Ich fasse das dann noch einmal kurz zusammen, wenn Sie erlauben. Sie sagen also - und das ist ja nun durchaus interessant - dass Sie einerseits mit Ihrer Laterne gehen, aber, frei nach dem 3. Newtonschen Gesetz, auch Ihre Laterne mit Ihnen geht. Es herrscht also so eine Art Symbiose zwischen Ihnen und Ihrer Laterne, richtig?
Außerdem - und da wird es ja nun schon fast philosophisch - bemerken Sie, dass hoch oben, also am Firmament, die Sterne leuchten, kontrastieren aber direkt im Anschluss, dass hier unten, also auf der Erde, "wir" es sind, die leuchten. Ich nehme an, mit "wir" meinen Sie sich und Ihre Laterne, habe ich Sie da richtig verstanden?
1889 stirbt Anna Bissells Mann plötzlich an einer Lungenentzündung. Zurück bleibt sie mit fünf Kindern – und einer angeschlagenen kleinen Fabrik für Teppichkehrer, die kurz vor dem Bankrott steht. Die Banken sagen: "Verkaufen." Die Verwandten sagen: "Verkaufen." Eine Frau an der Spitze eines Unternehmens? Undenkbar.
Anna entscheidet sich anders: Sie übernimmt die Firma – nicht als Übergangslösung, sondern als Chefin. Sie sichert Patente, baut eine starke Marke auf, erobert mit Bissell-Teppichkehrern Europa und Amerika. Sogar im Buckingham Palace wird wöchentlich "gebissellt", weil Königin Victoria darauf besteht.
Gleichzeitig führt Anna Dinge ein, von denen Arbeiter damals nur träumen konnten: eine der ersten Betriebsrenten, Lohnfortzahlung bei Verletzungen, Urlaubstage. In der Wirtschaftskrise entlässt sie niemanden, sondern verteilt die Arbeit neu. Ihre Leute bleiben ihr ein Leben lang treu – kein einziger Streik in der Firmengeschichte.
Aus einer beinahe gescheiterten Fabrik macht Anna Bissell ein Weltunternehmen – als alle ihr sagten, sie solle leise verschwinden. Sie hat nicht nur Glasdecken zerbrochen, sie hat sie gründlich weggefegt.