Er hat nie gesehen, wie ich aussehe.
Aber er wusste vom ersten Tag an, wer ich bin.
Als ich ihn im Tierheim sah – zitternd, blind, niemand wollte ihn – fragte man mich:
"Willst du wirklich den nehmen? Er wird dein Leben einschränken."
Nein.
Er hat mein Leben nicht eingeschränkt. Er hat es geöffnet.
Er hat nie mein Gesicht gesehen –
aber er erkennt mein Herzschlag, meine Schritte, meine Stimmung.
Wenn ich traurig bin, kommt er näher.
Wenn ich lache, wedelt sein Schwanz im Takt.
Er sieht mich – auf eine Weise, wie es kaum ein Mensch je konnte.
Er läuft manchmal gegen Wände.
Aber weißt du, was er nie verloren hat?
Seinen Mut. Seine Liebe. Seine Treue.
Ich bin seine Augen.
Und er ist mein Spiegel.
Er zeigt mir jeden Tag, dass das Wichtigste im Leben nicht das ist, was man sieht –
sondern das, was man fühlt.
Er lebt in Dunkelheit –
und doch ist er der hellste Teil meines Lebens.
Sag mir: Wenn ein blinder Hund so viel Licht spenden kann –
was hält uns davon ab, selbst mehr zu sehen, als nur das Sichtbare?
Der Pfarrer beobachtet seinen Messdiener, wie dieser Äpfel aus seinem Garten stiehlt. Ein paar Tage später kommt der Messdiener zur Beichte. Nachdem er fertig ist, fragt der Pfarrer: "Hast du nicht etwas vergessen?" "Nein!", antwortet der Messdiener. Darauf der Pfarrer: "Stiehlst du mir nicht meine Äpfel aus meinem Garten?" "Ich kann dich so schlecht verstehen!", entgegnet der Messdiener. Der Pfarrer wiederholt lauter: "Stiehlst du mir nicht meine Äpfel aus meinem Garten?" "Ich verstehe nichts!", kommt es zurück. Der Pfarrer wird zornig und ruft: "Du stiehlst mir doch meine Äpfel aus meinem Garten!" Darauf der Messdiener: "Also, ich hör wirklich nichts. Ich glaube, wir sollten mal die Plätze tauschen!" Gesagt, getan - sie tauschen die Plätze im Beichtstuhl. Der Messdiener fragt: "Bist du nicht mittwochs immer bei meiner Frau, wenn ich beim Schafkopfen bin?" Darauf der Pfarrer: "Du hast recht, hier hört man wirklich nichts!"