Ich fasse das dann noch einmal kurz zusammen, wenn Sie erlauben. Sie sagen also - und das ist ja nun durchaus interessant - dass Sie einerseits mit Ihrer Laterne gehen, aber, frei nach dem 3. Newtonschen Gesetz, auch Ihre Laterne mit Ihnen geht. Es herrscht also so eine Art Symbiose zwischen Ihnen und Ihrer Laterne, richtig?
Außerdem - und da wird es ja nun schon fast philosophisch - bemerken Sie, dass hoch oben, also am Firmament, die Sterne leuchten, kontrastieren aber direkt im Anschluss, dass hier unten, also auf der Erde, "wir" es sind, die leuchten. Ich nehme an, mit "wir" meinen Sie sich und Ihre Laterne, habe ich Sie da richtig verstanden?
Im Dezember 2014 in Truro, England, veränderte ein einziger Moment das Leben von Andreas Christopheros für immer. Als der 48-Jährige an einem ruhigen Nachmittag die Tür öffnete, stand dort ein Fremder, der ihm sofort Schwefelsäure ins Gesicht schüttete. Die Säure ließ seine Kleidung sofort zerfallen und seine Haut schmolz. Während seiner eigenen Schreie hörte er den Angreifer noch murmeln: "Das ist für dich, Kumpel."
Die schreckliche Wahrheit: Es handelte sich um eine verhängnisvolle Verwechslung. Der Anschlag galt nicht ihm, sondern einem Mann, der im falschen Haus vermutet wurde.
Obwohl die Ärzte bezweifelten, dass Christopheros die Nacht überleben würde, kämpfte er sich durch. Chirurgen rekonstruierten 90 % seines Gesichts mit Hauttransplantationen von seinen Beinen, seinem Nacken und seiner Kopfhaut. Trotz unvorstellbarer Schmerzen und mehrfacher Verluste seiner Augenlider weigerte sich Christopheros, sich zum Opfer machen zu lassen. Er trägt zwar lebenslange Narben, doch er entscheidet sich jeden Tag aufs Neue, dass der Hass eines anderen Menschen ihn nicht zum Schweigen bringen oder brechen wird. Seine Geschichte ist ein starkes Zeugnis von Mut und menschlicher Widerstandskraft.