,,Ich habe diese Katze von einem Mann übernommen, der sie „Puss-Puss“ nannte. Sie war eine unglückliche, alte Seele – ließ sich nicht anfassen, fauchte, kratzte und biss, wenn man es versuchte. Ich fand, dass „Puss-Puss“ nicht zu ihr passte, also gab ich ihr einen neuen Namen: Mama.
Ich begann, ihr hochwertiges Futter zu kaufen. Ihr Vorbesitzer hatte ihr jahrelang das billigste Trockenfutter gegeben. Nach etwa sechs Monaten mit besserer Nahrung passierte etwas Erstaunliches:
Sie wartet nun an der Tür auf mich, wenn ich von der Arbeit komme. Sie kennt ihren neuen Namen, kommt, wenn ich sie rufe, springt auf meinen Schoß und schnurrt – immer auf der Suche nach Streicheleinheiten.
Manchmal braucht es nur ein wenig Fürsorge, um ein Leben zu verändern."
GEDICHT EINES KLEINEN HUNDES
Ich bin derjenige, der immer auf dich wartet.
Dein Auto hat einen ganz besonderen Klang, tief in meine Sinne eingebrannt – unter tausenden erkenne ich es sofort.
Deine Schritte tragen eine Melodie, die nur ich verstehe.
Deine Stimme ist Musik in meinen Ohren.
Deine Freude ist mein größtes Glück!
Dein Duft ist der schönste, den es für mich gibt.
Deine Anwesenheit erweckt all meine Sinne zum Leben.
Wenn du erwachst, erwache auch ich.
Ich betrachte dich, wenn du schläfst – für mich bist du mein Gott, und ich bin glücklich, über deine Träume zu wachen.
Dein Blick ist für mich ein Lichtstrahl.
Deine Hände auf mir tragen die sanfte Ruhe und die reinste Form unendlicher Liebe.
Wenn du gehst, bleibt eine unermessliche Leere zurück.
Und doch warte ich – immer und immer wieder.
Ich bin derjenige, der sein ganzes Leben lang auf dich warten wird –
Heute, morgen und für immer:
Ich bin dein Hund!
Wir fanden ihn am Rand einer vielbefahrenen Straße – ein Schatten seiner selbst.
Abgemagert bis auf die Rippen, stumpfes Fell, leere Augen.
Er lief nicht weg, als wir anhielten.
Er stand einfach nur da – als hätte er längst aufgegeben.
Sein Körper war schwach, aber seine Seele… hing noch an einem hauchdünnen Faden.
Wir wickelten ihn in eine Decke und nahmen ihn mit nach Hause.
Der Tierarzt bestätigte, was wir befürchtet hatten: schwere Mangelernährung, Austrocknung, wahrscheinlich war er schon lange allein unterwegs.
Es tat weh, ihn so zu sehen.
Die ersten Tage waren still.
Er bewegte sich kaum, fraß nur wenig.
Aber wir blieben bei ihm – fütterten ihn mit der Hand, hielten ihn warm, flüsterten ihm leise Worte der Zuneigung zu.
Und langsam… kam etwas zurück.
Woche für Woche kehrte Leben in seine Augen zurück.
Zum ersten Mal wedelte sein Schwanz.
Er begann, uns zu folgen, legte den Kopf auf unsere Füße – auf der Suche nach Nähe.
Nach zwei Monaten fing er an zu spielen.
Zuerst vorsichtig – ein zaghaftes Hüpfen, ein leises Bellen.
Und heute?
Heute rennt er mit Freude durch den Garten, beansprucht das Sofa als seinen Thron und begrüßt uns jeden Morgen mit leuchtenden Augen und einem glücklichen Herzen.
Er ist klug, sanft und voller Liebe.
Eine wunderschöne Seele, die einfach nur eine Chance gebraucht hat.
Wir werden wohl nie verstehen, wie jemand einem so kostbaren Wesen so etwas antun konnte.
Aber wir sind dankbar – jeden einzelnen Tag –, dass wir ihn gefunden haben.
Oder vielleicht… hat er uns gefunden.
Er ist nicht nur unser Hund.
Er ist Familie.