Erster Hochzeitstag
Die Hochrechnung, ein Jahr nach der Hochzeit.
Betrachtungen zum Hochzeitstag:
An meine Frau!
Im vergangenen Jahr habe ich 365 mal versucht mit Dir zu schlafen, 36 mal ist es mir gelungen, das heisst fast alle 10 Tage einmal. Für die restlichen Tage hattest Du folgende Entschuldigungen:
Wir wecken das Kind: 7 mal
Es ist zu spät: 40 mal
Es ist zu heiß: 15 mal
Es ist zu kalt: 5 mal
Ich bin zu müde: 22 mal
Es ist noch zu früh: 23 mal
Du stelltest Dich schlafend: 49 mal
Das Fenster steht offen, die Nachbarn könnten uns hören: 8 mal
Ich habe Rückenschmerzen: 16 mal
Ich habe Zahnschmerzen: 2 mal
Ich habe Magenverstimmung: 1 mal
Ich habe keine Lust: 10 mal
Ich bin nicht in Stimmung: 20 mal
Ich habe Kopfschmerzen: 5 mal
Unser Kind weint: 17 mal
Ich habe zu lange Fernsehen gesehen: 7 mal
Ich habe morgen große Wäsche: 5 mal
Morgen kommt Besuch: 2 mal
Ich habe Nachtcreme aufgetragen: 1 mal
Ich lese Zeitung: 25 mal
Es sind Gäste im Nebenzimmer: 7 mal
Du bist betrunken: 11 mal
Ich muss auf's Klo: 19 mal
Macht zusammen: 329 mal
Glaubst Du, den Rekord in diesem Jahr noch verbessern zu können?
Dein Dich liebender Mann!
P.S.: Bei den 36, für mich gelungenen Versuchen, kautest Du 6 mal Kaugummi, 5 mal schautest Du dabei aus dem Fenster, 6 mal mußte ich Dich wecken, um Dir zu sagen das ich fertig bin, 18 mal sagtest Du mir, ich solle Schluß machen und einmal dachte ich, ich hätte Dir wehgetan, weil Du Dich bewegt hast.
Ein Sohn nimmt seinen in die Jahre gekommenen Vater mit in ein Restaurant, um dort ein leckeres Abendessen zu genießen.
Sein Vater ist ziemlich alt und deswegen auch schon etwas schwach. Während er isst fällt immer wieder mal etwas Essen auf sein Hemd und die Hosen. Die anderen Gäste starren den Mann mit vor Ekel verzerrten Gesichtern an, doch sein Sohn bleibt seelenruhig.
Nachdem beide mit dem Essen fertig sind, geht der Sohn, dem das Ganze immer noch kein Stück peinlich ist, gemächlich mit seinem Vater zu den Toiletten. Dort wischt er ihm die Essensreste aus dem faltigen Gesicht, versucht die Flecken aus der Kleidung zu waschen, kämmt ihm liebevoll das graue Haar und richtet zum Schluss seine verrutschte Brille.
Als die beiden den Waschraum verlassen, herrscht im gesamten Restaurant
Totenstille.
Niemand kann verstehen, wie man sich öffentlich so blamieren kann. Der Sohn zahlt noch die Rechnung und will gehen, da steht ein älterer Herr unter den Gästen auf und fragt ihn: „Meinen Sie nicht, dass Sie etwas hier gelassen haben?“
Der antwortet: „Nein, das habe ich nicht.“
Doch die Antwort des fremden Mannes ist: „Doch das haben Sie! Sie haben hier jedem Sohn eine Lektion hinterlassen, und ihren Vätern Hoffnung!“ Jetzt ist es im Restaurant so still, man könnte eine Stecknadel fallen hören.
Es ist eine der größten Ehren sich einmal um die zu kümmern, die sich einst um uns gekümmert haben.
Mit all der Zeit, Mühe und dem Geld, das unsere Eltern ihr Leben lang für uns geopfert haben, verdienen sie und alle alten Menschen den größten Respekt.