"Erzählen Sie mir in eigenen Worten, was sie bedrängt", sagt der
Psychologe seinem Patienten.
"Na ja. Alles fing an, als ich heiratete: Meine Frau hatte eine erwachsene Tochter, die somit meine Stieftochter wurde.
Mein Vater kam auf Besuch, verliebte sich in meine Stieftochter und heiratete sie. So wurde aus meiner Stieftochter gleichzeitig meine Stiefmutter.
Meine Frau bekam einen Sohn. Aus ihm wurde automatisch der Schwager meines Vaters, weil dies der Stiefbruder der mit meinem Vater verheirateten Stieftochter ist. Weil der Junge der Bruder meiner Stiefmutter ist, ist er
demnach auch mein Onkel.
Die Frau meines Vaters bekam auch einen Sohn. Dies ist mein Bruder, obwohl ich gleichzeitig sein Opa bin. Er ist ja der Sohn meiner Stieftochter.
Meine Frau ist meine Oma, da sie die Mutter meiner Stiefmutter ist. Daraus folgt, dass ich der Enkel meiner eigenen Frau bin.
Wenn man die Tatsache in Betracht nimmt, dass ich mit meiner Groß-
-mutter verheiratet bin, bin ich nicht nur der Mann meiner Frau und ihr Enkel, sondern mein eigener Großvater. Das bedrängt mich!"
Der Sohn kommt freudestrahlend nach Hause und erklärt seinen Eltern: "Ich habe eine wundervolle Neuigkeit: Ich habe endlich die Frau meines Lebens gefunden! Es ist Martina vom Plonerhof, und ich werde sie heiraten!"
Die Eltern gratulieren. Dann nimmt der Vater den Sohn zur Seite und sagt ihm: "Weißt du, es tut mir wirklich leid, dir das zu sagen. Du kannst die Martina nicht heiraten. Siehst du, die Mama und ich sind schon wirklich lang zusammen, es lief nicht immer so gut zwischen uns - kurz und gut, die Martina ist deine Schwester."
Der Sohn ist todtraurig und trennt sich von der Frau.
Ein halbes Jahr später kommt er wieder freudestrahlend an:
"Ich habe wieder eine wundervolle Neuigkeit: Nun habe ich wirklich die Frau meines Lebens gefunden! Es ist die Sonja vom Brixnhof, und ich werde sie heiraten!"
Die Eltern gratulieren. Dann nimmt der Vater den Sohn wieder zur Seite und sagt ihm:
"Weißt du, es tut mir wirklich leid, dir das zu sagen. Du kannst die Sonja nicht heiraten. Siehst du, die Mama und ich sind schon wirklich lange zusammen, sie war auch mal längere Zeit krank - kurz und gut, die Sonja ist auch deine Schwester."
Zu Tode betrübt, trennt sich der Sohn auch von dieser Frau.
Wieder ein halbes Jahr später kommt er abermals freudestrahlend an: "Nun habe ich wirklich eine wundervolle Neuigkeit: Endlich habe ich tatsächlich die Frau meines Lebens gefunden! Es ist die Michaela vom Hurznhof, und ich werde sie heiraten!"
Die Eltern gratulieren. Dann nimmt der Vater den Sohn erneut zur Seite und sagt ihm:
"Weißt du, es tut mir wirklich leid, dir das zu sagen. Du kannst die Michaela nicht heiraten. Siehst du, die Mama und ich sind schon wirklich lange zusammen, wir hatten uns mal ziemlich zerstritten - kurz und gut, auch die Michaela ist deine Schwester."
Der Sohn, völlig frustiert, geht auf sein Zimmer und schließt die Tür. Da kommt seine Mutter herein und fragt ihn, was los sei.
"Erst wollte ich die Martina heiraten, und da hat mir Papa gesagt, das geht nicht, weil sie meine Schwester ist. Dann wollte ich die Sonja heiraten, und da sagt mir Papa, das geht nicht, weil sie auch meine Schwester ist. Jetzt habe ich endlich die Michaela gefunden, und jetzt sagt mir Papa schon wieder, sie ist meine Schwester!"
"Beruhig dich", sagt die Mutter. "Du kannst heiraten, wen du willst. Er ist nicht dein Vater!
Eine Prostituierte hat mit dem Auto mitten auf dem Land eine Panne.
Nach Stunden kommt ein Bauer mit dem Traktor vorbei.
Er verspricht, sie abzuschleppen, sie übernachten zu lassen und nächsten Morgen zur Werkstatt zu bringen, wenn sie dafür mit seinen beiden unerfahrenen Söhnen ins Bett steigt. Sie willigt ein.
Abends steigt sie zum älteren Sohn ins Bett und sagt: "So, nun werde ich Dir die Freuden der Liebe zeigen. Aber vorher ziehst Du diesen Präser über, ich will ja nicht schwanger werden, ok?"
Er zieht ihn über und es wird eine phantastische Nummer für ihn.
Danach geht sie zum jüngeren Bruder und machts genauso: Erst den Präser überziehen, dann geht's los.
Drei Wochen später stehen die Söhne auf dem Feld und hacken Unkraut.
Der Ältere: "Du, sach mal, juckt das bei Dir auch so doll da unten?"
Der Jüngere: "Ja, ganz schlimm."
Der ältere wieder: "Also, mir ist das egal, ob sie schwanger wird: Ich zieh das Ding jetzt ab..."
Lieber Papa!
Mit großem Bedauern und tiefer Trauer schreibe ich dir diesen Brief. Ich bin mit meiner neuen Freundin Marlene durchgebrannt. Sie ist meine einzige und wahre Liebe, auch wenn sie deutlich älter ist. Du wirst ihre Tattoos und Piercings wahrscheinlich eher mittel-cool finden.
Aber wir lieben uns und seit ich sie kenne schwebe ich auf Wolke sieben. Für Dich in aller Kürze folgendes: Marlene ist schwanger und ich werde nun auch Vater.
Marlene ist sehr selbstständig, ihr gehört ein Wohnwagen auf einer Lichtung im Wald und wir haben ausreichend Brennholz für den ganzen Winter.
Wir wollen unbedingt noch mehr Kinder haben. Marlene hat mir die Augen geöffnet und ich verstehe jetzt das Marihuana eigentlich niemanden schadet. Wir sind jetzt Selbstversorger, bauen Hanf selber an, und tauschen es manchmal innerhalb der Kommune gegen feinstes Koks oder Ecstasy.
Ich bete fast täglich zu unserem Heiland, dass die Wissenschaft endlich ein Heilmittel gegen AIDS findet, damit es Marlene irgendwann wieder besser geht.
Mach dir keine Sorgen, Papa. Ich bin schon 15 und kann mich gut auf mich selbst aufpassen.
Irgendwann werden wir zurück-
-kommen und Mama und dich besuchen, damit ihr eure, hoffentlich vielen, Enkelkinder kennen lernt.
Mit vielen lieben Grüßen,
dein Sohn Lukas
P.s.
Natürlich ist kein einziger Satz aus diesem Brief wahr.
Ich bin bei Jonas, und wollte Dir ins Bewusstsein rufen, das es weitaus schlimmere Dinge gibt, als das Zeugnis auf dem Tisch in der Küche.
Ruf mich an, wenn es wieder sicher ist, nach Hause zu kommen.