"Inzwischen hat sich die Klimabewegung in mehrere Strömungen aufgeteilt, einige davon haben sich radikalisiert. Gewaltanwendung, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch werden in diesen Kreisen als legitime und notwendige Mittel angesehen, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Der Klimaaktivist Tadzio Müller spricht davon, dass Teile der Bewegung zu einer „grünen RAF" werden, der international einflussreiche schwedische Aktivist Andreas Malm denkt offen über „intelligente Sabotageakte" auf fossile Infrastrukturen nach. Und so mutiert Stück für Stück der sinnvolle Gedanke, unseren Planeten zu schützen, zu einer radikalen Weltanschauung, die um jeden beliebigen Preis die Welt komplett umbauen möchte. Den Menschen, sein Verhalten, die Gesellschaftsordnung, das Wertesystem. Einfach alles."
Aus "Lichtblick statt Blackout"
Eine schwedische Aktivistin erklärt bei Anne Will die Deutschen zu einem der schlimmsten Klimasünder und das deutsche Bildungsbürgertum lässt masochistisch diese Vorwürfe über sich ergehen.
Was aber sagen die Zahlen?
2021 betrugen Deutschlands CO2-Emissionen ca. 665 Millionen Tonnen, Chinas lagen bei 12,5
Milliarden Tonnen.
Während wir unseren CO2-Ausstoß seit 1990 um 35% gesenkt haben, haben Indien und China ihre Emissionen vervierfacht und verfünffacht.
Was die CO2-Effizienz angeht (also die CO2 Emission pro 1000$ erzeugter Wirtschaftsleistung) steht Deutschland mit 0,14 Tonnen pro 1000$ BIP noch besser da. Zum Vergleich: USA (0,23 t), Südkorea (0,27 t), Australien (0,29 t), Russland (0,48 t) China (0,50 t)
Angesichts dieser Zahlen ist es also völlig absurd zu behaupten, wir wären einer der schlimmsten Klimasünder.
Das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen hat einen Bildungsauftrag. Und dieser Auftrag besteht nicht darin, Woche für Woche irgendwelche Leute einzuladen, die gezielt Emotionen schüren, Ängste verbreiten und ihre eigenen Befindlichkeiten mit wissenschaftlichen Fakten verwechseln.