Dies ist der Anfang einer Frau, die im Alter von 40 Jahren beschloss, ihren Ehemann zu verlassen, der sie psychisch missbraucht hat...
Dies ist der Anfang eines Jungen, der mit 17 Jahren beschloss, nicht zuzusehen, wie seine Familie durch Alkohol zerstört wurde...
Dies ist der Anfang eines Mannes, der nicht länger hören wollte, dass er in seinem eigenen Haus ein Niemand ist...
Dies ist der Anfang eines jungen Mädchens, das sich vom Einfluss einer giftigen Mutter befreit...
Schönheit, Intelligenz, ein Unternehmen, ein Traumjob schützen dich nicht vor solchen Anfängen. Absolut jeder von uns kann sich in einer Kurve des Lebens wiederfinden. Es ist möglich, in jedem Alter aus dieser Kurve herauszukommen, ohne auf den Kontostand oder die Wunden zu schauen, die von geliebten Menschen zugefügt wurden...
Dies ist der wahre Unabhängigkeitstag.
DEINE UNABHÄNGIGKEIT!!!
Der Christbaumständer
Beim Aufräumen des Dachbodens - ein paar Wochen vor Weihnachten - entdeckte ein Familienvater in einer Ecke einen ganz verstaubten, uralten Weihnachtsbaumständer. Es war ein besonderer Ständer mit einem Drehmechanismus und einer eingebauten Spielwalze. Beim vorsichtigen Drehen konnte man das Lied "O du fröhliche" erkennen. Das musste der Christbaumständer sein, von dem Großmutter immer erzählte, wenn die Weihnachtszeit herankam. Das Ding sah zwar fürchterlich aus, doch da kam ihm ein wunderbarer Gedanke. Wie würde sich Großmutter freuen, wenn sie am Heilig-
abend vor dem Baum säße und dieser sich auf einmal wie in uralter Zeit zu drehen begänne und dazu "O du fröhliche" spielte. Nicht nur Großmutter, die ganze Familie würde staunen.
Es gelang ihm, mit dem antiken Stück ungesehen in seinen Bastelraum zu
verschwinden. Gut gereinigt, eine neue Feder, dann müsste der Mechanismus wieder funktionieren, überlegte er. Abends zog er sich jetzt geheimnisvoll in seinen Hobbyraum zurück, verriegelte die Tür und werkelte. Auf neugierige Fragen antwortete er immer nur "Weihnachtsüberraschung". Kurz vor Weihnachten hatte er es geschafft. Wie neu sah der Ständer aus, nachdem er auch noch einen Anstrich erhalten hatte.
Jetzt aber gleich los und einen prächtigen Christbaum besorgen, dachte er. Mindestens zwei Meter sollte er messen. Mit einem wirklich schön gewachsenen Exemplar verschwand Vater dann in seinem Hobbyraum, wo er auch gleich einen Probelauf startete. Es funktionierte alles bestens. Würde Großmutter Augen machen!
Endlich war Heiligabend.
"Den Baum schmücke ich alleine", tönte Vater. So aufgeregt war er lange nicht mehr. Echte Kerzen hatte er besorgt, alles sollte stimmen. "Die werden Augen machen", sagte er bei jeder Kugel, die er in den Baum hing. Vater hatte wirklich an alles gedacht. Der Stern von Bethlehem saß oben auf der Spitze, bunte Kugeln, Naschwerk und Wunderkerzen waren untergebracht, Engelshaar und Lametta dekorativ aufgehängt. Die Feier konnte beginnen.
Vater schleppte für Großmutter den großen Ohrensessel herbei. Feierlich wurde sie geholt und zu ihrem Ehrenplatz geleitet. Die Stühle hatte er in einem Halbkreis um den Tannenbaum gruppiert.
Die Eltern setzten sich rechts und links von Großmutter, die Kinder nahmen außen Platz. Jetzt kam Vaters großer Auftritt. Bedächtig zündete er Kerze für Kerze an, dann noch die Wunderkerzen. "Und jetzt kommt die große Überraschung", verkündete er, löste die Sperre am Ständer und nahm ganz schnell seinen Platz ein.
Langsam drehte sich der Weihnachtsbaum, hell spielte die Musikwalze "O du fröhliche". War das eine Freude! Die Kinder klatschten vergnügt in die Hände. Oma hatte Tränen der Rührung in den Augen. Immer wieder sagte sie: "Wenn Großvater das noch erleben könnte, dass ich das noch erleben darf." Mutter war stumm vor Staunen.
Eine ganze Weile schaute die Familie beglückt und stumm auf den sich im Festgewand drehenden Weihnachtsbaum, als ein schnar-
rendes Geräusch sie jäh aus ihrer Versunken-
heit riss. Ein Zittern durchlief den Baum, die bunten Kugeln klirrten wie Glöckchen. Der Baum fing an, sich wie verrückt zu drehen. Die Musikwalze hämmerte los. Es hörte sich an, als wollte "O du fröhliche" sich selbst überholen. Mutter rief mit überschnappender Stimme: "So tu doch etwas!" Vater saß wie versteinert, was den Baum nicht davon abhielt, seine Gesch-
windigkeit zu steigern. Er drehte sich so rasant, dass die Flammen hinter ihren Kerzen herwehten. Großmutter bekreuzigte sich und betete. Dann murmelte sie: "Wenn das Großvater noch erlebt hätte."
Als erstes löste sich der Stern von Bethlehem, sauste wie ein Komet durch das Zimmer, klatschte gegen den Türrahmen und fiel dann auf Felix, den Dackel, der dort ein Nickerchen hielt. Der arme Hund flitzte wie von der Tarantel gestochen aus dem Zimmer in die Küche, wo man von ihm nur noch die Nase und ein Auge um die Ecke schielen sah. Lametta und Engelshaar hatten sich erhoben und schwebten wie ein Kettenkarussell am Weihnachtsbaum. Vater gab das Kommando "Alles in Deckung!" Ein Rauschgoldengel trudelte losgelöst durchs Zimmer, nicht wissend, was er mit seiner plötzlichen Freiheit anfangen sollte. Weihnachtskugeln, gefüllter Schoko-
ladenschmuck und andere Anhängsel sausten wie Geschosse durch das Zimmer und platzten beim Aufschlagen auseinander.
Die Kinder hatten hinter Großmutters Sessel Schutz gefunden. Vater und Mutter lagen flach auf dem Bauch, den Kopf mit den Armen schützend. Mutter jammerte in den Teppich hinein: "Alles umsonst, die viele Arbeit, alles umsonst!" Vater war das alles sehr peinlich. Oma saß immer noch auf ihrem Logenplatz, wie erstarrt, von oben bis unten mit Engelhaar und Lametta geschmückt. Ihr kam Großvater in den Sinn, als dieser 14-18 in den Ardennen in feindlichem Artilleriefeuer gelegen hatte. Genau so musste es gewesen sein. Als gefüllter Schokoladenbaumschmuck an ihrem Kopf explodierte, registrierte sie trocken "Kirschwasser" und murmelte: "Wenn Großvater das noch erlebt hätte!" Zu allem jaulte die Musikwalze im Schlupf-
akkord "O du fröhliche", bis mit einem ächzenden Ton der Ständer seinen Geist aufgab.
Durch den plötzlichen Stopp neigte sich der Christbaum in Zeitlupe, fiel aufs kalte Buffet, die letzten Nadeln von sich gebend. Totenstille! Großmutter, geschmückt wie nach einer New Yorker Konfettiparade, erhob sich schweigend. Kopfschüttelnd begab sie sich, eine Lamettagirlande wie eine Schleppe tragend, auf ihr Zimmer. In der Tür stehend sagte sie: "Wie gut, dass Großvater das nicht erlebt hat!"
Mutter, völlig aufgelöst zu Vater: "Wenn ich mir diese Bescherung ansehe, dann ist deine große Überraschung wirklich gelungen." Andreas meinte: "Du, Papi, das war echt stark! Machen wir das jetzt Weihnachten immer so?"
Sichere Schlafkapseln für Obdachlose in Ulm, Deutschland
-
In Ulm, Deutschland, können Menschen ohne Dach über dem Kopf jetzt in neu eingerichteten Schlafkapseln in der ganzen Stadt Schutz finden. Dabei handelt es sich nicht um gewöhnliche Kapseln, sondern um so genannte Ulmer Nester, die aus Holz und Stahl gefertigt sind, um vor Kälte, Wind und Feuchtigkeit zu schützen.
Jede Kapsel kann bis zu zwei Personen beherbergen und ist zum Schutz der Privatsphäre ohne Kameras ausgestattet. Stattdessen alarmieren Bewegungssensoren die Sozialarbeiter, wenn die Pods in Gebrauch sind. So wird sichergestellt, dass sie sauber und bereit für die nächste Person sind und dass jeder, der sie benutzt, die Hilfe bekommt, die er braucht.
Und was noch besser ist? Diese Nester sind mit Solarzellen und einem Funknetz ausgestattet, so dass die Bewohner auch ohne Mobiltelefon kommunizieren können.
Die Erfinder von Ulmer Nests wollen denjenigen helfen, die aus psychologischen Gründen oder weil sie ein Haustier haben, keinen Zugang zu herkömmlichen Unterkünften haben. Diese Nester sind nicht als Ersatz für herkömmliche Unterkünfte gedacht, sondern dienen als "letzter Ausweg", um die Gefahren des Schlafens im Freien zu vermeiden.
Schon mal von Gertrude Ederle gehört? Sie war nicht nur gut – sie war außergewöhnlich und sprengte alle Erwartungen. Stellen Sie sich das vor: Es ist der 6. August 1926, und die eisigen Gewässer des Ärmelkanals warten darauf, einen weiteren Herausforderer zu verschlingen. Aber Gertrude war nicht irgendeine Schwimmerin. Mit 17 Weltrekorden und drei olympischen Medaillen in ihrer Karriere war sie bereit, das zu schaffen, was viele für eine Frau als unmöglich hielten.
Mit Fett eingerieben, um sich vor Unterkühlung zu schützen, tauchte sie in das 16 Grad kalte Wasser und wusste genau, dass die Chancen gegen sie standen. Die Londoner Buchmacher gaben ihr nur geringe Chancen, aber Gertrude wusste es besser. „Wenn mir jemand sagt, dass ich etwas nicht tun kann, dann tue ich es“, sagte sie einmal.
Mehr als 14 Stunden lang kämpfte sie gegen heftige Winde, hohe Wellen und unaufhörlichen Regen, wobei sie sich im Rhythmus von „Let Me Call You Sweetheart“ bewegte. Als die Nacht hereinbrach, erreichte sie die Küste von Kingsdown, England, und brach den bisherigen Rekord um fast zwei Stunden.
Es dauerte 24 Jahre, bis ein Mann Gertrudes unglaublichen Rekord brach. Sie war nicht nur gut – sie war legendär.