Joerg Kuebelsbeck ist im Oktober 2021 nach einem Abend im Festzelt auf dem Heimweg vom Oktoberfest, als er kurz vor dem U-Bahnhof Schwanthalerhöhe eine Frau am Boden liegen sieht. Nun ist ein solcher Anblick im Umfeld der Wiesn, die Kritiker gerne als "größtes Besäufnis der Welt" bezeichnen, kein seltener Anblick. Und das ist wohl auch der Grund, weshalb die vorbeiströmenden Menschen die darniederliegende Frau ignorieren nicht ahnend, dass sie gerade um ihr Leben ringt.
Nicht so jedoch Joerg Kuebelsbeck. "Ich bin zu ihr hingegangen und habe gehört, wie sie geröchelt hat", erzählt der heute 48-Jährige. "Da war mir klar, dass sie nicht betrunken ist, sondern etwas Ernstes hat." Kuebelsbeck reagiert daraufhin sofort: Er bringt die Frau in Seitenlage, überstreckt ihren Kopf und entdeckt dabei, "dass ihre Zunge nach innen geschlagen war".
Charlie Chaplin finanzierte seinen Film "Der große Diktator" aus dem Jahr 1940 tatsächlich selbst. Der Film war eine satirische Komödie, die Adolf Hitler und das Nazi-Regime zu einer Zeit kritisierte, als derartige Kritik höchst umstritten war. Viele Hollywood-Studios zögerten, den Film zu unterstützen, weil sie sich um ihre finanziellen Verbindungen zu Deutschland und die möglichen negativen Reaktionen auf Kritik an der Nazi-Regierung sorgten, die damals noch eine bedeutende internationale Macht war.
Trotz der fehlenden Unterstützung durch die Studios war Chaplin entschlossen, den Film zu drehen, da er davon überzeugt war, dass es wichtig war, seine Plattform zu nutzen, um sich gegen den Faschismus auszusprechen. "Der große Diktator" wurde zu einem von Chaplins meistgefeierten Werken. Es war sein erster echter Tonfilm und gilt als Meilenstein sowohl der Filmgeschichte als auch der politischen Satire. Der Film war nicht nur ein kommerzieller Erfolg, sondern erhielt auch viel Lob von den Kritikern und wurde für mehrere Oscars nominiert.