Gestern Abend, als ich darauf wartete, an Bord unseres Flugzeugs zu gehen, war meine Tochter wie immer neugierig und wollte jeden kennenlernen und begrüßen, den sie konnte, bis sie zu diesem Mann ging.
Er streckte ihr die Hand entgegen und fragte, ob sie neben ihm sitzen möchte. Er holte sein Tablet heraus und zeigte ihr, wie man darauf zeichnet. Sie schauten zusammen Zeichentrickfilme, und sie bot ihm Snacks an. Das war kein kurzes Gespräch, sondern 45 Minuten lang. Als ich sie in diesem Moment beobachtete, konnte ich nicht aufhören zu denken: verschiedene Geschlechter, verschiedene Rassen, verschiedene Generationen – und beste Freunde.
Das ist die Welt, die ich mir für sie wünsche.
Liebe Autofahrerinnen und Autofahrer – besonders jene, die mit Pferdetransporten nicht vertraut sind:
Wenn ihr auf der Straße einen Anhänger mit Pferden seht, dann denkt bitte daran: Der große Abstand, den wir zum Vordermann lassen, ist kein Zeichen von "langsam fahren", sondern pure Notwendigkeit. Nur so können wir rechtzeitig und sanft bremsen.
Im Anhänger stehen Tiere, die jede Kurve und jedes Abbremsen mit ihrem ganzen Körper ausgleichen müssen. Ein ruckartiger Stopp oder eine scharfe Kurve kann sie schwer verletzen – im schlimmsten Fall kippt der ganze Anhänger um.
Das Foto zeigt es deutlich: Eine Stute steht eng gedrängt, ihr Fohlen direkt unter ihr. Sie versucht, so ruhig wie möglich zu bleiben, um ihr Junges zu schützen. Aber sicher ist sie nur dann, wenn wir am Steuer vorausschauend fahren dürfen.
Darum meine Bitte: Habt Geduld, haltet Abstand und gebt uns Raum. Die meisten meinen es nicht böse – sie wissen einfach nicht, wie heikel jede Fahrt für die Tiere ist.