Vier Männer sprachen über die Klugheit ihrer Hunde. Der Erste war Ingenieur und sagte, sein Hund könnte gut zeichnen. Er sagte ihm, er solle ein Blatt Papier holen und einen Kreis, ein Rechteck und ein Dreieck zeichnen, was der Hund auch leicht schaffte.
Der Buchhalter sagte, er glaube sein Hund sei besser. Er befahl ihm, ein Dutzend Kekse zu holen und sie in Dreierhäufchen aufzuteilen. Das schaffte der Hund locker.
Der Chemiker fand das gut, aber meinte, sein Hund sei cleverer. Er sagte ihm, er solle einen Liter Milch holen und davon 275 mal in ein Halblitergefäß gießen.
Der Hund schaffte das leicht. Alle Männer stimmten nach einiger Diskussion darin überein, daß ihre Hunde gleich klug wären. Dann wandten sie sich an den Beamten und fragten, was sein Hund könnte.
Der Beamte rief seinen Hund und sagte ihm: "Zeig mal, was du kannst!"
Da fraß der Hund die Kekse, soff die Milch aus, schiss auf das Papier, bumste die anderen drei Hunde, behauptete, sich dabei eine Rückenverletzung zugezo-
gen zu haben, reichte eine Beschwerde wegen gefährlicher Arbeitsbedingungen ein, verlangte Verdienstausfall, ließ sich krank schreiben und lief nach Hause...
Wir beschweren uns ja immer über die Jugend und ihre Aussprache.
Aber vielleicht ist das, was da gesprochen wird, gar keine niedere Sprache - sondern eine höher entwickelte.
Eine, die aus Gründen der besseren Verständlichkeit in allzu lauten Umgebun-
-gen (Bus, Tankstelle, Schulhof) ihre Interpunktion mitpricht.
"Digger" wäre ein Komma, "Alder" ein Punkt ("Diggeralder" folglich ein Semikolon) und "deine Mudder" stünde für das Ausrufezeichen.
Irgendwann werden vielleicht Bücher in dieser Sprache erscheinen, Neuauflagen von Klassikern, inklusive "Es irrt der Mensch Digger solange er strebt Alder" (Goethe), "Gott würfelt nicht deine Mudder" (Einstein), "Sein oder nicht sein Digger das ist hier die Frage Alder" (Shakespeare) und natürlich "Geben Sie Gedankenfreiheit Digger Sire deine Mudder" (Schiller).
Krasse Vorstellung :)