Ein Gorilla, der seinen Retter 35 Jahre lang nicht gesehen hatte, soll ihn sofort wiedererkannt haben.
David gehörte einst zu einem Rettungsteam im Kongo, das Gorillas aus den Händen von Wilderern befreite. Unter ihnen war ein kleines Gorilla-Baby, schwach, verängstigt und völlig verloren.
Als David sich ihm näherte, klammerte sich das Jungtier an sein Bein und wollte nicht mehr loslassen. David fütterte es mit einer Flasche, nahm es auf den Arm und hielt es wie ein Baby, das gerade alles verloren hatte.
Später kam der kleine Gorilla in ein Schutzgebiet. David besuchte ihn, so oft er konnte. Doch seine Arbeit gegen Wilderei führte ihn in andere Regionen, und irgendwann vergingen Jahre.
Als David nach 35 Jahren zurückkehrte, glaubte er nicht, dass der Gorilla ihn noch erkennen würde.
Doch kaum sah das Tier ihn, lief es auf ihn zu. Einige Menschen dachten zuerst, es sei ein Angriff. Aber David wusste sofort: Das war keine Wut.
Es war Erinnerung.
Der Gorilla erreichte ihn, legte seine riesigen Arme um ihn und zog ihn an sich – fast so, wie David ihn damals als Baby gehalten hatte.
Nach all den Jahren sah der Gorilla keinen Fremden vor sich.
Er sah den ersten Menschen, bei dem er sich jemals sicher gefühlt hatte.
Der alte Kater hat sich den ganzen Tag geputzt und verlässt in der Dämmerung das Haus. Der junge Kater rennt ihm hinterher und will wissen, wohin er denn gehen wolle. „Ich gehe bumsen, drüben beim Bauern Huber, dort gibt es Katzen." „Nimmst du mich mit?", fragt der junge Kater. „Gut, komm mit. Irgendwann musst du das ja auch lernen", gibt sich der Alte überlegen. Leise schleichen sie zu dem Gehöft, fast auf dem Bauch kriechen sie zu der Scheune. Der Hofhund, ein aufmerksames Tier, entdeckt die beiden und mit lautem Gebell jagt er sie um die Scheune herum. Einmal, zweimal und nach der dritten Umkreisung japst der junge Kater dem Alten zu: „Einmal bumse ich noch mit, aber dann gehe ich wieder nach Hause."