Neulich saß ich mit meinem Vater fast eine Stunde in der Bank, weil er eine Überweisung machen musste. Irgendwann fragte ich ihn:
„Papa, sollen wir dir nicht Online-Banking einrichten?“
Er sah mich fragend an:
„Und warum sollte ich das tun?“
„Na ja, dann müsstest du nicht jedes Mal hier eine Stunde verbringen. Du könntest alles bequem von zu Hause aus erledigen – sogar einkaufen. Das wäre doch viel einfacher.“
Ich war begeistert von der Idee, ihn in die Welt des digitalen Bankings einzuführen. Doch seine Antwort traf mich mitten ins Herz:
„Weißt du,“ sagte er ruhig, „seit ich regelmäßig hierherkomme, habe ich vier Freunde gefunden. Ich plaudere mit den Mitarbeitern, die mich inzwischen gut kennen. Ich bin oft allein – dieser Kontakt ist für mich wichtig. Ich ziehe mich gern ordentlich an und gehe zur Bank. Ich habe die Zeit. Das sind Begegnungen, die ich brauche.
Als ich krank wurde, kam der Obstverkäufer aus meinem Laden mich besuchen, saß an meinem Bett und weinte. Als deine Mutter einmal beim Spaziergang gestürzt ist, war es unser Gemüsehändler, der sie gesehen, ins Auto gesetzt und sicher nach Hause gebracht hat. Weil er wusste, wo wir wohnen.
Glaubst du, ich hätte diesen menschlichen Kontakt, wenn alles nur noch online wäre? Warum sollte ich wollen, dass mir alles geliefert wird und meine einzige Kommunikation ein Bildschirm ist? Ich mag es, die Menschen zu kennen, mit denen ich zu tun habe. Ich mag Beziehungen. Sag mir – hat Amazon so etwas?“
Dann schwieg er einen Moment und fügte hinzu:
„Technologie ist nicht das Leben. Verbringe deine Zeit mit Menschen – nicht nur mit Geräten.“
Ein verheiratetes Ehepaar kam zur Geburt ihres ersten Kindes in das Kranken-
haus.
Bei ihrer Ankunft teilte ihnen der Chefarzt mit, dass er eine neue Maschine erfunden hat, die einen Teil der Wehenschmerzen auf den Vater übertragen könne und er so seine Frau bei der Geburt unterstützen könnte.
Er fragte das Paar, ob sie es ausprobieren wollen. Beide waren sehr begeistert darüber.
Der Arzt setzte die Skala der Schmerz-
übertragung auf 10% für Anfänger.
Er erklärte, dass selbst diese 10% mehr Schmerzen erzeugen würden, als der Vater je erfahren hatte.
Aber als die Wehen einsetzten, fühlte sich der Ehemann ausgezeichnet und bat den Arzt noch eine Skala höher zu gehen.
Daraufhin setzte der Arzt die Skala auf 20%.
Dem Ehemann ging es weiterhin sehr gut. Der Arzt prüfte den Blutdruck des Mannes und war erstaunt, wie gut es ihm ging.
Daraufhin beschlossen sie auf 50 % zu gehen.
Der Ehemann fühlte sich gut. Da es seiner Frau beträchtlich zu helfen schien, ermutigte er den Arzt, ALLE Schmerzen auf ihn zu übertragen.
Die Frau brachte ein gesundes Baby ohne Schmerzen auf die Welt. Sie und ihr Mann waren begeistert.
Als sie nach Hause kamen, lag der Postbote tot auf ihrer Veranda...