Lieber Papa! Mit großem Bedauern und tiefer Trauer schreibe ich dir diesen Brief. Ich bin mit meiner neuen Freundin Marlene durchgebrannt. Sie ist meine einzige und wahre Liebe, auch wenn sie deutlich älter ist. Du wirst ihre Tattoos und Piercings wahrscheinlich eher mittel-cool finden. Aber wir lieben uns und seit ich sie kenne schwebe ich auf Wolke sieben. Für Dich in aller Kürze folgendes: Marlene ist schwanger und ich werde nun auch Vater. Marlene ist sehr selbstständig, ihr gehört ein Wohnwagen auf einer Lichtung im Wald und wir haben ausreichend Brennholz für den ganzen Winter. Wir wollen unbedingt noch mehr Kinder haben. Marlene hat mir die Augen geöffnet und ich verstehe jetzt das Marihuana eigentlich niemanden schadet. Wir sind jetzt Selbstversorger, bauen Hanf selber an, und tauschen es manchmal innerhalb der Kommune gegen feinstes Koks oder Ecstasy. Ich bete fast täglich zu unserem Heiland, dass die Wissenschaft endlich ein Heilmittel gegen AIDS findet, damit es Marlene irgendwann wieder besser geht. Mach dir keine Sorgen, Papa. Ich bin schon 15 und kann mich gut auf mich selbst aufpassen. Irgendwann werden wir zurück- -kommen und Mama und dich besuchen, damit ihr eure, hoffentlich vielen, Enkelkinder kennen lernt. Mit vielen lieben Grüßen, dein Sohn Lukas P.s. Natürlich ist kein einziger Satz aus diesem Brief wahr. Ich bin bei Jonas, und wollte Dir ins Bewusstsein rufen, das es weitaus schlimmere Dinge gibt, als das Zeugnis auf dem Tisch in der Küche. Ruf mich an, wenn es wieder sicher ist, nach Hause zu kommen.

Eine schwangere Frau ist in guter Hoffnung auf Drillinge. Eines Tages gerät sie zufällig in eine Schießerei und bekommt drei Kugeln in den Unterleib ab. Man bringt sie sofort ins Krankenhaus. Der Arzt sagt: „Gute Frau, Sie bekom- -men wir wieder hin, aber ich muss Ihnen sagen: in jedem Ihrer drei Föten steckt eine Kugel." Die Frau verzweifelt: „Um Gottes Willen, muss ich jetzt abtreiben?" Der Arzt beruhigt sie: „Gute Frau, in diesem Stadium läßt sich noch gar nichts sagen. Jetzt lassen Sie mal der Natur ihren Lauf!" Gesagt - getan, der Tag der Entbin- -dung kommt, und sie bringt zwei Mädchen und einen Jungen zur Welt. Die Kinder wachsen problemlos heran, die Jahre gehen ins Land, und mittlerweile sind die Kinder in der Pubertät. Eines Tages hört die Frau einen spitzen Schrei der ersten Tochter. „Um Gottes Willen, Kind, was ist denn passiert?" „Mama, Mama, ich war gerade zum Pinkeln auf der Toilette, und da ist eine Kugel herausgekommen." Die Mutter beruhigt sie und erzählt, wie damals alles so abgelaufen ist. Daraufhin ist die Tochter erleichtert und glücklich. Zwei Tage später ereignet sich das Gleiche bei der zweiten Tochter: auch bei ihr kam beim Pinkeln eine Kugel heraus. Die Mutter beruhigt ihre Tochter - alles ist wieder in bester Ordnung. Wieder zwei Tage später kommt der Sohnemann zur Mutter mit leichen- -blassem Gesicht: „Mama, Mama, Du glaubst nicht, was mir passiert ist!" Die Mutter genervt: „Ich weiß, mein Sohn, Du warst gerade beim Pinkeln, und dabei ist 'ne Kugel herausge- -kommen." „Nein, ich hab' mir einen runtergeholt und dabei die Katze erschossen."

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