Buckelwale mischen sich immer wieder in Jagden von Orcas ein – als würden sie einem inneren Instinkt folgen, andere Tiere zu retten. Es ist eines der unerwartetsten Rätsel der Ozeane: Ein Seehund wird von einem Orca-Schwarms gejagt… doch plötzlich tauchen zwei gewaltige Buckelwale auf, trompeten laut, wirken entschlossen – und scheinen fest entschlossen, die Jagd zu beenden. Zufall? Wohl kaum. In einer Untersuchung von 115 dokumentierten Fällen stellten Wissenschaftler fest, dass Buckelwale in fast 90% der Beobachtungen die Orca-Angriffe tatsächlich unterbrachen. Überraschend dabei: Die meisten geretteten Tiere waren nicht einmal ihrer eigenen Art. Robben. Seelöwen. Grauwal-Kälber. Sogar Mondfische. Die Buckelwale positionierten sich zwischen Jäger und Beute, schützten die Opfer mit ihren riesigen Flossen, hoben sie manchmal sogar aus dem Wasser – und schwammen danach einfach davon. Kein Futter. Keine Belohnung. Kein offensichtlicher Vorteil. Einige Forscher vermuten, dass dieses Verhalten ursprünglich als Schutzinstinkt für den eigenen Nachwuchs entstand – und nun auf jedes Lebewesen in Not angewendet wird. Andere sehen darin Anzeichen für komplexes Sozialverhalten oder sogar Empathie – etwas, das wir erst zu verstehen beginnen. Wie es eine Forscherin ausdrückte: „Es ist fast so, als könnten Buckelwale Mobber einfach nicht ausstehen.“ Berichte gibt es sogar von Tieren, die stundenlang weite Strecken schwammen, nur um einen Orca-Angriff zu beenden – und dann wortlos wieder in der Tiefe zu verschwinden. Instinkt? Emotion? Oder etwas, das wir noch nicht begreifen können? Wir wissen es nicht. Aber in einer Welt, in der Überleben oft Schweigen bedeutet, ist der Widerstand der Buckelwale laut, bewusst – und außergewöhnlich.

Beim Filmfestival in Venedig wurde der italienische Schauspieler Roberto Benigni mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Doch was diesen Moment besonders berührend machte, war nicht nur der Preis – sondern die Worte, die er auf der Bühne an seine Frau, Nicoletta Braschi, richtete: "In diesem Augenblick möchte ich meine Gedanken Nicoletta widmen, die hier unter uns im Saal sitzt. Seit 40 Jahren gehen wir gemeinsam durch das Leben. Ich kenne nur eine Art, Zeit zu messen: mit dir – oder ohne dich. Diesen geflügelten Löwen teilen wir. Ich nehme den Schweif – um dir meine Freude zu zeigen, mit wedelndem Schwanz. Du bekommst den Rest. Vor allem die Flügel – sie gehören dir. Denn wenn ich in meiner Arbeit je geflogen bin, dann nur durch dich. Durch dein Talent, dein Geheimnis, deinen Zauber, deine Schönheit, deine Weiblichkeit. Das Frau-Sein – ein Geheimnis, das wir Männer nie ganz verstehen. Ich konnte nie so sein wie du, Nicoletta. Wenn mir im Leben etwas Schönes oder Gutes gelungen ist, dann immer durch dein Licht. Unsere Liebe war Liebe auf den ersten Blick – oder besser gesagt: Liebe auf den ewigen Blick." Ihre gemeinsame Reise begann 1983 beim Film "Tu mi turbi" (auf Deutsch: "Du bringst mich durcheinander"), bei dem Roberto Regie führte und Nicoletta zum ersten Mal seine Filmpartnerin wurde. Während der Dreharbeiten tauschten sie Bücher aus – ein Vorwand, wie sich später herausstellte. Roberto erfand kurzerhand, ihm fehle ein bestimmtes Buch, von dem er "gehört" hatte, dass Nicoletta es besitze – nur um sie wiedersehen zu können. Was mit einer Ausrede begann, wurde zu einer unzertrennlichen Verbindung. Gemeinsam besuchten sie fast täglich das Kino oder Theater. Schon bald folgte die Hochzeit – und Nicoletta spielte in nahezu all seinen Filmen mit. Ihre Liebe brachte nicht nur ein erfülltes gemeinsames Leben, sondern auch große Werke hervor: "Das Monster", „Der Tiger und der Schnee“ und natürlich das Oscar-prämierte "Das Leben ist schön".

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