Der Tanz im Regen.
Es war einer dieser warmen Sommertage, die in einem plötzlichen, heftigen Regenschauer endeten. Wir standen auf der Straße, klatschnass, die Haare tropfend und die Kleidung klebend. Ich wollte nur ins Trockene, aber er hielt meine Hand fest und zog mich zurück in den Regen. "Tanz mit mir", sagte er lächelnd.
Ich zögerte. Wir standen mitten auf der Straße, es war doch nur Regen. Aber als er mich drehte und wir uns langsam im Kreis bewegten, vergaß ich, warum ich überhaupt fliehen wollte. Die Welt schien still zu stehen. während wir im Regen tanzten, als gäbe es keinen Morgen.
In diesem Moment wurde mir klar, dass Liebe nicht nur aus den sonnigen Tagen besteht. Manchmal ist es das Tanzen im Regen, das die schönsten Erinnerungen schafft.
2014 führte der Profi-Skifahrer Pete Oswald in den Hector Mountains auf der Südinsel Neuseelands eine Rettung durch, die man so kaum erwartet.
Während eines Fotoshootings entdeckte er ein verletztes Schaf auf einem steilen, vereisten Hang: Blut an der Nase, völlig erschöpft, etwa 40 Kilo schwer und so schwach, dass es nicht mehr aufstehen konnte. In dieser Lage drohten Kälte, Absturz oder beides.
Oswald, der auf einer Schaffarm aufgewachsen ist, zögerte nicht. Er nahm das Tier auf die Schultern und fuhr mit Skiern durch gefährliches Gelände hinunter. Ein falscher Moment hätte gereicht, um zu stürzen und dabei sich selbst und das Schaf schwer zu verletzen. Doch er brachte es sicher ins Tal.
Der Fotograf vor Ort hielt die Szene fest. Später gingen die Bilder durch Medien und soziale Netzwerke und zeigten, wie schnell entschlossenes Handeln und pure Kraft in wenigen Minuten ein Leben retten können.