In Brasília hat ein geretteter Hund namens Tunico die Herzen vieler Menschen erobert. Auslöser war ein rührender Clip, den seine Besitzerin Aryane in den sozialen Netzwerken teilte. Darin ist zu sehen, wie Tunico ganz ruhig seine eigene Inhalationsmaske mit den Vorderpfoten festhält, während er geduldig seine Behandlung bekommt.
Gerade diese sanfte und friedliche Szene machte ihn für viele so besonders. Doch hinter dem niedlichen Moment steckt eine viel größere Geschichte. Bevor Tunico bekannt wurde, war er in einem sehr schlechten Zustand auf der Straße gefunden worden. Er litt unter starker Unterernährung, und seine Zunge war teilweise gelähmt. Dank der Fürsorge seiner neuen Familie änderte sich sein Leben jedoch vollkommen. Mit viel Geduld, Pflege und Liebe erholte er sich Schritt für Schritt, bis er sich schließlich vollständig regenerieren konnte. Heute lebt Tunico sicher, ruhig und glücklich – und erinnert viele Menschen daran, wie sehr ein gerettetes Tier aufblühen kann, wenn es endlich Schutz und Zuneigung erfährt.
Rick und Dick Hoyt bildeten eines der bewegendsten Vater-Sohn-Duos in der Geschichte des Ausdauer- und Behindertensports.
Rick Hoyt, 1962 geboren, erlitt bei der Geburt einen Sauerstoffmangel, der zu einer spastischen Lähmung führte. Er konnte nicht sprechen und war auf einen Rollstuhl angewiesen. Ärzte rieten damals, ihn in eine Pflegeeinrichtung zu geben – doch seine Eltern lehnten das entschieden ab und setzten alles daran, seine Fähigkeiten zu fördern.
Mit elf Jahren lernte Rick mithilfe eines speziellen, kopfgesteuerten Computers zu kommunizieren. Schon seine erste Nachricht verriet Witz und Charakter: „Go Bruins!“
1977 bat Rick seinen Vater, an einem Wohltätigkeitslauf teilzunehmen. Dick schob seinen Sohn die gesamten 8,05 Kilometer im Rollstuhl. Nach dem Ziel sagte Rick den Satz, der ihr gemeinsames Leben verändern sollte:
„Papa, wenn wir laufen, fühle ich mich, als wäre ich nicht behindert.“
So entstand Team Hoyt – ein Name, der weltweit zum Symbol für Entschlossenheit und unerschütterliche Liebe wurde.
In mehr als vier Jahrzehnten meisterten sie zusammen über 1.100 Sportveranstaltungen: darunter 32 Boston-Marathons (1980–2014), unzählige Ironman-Triathlons und sogar eine 5.250 Kilometer lange Rad- und Lauf-Tour quer durch die USA. Dick sagte einmal, er „leihe seinem Sohn Arme und Beine“, damit dieser sich mit anderen messen könne. Rick hingegen nannte seinen Vater seinen Helden – und die größte Inspiration seines Lebens.
Dick verstarb im März 2021 im Alter von 80 Jahren, Rick folgte ihm im Mai 2023 mit 61 Jahren.
Ihr Vermächtnis – die Hoyt Foundation, unzählige inspirierte Menschen mit Behinderungen und das Beispiel unbedingter Vaterliebe – bleibt für immer bestehen.