Der kleine Maximilian kommt aus der Schule. „Und, wie viele Aufgaben hast du in Mathe heute wieder falsch ausgerechnet?", fragt der Vater. „Ach, heute war es nur eine!", sagt Maximilian stolz. „Das ist ja toll! Wie viele solltest du denn ausrechnen?" - „Zehn", sagt Maximilian. „Ach, klasse. Das heißt, du hattest neun Aufgaben richtig?" – „Ach, wo denkst du hin", sagt Maximilian. „Die anderen waren mir viel zu schwer, die habe ich gar nicht rausgekriegt."
Celeste Roberges Werk "The Weight of Grief" wirkt, als hätte diese Person nicht nur viel im Kopf, sondern auch eine ganze Last im Bauch. Der Körper besteht aus Stahl und ist mit echten Steinen gefüllt – als sichtbares Bild dafür, wie schwer Gefühle werden können, wenn Trauer sich festsetzt.
Es ist buchstäblich ein steiniger Weg, den man da vor sich sieht, und genau das macht die Idee so stark: Emotionen, die man sonst nicht anfassen kann, bekommen Gewicht, Form und Härte. Und ja – „ein Herz aus Stein“ bekommt hier plötzlich eine ganz neue Bedeutung.
Das Faszinierende ist, dass das Ganze trotz der Schwere nicht einfach düster wirkt, sondern beeindruckend schön. Man schaut hin und spürt sofort: Manche Lasten trägt man nicht nur im Herzen, sondern im ganzen Körper.