Wenn du eine neue Serie ansiehst, in der mal wieder eine starke, unabhängige Frau in der Hauptrolle zu sehen ist, die sich mal wieder aufführt wie die verwöhnteste Göre, im Grunde ihres Herzens aber total nett und sympathisch ist, mal wieder innerhalb weniger Tage alles perfekt kann, wofür andere Jahre intensives Training benötigten, ihr mal wieder alle Männer zu Füßen liegen, die sich natürlich alle wie Arschlöcher aufführen und jede
einzelne Episode sich wie der feuchte Tagtraum einer feministischen Langzeitstudentin anfühlt, deren Vater sich für ihre Studiengebühren krummbuckelt, dem sie aber nicht dafür dankt, da sie sonst zugeben müsste, von den patriachalen Strukturen der Gesellschaft zu profitieren
"Inzwischen hat sich die Klimabewegung in mehrere Strömungen aufgeteilt, einige davon haben sich radikalisiert. Gewaltanwendung, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch werden in diesen Kreisen als legitime und notwendige Mittel angesehen, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Der Klimaaktivist Tadzio Müller spricht davon, dass Teile der Bewegung zu einer „grünen RAF" werden, der international einflussreiche schwedische Aktivist Andreas Malm denkt offen über „intelligente Sabotageakte" auf fossile Infrastrukturen nach. Und so mutiert Stück für Stück der sinnvolle Gedanke, unseren Planeten zu schützen, zu einer radikalen Weltanschauung, die um jeden beliebigen Preis die Welt komplett umbauen möchte. Den Menschen, sein Verhalten, die Gesellschaftsordnung, das Wertesystem. Einfach alles."
Aus "Lichtblick statt Blackout"