Welche Komplimente gefallen Frauen sehr bzw. immer?
Ich kann nur für mich sprechen, aber als ich kürzlich an einer Gruppe junger Gentlemen vorbeischritt, lobte ihr Anführer auf charmante Weise lautstark die Ästhetik meines Pos, den er mit dem eher in Akademikerkreisen geläufigen Adjektiv „geil" bedachte und ihm schroff als „Arsch" bezeichnete, wohl, um mich zu beeindrucken, was ihm selbstredend gelang; auch seine Freunde schienen ihm freudig erregt zuzustimmen.
Ich war derart überwältigt von der Finesse dieses Kompliments, dass ich schüchtern weiterging, nicht in der Lage, das Gehörte so schnell zu verarbeiten. Da legte er sogar noch einmal nach und unterstrich meine Weiblichkeit, indem er mich mit einer umgangssprachlichen Bezeichnung meines primären Geschlechtsmerkmals betitelte. Ich war hin und weg, sah ihn und seine Freunde jedoch nie wieder.
Vier Tage lang stand ein winziges Bärenjunges allein am Flussufer – hungrig, zitternd, wartend auf eine Mutter, die nie zurückkam.
Flussführer Danny Allen fuhr jeden Tag an ihr vorbei... bis er am vierten Tag sein Boot anhielt.
Das Junge sah ihn an – und kletterte von selbst in sein Boot.
Zum ersten Mal hatte jemand gesehen, wie ein wilder Bär die Hilfe eines Menschen suchte.
Danny brachte sie zu Wildtierrettern – und rettete ihr das Leben.
Sie nannten sie Noli Bear, nach dem Nolichucky River, der sie beinahe das Leben gekostet hätte.
Heute erholt sie sich, frisst, nimmt zu – und bald wird sie stark genug sein, um wieder in die Freiheit zurückzukehren.
Weil ein Mann sich entschied, nicht einfach weiterzutreiben.
Im Juni 2005, tief im ländlichen Äthiopien, war ein zwölfjähriges Mädchen auf dem Heimweg von der Schule, als sie von vier Männern überfallen wurde. Ihr grausamer Plan: sie zu entführen und zwangsweise zu verheiraten – ein Brauch, der in einigen abgelegenen Regionen noch existiert. In eine verlassene Hütte gezerrt, geschlagen und festgehalten, musste das Mädchen sieben Tage voller Angst und Gewalt überstehen.
Dann griff die Natur selbst ein.
Aus dem Wald traten drei wilde Löwen hervor. Sie stürmten auf die Entführer zu, die in Panik flohen. Zurück blieb das Mädchen – doch anstatt sie anzugreifen, bildeten die Löwen einen schützenden Kreis um sie. Stundenlang wachten sie still und aufmerksam, als wäre sie eine von ihnen.
Als schließlich die Polizei eintraf, zogen sich die Tiere lautlos zurück und verschwanden in der Wildnis – so geheimnisvoll, wie sie gekommen waren.
Ein Ereignis, das sich kaum erklären lässt: In einer Welt, die so oft von menschlicher Grausamkeit geprägt ist, kam ihre Rettung nicht von Menschen, sondern von der Natur. Ein lebendiger Beweis, dass Mitgefühl manchmal an den unerwartetsten Orten erscheint – und dass die wahren Bestien nicht immer die mit Krallen sind.