Lohnerhöhung
Ich, der Penis, beantrage hiermit eine Gehaltserhöhung aus folgenden Gründen:
1. Ich arbeite hart körperlich, 2. Ich arbeite in großen Tiefen, 3. Ich stürze mich, Kopf über zuerst, in meine Arbeit, 4. Ich habe Wochenenden und Feiertags nicht frei, 5. Ich arbeite in einer feuchten Umgebung, 6. Überstunden werden nicht bezahlt, 7. Ich arbeite an einem dunklen Arbeitsplatz, der kaum belüftet wird, 8. Ich arbeite bei hohen Temperaturen, 9. Meine Arbeit setzt mich der Ansteckungs-
-gefahr von Krankheiten aus.
Lieber Penis, nach der sorgfältigen Prüfung Ihres Antrages, ist die Kommission zu dem Entschluss gekommen, selbigen aus folgenden Gründen abzulehnen: 1. Sie arbeiten keine 8 Stunden durch, 2. Sie schlafen nach kurzer Arbeitszeit ein, 3. Sie folgen nicht immer den Anweisun-
-gen des Managements, 4. Sie arbeiten nicht immer dort wo sie angewiesen werden, sondern halten sich öfter in anderen Gegenden auf, 5. Sie ergreifen nicht die Initiative, sondern müssen unter Druck gesetzt und freundlich behandelt werden, bevor Sie überhaupt anfangen zu arbeiten, 6. Sie hinterlassen ihren Arbeitsplatz ziemlich dreckig, 7. Sie halten sich nicht immer an die Sicherheitsanweisungen, z.B. das Tragen von Schutzkleidung, 8. Sie gehen lange vor 65 in Rente, 9. Sie verlassen manchmal den Ihnen zugewiesenen Arbeitsplatz, ohne die Arbeit beendet zu haben, 10. Und als ob das noch nicht genug wäre, haben wir Sie auch noch ständig den Arbeitsplatz verlassen sehen, in Begleitung von zwei sehr verdächtig aussehenden Säcken.
Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen Das Management.
Wie wir gerade erfahren haben, ist heute in der chinesischen Provinz
Guangdong 9:15 Ortszeit ein Sack Reis umgefallen. Die Ursache ist bislang völlig unklar.
Die Finanzmärkte reagierten auf dieses Ereignis mit Bestürzung. Der Hang Seng hat mittlerweile 1,5 % abgegeben, auch die anderen asiatischen Börsen notieren im Minus.
Der Hersteller des Reissackes erklärte, daß es absolut unmöglich ist, daß ein Sack Reis von allein umfällt, da die Konstruktion 100%ig kippsicher sei.
Daher vermutet der chinesische
Landwirtschaftsminister Kuuh Dung Agenten des japanischen Geheimdienstes hinter der Aktion, um die chinesische Landwirtschaft zu schwächen. Japans Ministerpräsident Koizumi hat soeben diese Vorwürfe mit aller Schärfe zurück-
-gewiesen und China vor einer Eskalation gewarnt.
Historiker sind sich noch nicht klar in der Bewertung dieses Ereignisses. Sie streiten noch darüber, ob es in der chinesischen Geschichte jemals einen solch einschneidenden Moment gegeben hat.
Landwirtschaftsexperten sind sich einig, daß das Ganze nicht passiert wäre, hätte es in diesem Jahr eine Mißernte gegeben.
Leider liegen uns zur Zeit noch keine Bilder aus der Krisenregion vor.
Wir werden Sie an dieser Stelle umgehend informieren, sobald neue Nachrichten zu diesem Thema eingehen.