Suche: Fahrgäste mit Grundkenntnissen in menschlichem Anstand.
Ich bin Ercan, Taxifahrer seit 18 Jahren. Ich habe alles gefahren. Hochzeiten, Beerdigungen, den Mann der ber bei beidem geweint hat (derselbe Mann, derselbe Monat).
Was ich biete: Sicheres Fahren, sauberes Auto, Schweigen wenn gewünscht. Was ich NICHT biete:
- Therapiesitzungen (Freitagabend, 2 Uhr nachts, Fahrt vom Club: "Ercan, bin ich ein guter Mensch?" - Ja. Steig aus. 14,80€.); Navigation von der Rückbank ("Hier rechts! RECHTS!" - Das war eine Einbahnstraße. Kofferraum-Tetris (Nein, 4 Koffer, ein Kinder-wagen, und "ach, das Surfbrett noch" passen nicht in einen Passat. Physik ist keine Verhandlung.); Trinkgeld: Optional. Wie Anstand. Leider.
Euer Ercan.
Standplatz Hauptbahnhof, Platz 3. Der mit dem Duftbaum.
PS: Wer letzten Samstag seinen Döner auf meinem Rücksitz vergessen hat - ich rieche ihn immer noch. Im Schlaf.
Freud und Jofi – die erste tierische Therapeutin der Welt.
Sigmund Freud, der Vater der Psychoanalyse, hatte eine ungewöhnliche Assistentin: seine Chow-Chow-Hündin Jofi.
Während seiner Therapiesitzungen lag Jofi still im Raum – und Freud bemerkte etwas Erstaunliches:
Patienten waren ruhiger, offener und weniger ängstlich, wenn sie in ihrer Nähe waren.
Freud begann, Jofi bewusst einzusetzen – sie wurde die erste "Therapiehündin" der Geschichte.
Wenn ein Patient nervös war, blieb Jofi auf Abstand. Doch wenn jemand entspannt und ehrlich sprach, kam sie näher und legte sich zu seinen Füßen.
Freud sagte einmal:
"Hunde lieben ihre Freunde und beißen ihre Feinde – ganz im Gegensatz zu den Menschen, die dazu neigen, ihre Liebe mit Heuchelei zu verbergen."
Nach Freuds Tod blieb Jofi ein Symbol seiner Menschlichkeit – ein stiller Beweis, dass wahre Heilung oft dort beginnt, wo ein Herz versteht – nicht nur ein Verstand.