Bei der belgischen Justiz ist eine Strafanzeige gegen Ursula vonderLeyen eingegangen wegen "Amtsanmaßung und Titelmissbrauch", "Vernichtung öffentlicher Dokumente" und "illegaler Interessenvertretung und Korruption".
Ihr wird vorgeworfen, sich "ohne jegliches Mandat" an die Stelle der EU- Mitgliedstaaten - einschließlich der belgischen Regierung - gesetzt zu haben, indem sie "direkt und geheim", u.a. per SMS, mit dem CEO von Pfizer, Albert Bourla, Verträge über den Kauf von Impfstoffen aushandelte.
Kläger ist der 35-jährige Belgier Frédéric Baldan, ein bei den EU- Institutionen akkreditierter Lobbyist.
Der Fall war bereits Gegenstand von Verwaltungsbeschwerden gegen die Kommission beim Europäischen Ombudsmann (vom deutschen Journalisten Alexander Fanta, Netzpolitik org) und beim Gerichtshof der
Europäischen Union (von der New York Times). Mit dieser neuen Klage nimmt die SMS-Affäre erstmals eine strafrechtliche Dimension an. Hier wird nicht die Kommission ins Visier genommen, sondern vonderLeyen persönlich, da sie für Handlungen verantwortlich ist, die nach belgischem Recht strafbar sind.
Ich habe meinen Chef-Job gekündigt und kümmere mich ab morgen hauptberuflich um mein Kind.
Diese Entscheidung hört sich hart an, denn ich gebe eine tolle Stelle als Chef des WELT-Social- und WELT-kmpkt-Autorenteams einfach so ab. Trotzdem ist mir die Entscheidung leichtgefallen.
Weil ich gesehen habe, wie sehr meine fantastische Frau in ihrer Arbeit aufgeht und ich ihr gerne den Rücken für ihre Karriere freihalte. Weil meine Teams auch ohne mich großartig für die Zukunft aufgestellt sind. Weil wir das Glück haben, aktuell mit einem Gehalt durchkommen zu können. Weil ich während meiner Elternzeit erlebt habe, wie erfüllend es sein kann, Vollzeitpapa zu sein.
Weil uns das Leben, so wie es in den letzten Monaten für unsere kleine Familie war, nicht erstrebenswert schien: Zwei Eltern in Vollzeitjobs mit Personalverantwortung, ein kleines Kind mit Abo auf alle neuen Kitaviren und keine Großeltern, Onkels oder Tanten in der Nähe - das waren zu viele Kompromisse, das waren viel zu viele Tage, an denen es nur ums Überstehen ging.
Die durchweg positiven, zum Teil überschwänglichen und oft auch erstaunten Reaktionen haben mir gespiegelt, dass der Job des (temporären) Stay-at-home-Dads auch 2023 noch nicht als ganz normal angesehen wird. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, das auch hier öffentlich zu teilen und meine Entscheidung sichtbar zu machen.
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