Bei einem Kongress für Mikrochirurgie treffen sich ein amerikanischer, ein japanischer und ein deutscher Arzt. Nach dem formellen Teil sehen sich die drei in der Hotelbar wieder und beginnen sich nach einigen Drinks ihre größten Meisterstücke zu erzählen:
"In einer Autofabrik war ein Arbeiter in die Blechpresse geraten", prahlt der amerikanische Arzt. "Alles, was von ihm übrig blieb, war sein kleiner Finger. Also nahm ich den Finger, konstruierte eine neue Hand, einen neuen Arm, Rumpf, Kopf, Beine und so weiter. Der Arbeiter, der dabei raus kam, war so leistungsfähig, dass er 50 Kollegen arbeitslos machte."
"Ist ja gar nichts", konterte der Japaner, "vorigen Monat bei einem Unfall in einem Kernkraftwerk verunglückte ein junger Mann. Das einzige, was wir noch finden konnten, war ein Haar. Also nahm ich das Haar, konstruierte einen neuen Kopf, ein neues Gehirn und einen kompletten Körper. Jetzt ist der junge Mann so effizient, dass er 500 andere arbeitslos gemacht hat."
"Das nennt ihr Leistung?" ereiferte sich der deutsche Chirurg. "Unlängst ging ich über die Straße und roch einen Furz. Ich packte den Furz ein, brachte ihn in meine Praxis. Dort wickelte ich einen Hintern darum und konstruierte einen kompletten Körper mitsamt Kopf und Gehirn. Der Mann ist jetzt unser Bundeskanzler und er ist so fähig, dass er fast fünf Millionen arbeitslos gemacht hat."
Managerseminar - Es treffen sich 50 interna-
tionale Teilnehmer zu einem Allgemeinwissen-
Test.
"Der Modus ist einfach", erklärt der Seminar-
leiter, "ich nenne ein Zitat, Sie sagen mir, wer es wo und wann gesagt hat. Fangen wir gleich an: 'Vom Eise befreit sind Strom und Bäche ...' "
Im Saal herrscht eisiges Schweigen, bis sich ein Japaner meldet: "Johann Wolfgang von Goethe, Faust, Osterspaziergang, 1806."
Die Teilnehmer murmeln anerkennend, der Seminarleiter nennt das nächste Zitat: "Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein prangen ..."
Wie aus der Pistole geschossen kommt vom Japaner: "Matthias Claudius, Abendlied, 1782."
Die anderen Teilnehmer sehen betreten zu Boden als der Seminarleiter wieder loslegt: "Festgemauert in der Erden ..."
"Schiller", strahlt der Japaner, "das Lied von der Glocke, 1799."
Die Manager sehen sich blamiert. In der ersten Reihe murmelt einer der Teilnehmer: "Scheiß-Japaner!"
Wieder ertönt die Stimme von ganz hinten: "Max Grundig, CeBit, 1982!"