"Georg Körner Ich bin Jahrgang 65 und muss mir heute anhören, wir ruinieren der Jugend das Leben. Ich muss Euch enttäuschen, denn in meiner Jugend wurde nachhaltig gelebt. Strümpfe und Strumpfhosen wurden gestopft. An Pullover wurden längere Bündchen gestrickt. Hosen wurden mit bunten Borten verlängert. Zum Einkaufen und zur Schule musste ich mehrere Kilometer zu Fuß laufen, transportiert wurden die Einkäufe in einem Netz. Wenn Kleidung nicht mehr brauchbar war, wurden alle noch verwertbaren Dinge wie Knöpfe oder Reißverschlüsse abgetrennt und der Rest für Flicken oder als Putzlappen genutzt. Geschenkpapier wurde vorsichtig geöffnet um es wieder zu verwenden. Wir sammelten Altpapier und Flaschen mit der Schule und halfen bei der Kartoffelernte. Ich könnte noch mehr dieser Art der Nachhaltigkeit aufzählen, stattdessen muss man sich von Rotzlöffeln die sich mit dem SUV zu Schule kutschieren lassen, alleine wahrscheinlich einen 20 mal höheren Stromverbrauch haben als wir in unserer gesamten Jugend, sagen lassen, wir ruinieren Ihr Leben. Wir hatten keine elektronischen Spiele, unser WhatsApp waren Zettel unter der Bank in der Schule verteilt, wir verabredeten uns mündlich, Telefon gab es keins - das war für Notfälle gedacht. Diese dämlichen Gören wollen mir etwas über Umweltschutz erzählen, werfen ihre Kleidung nach zweimal tragen weg, produzieren Müll ohne Ende, verbrauchen seltene Erden und müssen immer die neuesten Geräte besitzen. Auf euren Demos lasst Ihr EUREN Müll von Euren erwachsenen Sklaven wegräumen und am Wochenende geht es zum nächsten Open Air Konzert zum Koma-Saufen, auch euer Koma-Saufen gab es früher nicht. So und wenn ihr dann einmal so nachhaltig lebt wie meine Generation gelebt hat, dann dürft IHR gerne streiken."

Ich muss mal was los werden! Es ist eine Frechheit wie mit Ausländern auf dem Bau umgegangen wird. Für den Durchschnitts deutschen ist wohl das arbeiten auf Großbaustellen zu schwer. Ich sehe zwei drei deutsche Vorarbeiter die, die subunternehmer (meistens Polen oder Jungs vom Balkan) malochen lassen. Ich nehme mich da selber nicht raus. Was aber überhaupt nicht geht ist dieses ständige Gemotze über die Jungs, die entgegen euren großen klappen bei Wind und Wetter immer pünktlich sind und täglich ihren soll mehr als erfüllen. Die sind nie krank und immer nett. Jetzt kam einer von mein Jungs zu mir und verabschiedete sich mit Tränen in den Augen. Er geht zurück nach Polen für immer. Ich fragte ihn wieso, er ist ein Zugpferd im Team und seit Beginn der Baustelle dabei. Kann ich etwas tun um ihn umzustimmen? Ich hätte ihm täglich ne Stunde mehr aufgeschrieben so wertvoll war er. Da sagt er nein leider nicht. Ich hackte nach und musste dann erfahren das sein Chef ihm sage und schreibe 3 Wochen von seinem Lohn nicht bezahlt hat. Er hat über 200 Stunden gerissen und hat nicht einmal 400 Euro ausgezahlt bekommen. Ich bin aus allen Wolken gefallen ich bin richtig wütend. Ich wollte das klären und das an die große Glocke hängen, auf bitten von ihm hab ich das dann nicht gemacht. Er hat heute bis 16:00 Uhr gearbeitet obwohl er nicht bezahlt wurde. Ein toller Typ jetzt packt er und fährt wieder rüber. Für immer. Was ist bloß los mit der deutschen Gesellschaft auf dem Bau. Schämen sollten wir uns. Schämen sollten sich die Chefs die auf den Rücken der Jungs ihre Kalkulation so knapp rechnen das es sich kaum lohnt und dann werden Leute für drecksjobs nicht einmal bezahlt. Schande über uns und schade über das Handwerk. Sowas darf nicht sein und geht nicht. Ich bin sehr wütend.

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