Brief eines Mannes an seine Frau in Kur
Alles in Ordnung, liebe Gerda!
Herzlichen Dank für Deinen lieben Brief. Du brauchst Dir wirklich keine Sorgen um mich zu machen. Es ist alles in Ordnung. Das Essen koche ich selbst, und ich staune täglich mehr, wie gut es doch klappt.
Mittlerweile kann ich es essen ohne dass mir anschließend im
Krankenhaus der Magen ausgepumpt werden muss.
Da es oft schnell gehen muß, habe ich mir gestern Bratkartoffeln gemacht. Müssen die Kartoffeln eigentlich
geschält werden? Zwischendurch war ich Brötchen holen. Nach meiner Rückkehr war die Emaille in der
Pfanne geschmolzen. Ich habe nie geglaubt, daß sie so wenig aushält. Der Rauch in der Küche ist schon wieder abgezogen, aber die Katze ist schwarz wie ein Rabe und hustet. Seither ergreift sie panikartig die Flucht, wenn ich nur den Herd
anschalte oder mit den Pfannen
klappere. Da ich wenigstens einmal am Tag was warmes zu Essen brauche, wie du ja weißt, läßt sich Katze
mittlerweile gar nicht mehr blicken!
Sag mal, wie lange muß man
eigentlich Eier kochen? Ich habe sie zwei Stunden gekocht, aber sie waren nicht weich zu kriegen. Schreib mir doch mal, ob man angebrannte Milch noch verwenden kann.
Soll ich sie aufheben, bist Du wieder kommst?
Hatte leichte Probleme mit dem
Gulasch, habe mir eine Dose
warmgemacht. Doch leider ist sie in der Mikrowelle explodiert. Die Tür der Mikrowelle wurde durch’s Fenster geschleudert und unser schönes Gewächshaus ist leider kaputt ….. das Fenster auch. Da es geschlossen war (Muss ich immer, wenn ich koche, sonst rückt wieder die Feuerwehr aus) wurde es mit dem Rahmen
komplett raus gerissen, die Druckwelle war gewaltig.
Die Dose dagegen ging ab wie ein Zäpfchen, senkrecht nach oben,
durchschlug die Decke und traf die kleine 13jährige Tochter von Herrn Bauer, der über uns wohnt, genau zwischen die Beine. Sie war gerade beim Klavierspielen, ihr is’ nix passiert, aber dem Klavierlehrer hat’s 4 Finger abgerissen!
Hast Du auch schon mal gehabt, daß Dir schmutziges Geschirr
verschimmelt ist? Wie ist das nur in so kurzer Zeit möglich? Du bist doch kaum vier Wochen fort. Hinter der Spüle lebt alles, da kannste
“UNIVERSUM” drehen. Wo kommt dieses Krabbelgetier her? Hast du da etwas deponiert? Habe mich dann doch endlich dazu hinreißen lassen und das Geschirr gespült.
Bitte schimpf nicht mein Schatz, aber das gute Porzellan von Oma is hin. Hätte nicht gedacht, sah doch so stabil aus, war wohl ein bißchen viel, 1000 Umdrehungen der
Waschmaschine.
Die ist übrigens auch hinüber, das große Schlachtermesser hat beim Schleudern leider die Trommel ein wenig beschädigt…… und steckt jetzt in der Wand, das Messer, nicht die Trommel. Denn die hat die 300er Ziegelwand durchschlagen und liegt irgendwo draußen sinnlos herum!
Beim Essen habe ich leider den
Wohnzimmerteppich eingesaut, mit Tomatensoße. Du sagtest mir immer, das Tomatensoße nicht mehr rausgeht. Da hast du dich geirrt, mein Liebling, die ging wunderbar raus, die Haare des Teppichs auch. Ich hätte doch wohl keine Nitroverdünnung nehmen dürfen!
Den Kühlschrank habe ich auch
abtauen müssen. Du bist da immer so ungeschickt, das Eis geht
wunderbar ab mit einer Maurerkelle. Nur komischer weise heizt er jetzt, komisch. Auf jeden Fall ist das Fleisch gut durch. Joghurt, Sekt und
Mineralwasser auch, alles explodiert.
Mein Liebling! Am Donnerstag habe ich vergessen, die Wohnung
abzuschließen. Es muß jemand
dagewesen sein, denn es fehlen einige Wertgegenstände, aber Geld allein macht ja nicht glücklich, wie Du immer sagst. Der Kleiderschrank ist auch leer, aber es kann ja nicht viel drin gewesen sein, denn Du hast Dich ja immer beklagt, daß Du nichts zum Anziehen hast.
Als ich gestern abend die Kaninchen füttern wollte, ist mir die Kerze
umgefallen. Naja, das Kaninchen ist jetzt ohne Haare. Schaut irgendwie witzig aus!
Damit will ich schließen, morgen mehr. Ich hoffe, daß Du Deine Kur in
sorgloser Ruhe und Freude genießt.
Viele herzliche Grüße
von Deinem Erwin!
PS: Deine Mutter hat als sie von dem Unglück erfahren hat der Schlag
getroffen. Die Beerdigung war gestern, habe es dir nicht gesagt um dich nicht unnötig zu beunruhigen.
Du bist ja auf Kur und sollst dich erholen....!!!!!
Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen.
Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer
Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben.
Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin.
Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre
Mitschüler über den Einzelnen
aufgeschrieben hatten. Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste.
Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. „Wirklich?“, hörte man flüstern. „Ich wusste gar nicht, dass ich
irgendjemandem was bedeute!“ und „Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen“, waren die Kommentare.
Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus.
Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.
Einige Jahre später war einer der Schüler gestorben und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre.
Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr:
„Waren Sie Marks Mathelehrerin?“
Sie nickte.
Dann sagte er: „Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen.“
Nach dem Begräbnis waren die
meisten von Marks früheren
Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen.
„Wir wollen Ihnen etwas zeigen“, sagte der Vater und zog eine
Geldbörse aus seiner Tasche.
„Das wurde gefunden, als Mark
verunglückt ist. Wir dachten, Sie
würden es erkennen.“
Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinander gefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne
hinzusehen, dass dies eines der
Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten.
„Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben“, sagte Marks Mutter. „Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt.“
Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin.
Charlie lächelte und sagte: „Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem
Schreibtisch.“
Die Frau von Heinz sagte: „Heinz bat mich, die Liste in unser
Hochzeitsalbum zu kleben.“
„Ich habe meine auch noch“, sagte Monika. „Sie ist in meinem Tagebuch.“
Dann griff Irene, eine andere
Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und
ausgefranste Liste den anderen. „Ich trage sie immer bei mir.“ sagte sie und meinte dann: „Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt.“
Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen
würden.
Im Zusammenleben mit unseren
Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind.
Ein Professor an einer deutschen Universität startete ein neues
Semester, indem er einen 50 Euro Schein hoch hielt. In der Vorlesung saßen rund zweihundert Leute.
Er schaut in die Runde und fragte: „Wer möchte diesen Schein haben?“ Alle Hände gingen hoch. Natürlich!
Dann zerknitterte er den Schein und fragte: „Möchte ihn immer noch
jemand haben?“ Die Hände gingen wieder alle nach oben. Der Professor warf den Schein auf den Boden,
trampelte darauf herum und rieb seine Schuhsohlen an dem Schein ab.
Als er den Schein aufhob, war er völlig zerknittert, schmutzig und sah völlig zerschrammt aus. Der Professor
fragte: „Nun, wer möchte den 50 Euro Schein jetzt noch haben?“ Auch
dieses mal gingen alle Arme in die Luft.
Schliesslich sagte der Professor: „Was auch immer mit dem Geld
geschah, Ihr wolltet es haben, weil es nie an seinem Wert verloren hat. Es sind immer noch 50 Euro. Der Wert ist nach wie vor der selbe.
Es passiert in unserem Leben, dass wir abgestossen werden – wir werden auf den Boden geworfen, Menschen trampeln auf uns herum, wir werden zerknittert und in den Dreck geworfen. Dann fühlen wir uns, als wären wir wertlos. Aber egal was passiert ist oder was passieren wird: DU wirst niemals den Wert verlieren.
Schmutzig oder sauber, zerknittert oder fein gebügelt, der Wert unseres Lebens wird nicht durch das bewertet, was wir tun oder wen wir kennen, sondern dadurch, wer DU bist. DU bist was besonderes, DU bist
wertvoll!! Vergiss das niemals!“
Eine Blondine geht in die Bank. Dort fragt sie nach einem Darlehensberater. Ihm erzählt sie, dass sie für zwei
Wochen geschäftlich nach Peking müsse und sie bräuchte dafür 5.000 Euro.
Der Berater sagt, dass die Bank für die 5.000 Euro etwas bräuchte als Sicherheit, also übergibt sie ihm den neuen Mercedes, der beim
Bankparkplatz steht.
Der teure Mercedes ist natürlich eine große Kreditsicherheit für die Bank. In der Mittagspause lachen alle
Bankbeamten über die Dummheit der jungen Frau, einen 50.0000 Euro teuren Mercedes für 5000 Euro
einzutauschen. Wer sich so ein Auto leisten kann hat ja schließlich genug Geld, einen Trip nach Peking bezahlen zu können. Der Mercedes wird in die Bankgarage gefahren.
Zwei Wochen später kommt die Frau wieder und bezahlt die 5.000 Euro plus 15,32 Euro Zinsen zurück.
Nun ist der Darlehensberater aber doch neugierig. Er fragt:
"Junge Frau, das war ein tolles
Geschäft, aber wir haben
herausgefunden, das sie Millionärin sind, als sie weg waren! Also warum haben sie es nötig sich 5000 Euro zu leihen?
Die Frau antwortet daraufhin
gelangweilt: "Wo in Berlin kann ich mein Auto sonst für 15.32 - 2 Wochen parken"
Eine Frau geht in die Bank. Dort fragt sie nach einem Darlehensberater. Ihm erzählt sie, dass sie für zwei
Wochen geschäftlich nach Peking müsse und sie bräuchte dafür 5.000 Euro.
Der Berater sagt, dass die Bank für die 5.000 Euro etwas bräuchte als Sicherheit, also übergibt sie ihm den neuen Mercedes, der beim
Bankparkplatz steht.
Der teure Mercedes ist natürlich eine große Kreditsicherheit für die Bank. In der Mittagspause lachen alle
Bankbeamten über die Dummheit der jungen Frau, einen 50.0000 Euro teuren Mercedes für 5000 Euro
einzutauschen. Wer sich so ein Auto leisten kann hat ja schließlich genug Geld, einen Trip nach Peking bezahlen zu können. Der Mercedes wird in die Bankgarage gefahren.
Zwei Wochen später kommt die Frau wieder und bezahlt die 5.000 Euro plus 15,32 Euro Zinsen zurück.
Nun ist der Darlehensberater aber doch neugierig. Er fragt:
"Junge Frau, das war ein tolles
Geschäft, aber wir haben
herausgefunden, das sie Millionärin sind, als sie weg waren! Also warum haben sie es nötig sich 5000 Euro zu leihen?
Die Frau antwortet daraufhin
gelangweilt: "Wo in Berlin kann ich mein Auto sonst für 15.32 - 2 Wochen parken"
Brief eines Strohwitwers an seine Frau!
Liebe Gerda!
Herzlichen Dank für Deinen lieben Brief. Alles in Ordnung. Du brauchst Dir wirklich keine Sorgen um mich zu machen. Es ist alles in Ordnung. Das Essen koche ich selbst und ich staune täglich mehr, wie gut es doch klappt. Mittlerweile kann ich es essen ohne dass mir im Krankenhaus der Magen ausgepumpt werden muss.
Da es oft schnell gehen muss (wie beim Sex), habe ich mir gestern
Bratkartoffeln gemacht. Müssen die Kartoffeln eigentlich geschält werden?
Zwischendurch war ich Bier....äh.....
Brötchen holen.
Nach meiner Rückkehr war die Emaille in der Pfanne geschmolzen. Ich habe nie geglaubt, dass sie so wenig
widerstandsfähig ist. Der Rauch in der Küche ist schon wieder
abgezogen, aber die Katze ist schwarz wie ein Rabe und hustet.
Seither ergreift sie panikartig die Flucht, wenn ich nur den Herd
anschalte oder mit den Pfannen
klappere. Da ich wenigstens einmal am Tag was Warmes zu Essen brauche, wie Du ja weißt lässt sich die Katze
mittlerweile gar nicht mehr blicken!
Sag mal, wie lange muss man
eigentlich Eier kochen? Ich habe sie zwei Stunden gekocht, aber sie waren nicht weich zu kriegen. Schreib mir doch mal, ob man angebrannte Milch noch verwenden kann.
Soll ich sie aufheben, bist Du
wiederkommst?
Hatte leichte Probleme mit dem
Gulasch, habe mir eine Dose warm gemacht. Doch leider ist sie in der Mikrowelle explodiert. Die Tür der Mikrowelle wurde durchs Fenster geschleudert und unser schönes Gewächshaus ist leider kaputt.....das Fenster auch. Da es geschlossen war (Muss ich immer, wenn ich koche, sonst rückt wieder die Feuerwehr aus) wurde es mit dem Rahmen
komplett rausgerissen, die Druckwelle war gewaltig. Die Dose dagegen ging ab wie ein Zäpfchen, senkrecht nach oben, durchschlug die Decke und traf die kleine 13jährige Tochter von Herrn Bauer, der über uns wohnt genau zwischen die Beine. Sie war gerade beim Klavierspielen, ihr ist nix passiert, aber dem Klavierlehrer hat's 4 Finger abgerissen!
Hast Du auch schon mal gehabt, dass Dir schmutziges Geschirr
verschimmelt ist? Wie ist das nur in so kurzer Zeit möglich? Du bist doch kaum vier Wochen fort. Hinter dem Spülstein lebt alles, da kannste "BREHMS TIERLEBEN" drehen. Wo kommt dieses Krabbelgetier her? Hast Du die da etwas deponiert?
Habe mich dann doch endlich dazu hinreißen lassen und das Geschirr gespült. Bitte schimpf nicht mein Schatz, aber das gute Porzellan von Oma ist hin. Hätte nicht gedacht, sah doch so stabil aus, war wohl ein bisken ville, 1000 Umdrehungen der Waschmaschine. Die ist übrigens auch hinüber, das große
Schlachtermesser hat beim
Schleudern leider die Trommel ein wenig beschädigt......und steckt jetzt in der Wand, das Messer, nicht die Trommel. Denn die hat die 300er
Ziegelwand durchschlagen und liegt irgendwo draußen sinnlos herum!
Beim Essen habe ich leider den
Wohnzimmerteppich eingesaut, mit Tomatensoße. Du sagtest mir immer, dass Tomatensoße nicht mehr
rausgeht. Da hast du dich geirrt, mein Liebling, die ging wunderbar raus, die Haare des Teppichs auch. Ich hätte doch wohl keine
Nitroverdünnung nehmen dürfen!
Den Kühlschrank habe ich auch
abtauen müssen. Du bist da immer so ungeschickt, das Eis geht
wunderbar ab mit einer Maurerkelle. Nur komischerweise heizt er jetzt, komisch. Auf jeden Fall ist das Fleisch gut durch. Joghurt, Sekt und
Mineralwasser auch, alles explodiert!
Mein Liebling! Am Donnerstag habe ich vergessen, die Wohnung
abzuschließen. Es muss jemand
dagewesen sein, denn es fehlen einige Wertgegenstände, aber Geld allein macht ja nicht glücklich, wie Du immer sagst. Der Kleiderschrank ist auch leer, aber es kann ja nicht viel drin gewesen sein, denn Du hast Dich ja immer beklagt, dass Du nichts zum Anziehen hast.
Als ich gestern Abend die Kaninchen füttern wollte, ist mir die Kerze
umgefallen. Im Nu stand alles in
Flammen. Ich hatte Mühe, die
Futternäpfe zu retten. Die Häschen sind alle schön braun gebraten. Wir
wollten sie ja sowieso schlachten. Hoffentlich halten sie sich, bis Du zurückkommst!
Tja, wie Du Dir vorstellen kannst sah danach die Wohnung nicht mehr so aus wie du sie in Erinnerung hast. Ich musste alle Zimmer neu
tapezieren, war 'ne Sauarbeit
zwischen den Tapetenbahnen einen Reißverschluss einnähen. Da ich aber nicht soviel Reißverschlüsse hatte, besser gesagt Du nicht in
deinem Nähkästchen habe ich sie kurzerhand angenagelt.....die Tapeten, nicht die Reißverschlüsse!
Ach so, die Nähmaschine ist auch Schrott. Ich hätte die Tapeten wohl doch lieber erst nach dem Annähen der Reißverschlüsse einkleistern sollen. Beim Tapezieren ist mir leider die Leiter umgefallen und hat das 4000-Liter Aquarium zertrümmert. Dadurch ist die Wohnung unter uns, die wir erst neu renoviert haben
komplett abgesoffen.
Jeder Depp weiß, dass Wasser dem Elektro-Strom nicht wohl tut. Bei den Wasserspielen entstand leider ein Kurzschluss, tragischerweise stand unser schönes Haus schon wieder in Flammen. Beim Löschen soff die Parterrewohnung vollkommen ab, der Keller ebenfalls. Dort stand das Wasser schon über einen Meter hoch. Da die Sicherungskästen alle
ausnahmslos im Keller sind,
Kurzschluss, Bude brannte wieder lichterloh!
Die Feuerwehr meint, dass sich
löschen nicht mehr lohnt und lies die Bude komplett abfackeln. Leider hatten die den Gasanschluss
vergessen, der sich auch im Keller befand. Doch ich hatte Glück im
Unglück, die gewaltige Explosion pustete das Feuer innerhalb kürzester Zeit wieder aus.......den Häuserzug in der umliegenden Gegend übrigens auch!
So sitze ich hier vor dem großen Loch, dass mal unser Haus was und
schreibe Dir diesen Brief. Hoffe Du machst dir keine Sorgen um mich, hier ist alles klar, es geht mir gut. Da ich bei der ganzen Hektik
irgendwie vergessen habe,
die Versicherung zu bezahlen zahlt folglich die Versicherung auch nicht. Wir müssen ein wenig sparen um uns ein neues Häuschen leisten zu können. Du wirst putzen gehen
müssen, mein Schatz!
Damit will ich schließen, morgen mehr. Ich hoffe, dass Du Deine Kur in
sorgloser Ruhe und Freude genießt.
Viele herzliche Grüße von Deinem
Erwin
PS: Deine Mutter hat als sie von dem Unglück erfahren hat der Schlag
getroffen. Die Beerdigung war gestern, habe es Dir nicht gesagt um Dich nicht unnötig zu beunruhigen.
Du bist ja auf Kur und sollst Dich erholen!