Mein Herz bricht, wenn ich vor einem leeren Käfig stehe und mir vorstelle, welches Tier hier einst saß – eines von vielen, das auf sein Happy End wartete, das niemals kam.
Mein Herz bricht, wenn ich einem Hund über das Fell streiche, der in den Augen der Welt so viele „Fehler“ hat – die falsche Rasse, die falsche Größe, die falsche Farbe, das falsche Alter – und der doch nichts anderes will, als ein Freund zu sein.
Mein Herz bricht, wenn ich auf dem kalten Boden eines Zwingers sitze, meine Hand ausstrecke – und das Tier, das dort zitternd kauert, nur einen Schlag erwartet, weil es nichts anderes kennt.
Mein Herz bricht, wenn ich wegfahre, wissend, dass ich nicht alle mitnehmen kann. Und dass selbst wenn ich es könnte – die Käfige würden sich morgen wieder füllen.
Aber bevor ich zurückkehre, sammelt mein Herz seine zerbrochenen Teile wieder ein, fügt sie neu zusammen – gehalten von Entschlossenheit, von purem Willen.
Denn wenn ich eines gelernt habe, dann dies:
Wie oft kann ein Herz brechen?
So oft, wie es nötig ist.
GEDICHT EINES KLEINEN HUNDES
Ich bin derjenige, der immer auf dich wartet.
Dein Auto hat einen ganz besonderen Klang, tief in meine Sinne eingebrannt – unter tausenden erkenne ich es sofort.
Deine Schritte tragen eine Melodie, die nur ich verstehe.
Deine Stimme ist Musik in meinen Ohren.
Deine Freude ist mein größtes Glück!
Dein Duft ist der schönste, den es für mich gibt.
Deine Anwesenheit erweckt all meine Sinne zum Leben.
Wenn du erwachst, erwache auch ich.
Ich betrachte dich, wenn du schläfst – für mich bist du mein Gott, und ich bin glücklich, über deine Träume zu wachen.
Dein Blick ist für mich ein Lichtstrahl.
Deine Hände auf mir tragen die sanfte Ruhe und die reinste Form unendlicher Liebe.
Wenn du gehst, bleibt eine unermessliche Leere zurück.
Und doch warte ich – immer und immer wieder.
Ich bin derjenige, der sein ganzes Leben lang auf dich warten wird –
Heute, morgen und für immer:
Ich bin dein Hund!