nageln.
1960:
Ein Bauarbeiter nagelt das Schild an, bedankt sich für eine dafür erhaltene Flasche Bier und geht.. Dauer: 20 Sekunden.
1970:
Bauarbeiter geht zu Polier. Der gestattet das Einschlagen des Nagels und nimmt wohlwollend die Flasche Bier und eine Leberkässemmel in Empfang.
Dauer: 20 Minuten.
1980:
Bauarbeiter geht zu Polier; der zum Bauleiter. Dieser bespricht die Problematik mit dem Bauherrn bei einem Mittagessen, das der Bauherr bezahlt. Dafür verrechnet er dem Bauherrn nur eine Regiestunde sowie eine Schachtel Nägel.
Dauer 2 Stunden.
1990:
Bauleiter holt (nach dem Mittagessen) drei Offerte bei Subunternehmern ein. Vergibt den Auftrag an den Billigstbieter, schlägt 3% General- unternehmerzuschlag auf und legt dem Bauherrn eine Rechnung + 20% Mwst.
Dauer 2 Wochen.
2000:
Bauleiter informiert Firmenchef.
Dieser holt fünf Angebote bei Einmannge-
-sellschaften ein. Den Zuschlag bekommt der Billigste, verrechnet wird der Teuerste plus 7% Generalunternehmerzuschlag.
Dauer 2 Monate.
2018:
Gleiche Prozedur wie 2000, jedoch zusätzlich:
Behördenbescheid, in dem ein statischer Nachweis verlangt wird sowie die Zustim-
-mung des Architekturbeirates.
Parallel dazu läuft eine Umweltverträglich-
-keitsprüfung an.
Der Arbeitsvorgang wird in den Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan der Baustelle eingearbeitet.
Sicherheitsfachkräfte werden tätig. Der Hammer wird CE- zertifiziert, der Nagel aus einer Liste EU- zugelassener Befestigungsmittel ausgewählt.
Der Arbeiter wird akademisch unterwiesen, wie der Nagel einzubringen ist.
Er muss jedoch vorher noch zum Arbeits-
-mediziner, der seine geistige und
körperliche Eignung für die Tätigkeit “Nagel einschlagen” attestiert.
Wenn alles gut geht, die Umweltverträglich-
-keitsprüfung positiv ausgeht und die Bedenken des Architekturbeirates abgeschmettert werden können, darf der Nagel eingeschlagen werden. Ein Ziviltechniker beobachtet mit Argusaugen den ordnungsgemäßen Vorgang und siegelt das Abnahmeprotokoll. Nagelstatik und Abnahmeprotokoll fließen in die “Unterlage für spätere Arbeiten” ein. Der Generalunternehmerzuschlag wird auf 30% nachjustiert. Dauer 2 Jahre.
Das Datenblatt des Nagels, der Nachtrag des Planungsbüros werden dann mit den aktualisierten Revisionszeichnungen im Anlagebuch abgelegt...
2022 wie 2018, nur findet man keinen Handwerker mehr, weil die auf den ganzen Sch...keinen Bock mehr haben.....