Eltern bei den Spielen ihrer Kinder – für viele gilt das als Herzstück guter Elternschaft. Doch für manche ist "dabei sein“ alles andere als einfach.
Torbjörn Svensson zum Beispiel. Er lebt mit dem seltenen Usher-Syndrom, einer Erkrankung, die ihm sowohl das Gehör als auch das Augenlicht genommen hat.
Doch das hält ihn nicht davon ab, für seinen Sohn da zu sein – auf die wohl "klassischste Papa-Art“, die es gibt: Er besucht seine Fußballspiele.
Aber wie bitte kann jemand, der weder sehen noch hören kann, seinem Kind beim Fußballspielen zusehen?
Die Antwort ist berührend: Durch taktile Gebärdensprache.
Ein Dolmetscher sitzt neben ihm und überträgt das Geschehen auf dem Feld über Berührungen und Druckbewegungen in seine Handflächen – so fühlt Svensson gewissermaßen mit, was auf dem Spielfeld passiert.
Im Gegensatz zur üblichen Gebärdensprache, die mit den Augen gelesen wird, ist diese Form fühlbar – und ermöglicht Svensson etwas, das viele für unmöglich halten würden:
Mitten im Spiel zu sein, obwohl er nichts sieht und nichts hört.
Ein stiller Beweis dafür, dass Liebe keine Sinne braucht – nur Präsenz und Herz.