Perspektive 1: (weiblich) Unterhalten sich zwei Arbeitskolleginnen. Sagt die eine: "Gestern Nacht hat er mal wieder mit mir geschlafen." "Meiner auch!" antwortet die andere. "Und wie war's?" "Es war furchtbar. Er kam nach Hause, hat sein Abendessen runtergeschlungen, ist auf mich drauf, war nach 5 Minuten fertig, hat sich umgedreht und geschlafen. Wie war's bei dir?" "Ach, es war so unglaublich! Als ich heim kam gingen wir sofort zum Essen bei einem romantischen Italiener. Dann sind wir bestimmt eine Stunde durch die Stadt gebummelt. Als wir wieder in der Wohnung waren hat er überall Kerzen angezündet und das Vorspiel hat sich mindestens eine Stunde hingezogen. Dann hat er mich bestimmt eine Stunde lang ganz zärtlich genommen und danach haben wir noch eine Stunde gequatscht. Es war märchenhaft !" Perspektive 2: (männlich) In einem anderen Büro, ein paar Straßen weiter, unterhalten sich die beiden Männer. "Und? Hast gestern?" "Aber wie! Kam heim, Abendessen stand schon auf'm Tisch. Weggeputzt wie nix, dann die Alte gevögelt und gemeinsam eingepennt. Besser geht's nicht. Und bei Dir?" "Katastrophe! Ich hab vergessen die Strom- -rechnung zu bezahlen, also sind wir zu so 'nem Edel Italiener zum Abendessen und sie hat sich das teuerste Essen auf der Karte bestellt! Also hatte ich keine Kohle mehr für's Taxi und wir sind zu Fuß heim. Weil kein Strom war, habe ich überall Kerzen angezündet. Mann war ich sauer! Ich hab 'ne Stunde gebraucht einen hoch zu kriegen, genau so lange um endlich zu kommen und als es dann vorbei war, war ich so sauer, dass ich eine Stunde lang nicht einschlafen konnte. Und die ganze Zeit war die Alte nur am labern."

Ein Ehemann schaut zuhause ein Fußball- -spiel, als seine Frau ihn anspricht: „Schatz, kannst du bitte die Lampe im Flur reparieren? Die flackert schon seit Wochen.“ Sauer über die Störung beim Fußball, sieht er sie böse an und sagt: „Die Lampe reparieren? Steht bei mir 'Osram' auf der Stirn, oder was?“ Sie bleibt unbeirrt: „Und könntest du bitte auch die Kühlschranktür heile machen? Die schließt nicht mehr richtig.“ Seine Antwort, deutlich giftiger: „Die Kühlschranktür? Sieht es so aus, als würde 'Miele' auf meiner Stirn stehen?“ „Na schön,“ sagt sie, „kannst du dann wenigstens mal die Stufen vor der Haustür reparieren? Da ist schon ewig ein Brett lose, wie du weißt.“ Jetzt ist er richtig sauer: „Ich bin weder Tischler, noch habe ich Lust, die blöde Treppe zu reparieren. Oder steht hier vielleicht 'OBI' auf der Stirn, Frau? Du nervst. Ich geh' in die Kneipe.“ Also zieht er los und trinkt ein paar Bier. Nach einer Weile fühlt er sich aber doch schuldig, weil er seine Frau so angemeckert hat, und geht nach Hause, um sich zu entschuldigen. Als er ankommt, stellt er fest, dass die Treppenstufe repariert wurde. Im Haus flackert das Licht nicht mehr. Als er sich ein Bier aus dem Kühlschrank holt, merkt er außerdem, dass die Tür repariert wurde. Verwundert fragt er: „Schatz, warum ist denn auf einmal alles wieder heile?“ Die Frau sagt: „Tja, Großmeister, als du zum Saufen verduftet bist, saß ich auf der Treppe und weinte. Da kam ein netter junger Mann vorbei und fragte, was mir denn fehlt, und ich habe ihm alles erzählt. Er hat daraufhin angeboten, alles zu reparieren, und alles was ich dafür tun sollte, war, entweder mit ihm zu schlafen oder ihm einen Kuchen zu backen.“ Der Mann fragt: „Und, was für einen Kuchen hast du ihm gebacken?“ Sie sieht ihn empört an und antwortet: „Hallo? Steht hier 'Dr. Oetker' auf meiner Stirn, oder was?“

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