Eines Tages im Garten Eden sagte Eva zu Gott: ” Gott, ich habe ein Problem!" ” Was ist das Problem, Eva ?” ” Gott, ich weiß, dass du mich erschaffen hast, mir diesen wunderschönen Garten und all diese fabelhaften Tiere und diese komische Schlange zur Seite gestellt hast, aber ich bin einfach nicht glücklich.” ” Warum bist du nicht glücklich, Eva?”, kam die Antwort von oben. “Gott, ich bin einsam, und ich kann Äpfel einfach nicht mehr sehen.” ” Na gut, Eva, in diesem Fall habe ich die Lösung für dein Problem. Ich werde für dich einen Mann erschaffen und ihn dir zur Seite stellen.” ” Was ist ein Mann, Gott ?” ” Dieser Mann wird eine missratene Kreatur sein, mit vielen Fehlern und schlechten Charakterzügen. Er wird lügen, dich betrügen und unglaublich eitel und eingebildet sein. Er wird dir das Leben schwer machen. Aber er wird größer, stärker und schneller sein, und er wird es lieben, zu jagen und zu töten. Er wird dümmlich aussehen, wenn er erregt ist, aber da du dich ja beschwert hast, werde ich ihn derart ausstatten, dass er deine körperlichen Bedürfnisse befriedigen wird. Er wird witzlos sein und kindische Dinge wie Kämpfen und Fußballspielen über alles lieben. Er wird auch nicht viel Verstand haben, so dass er deinen Rat brauchen wird, um vernünftig zu denken.” ” Klingt ja umwerfend!”, sagte Eva und zog dabei eine Augenbraue ironisch hoch. ” Wo ist der Haken, Gott?” ” Also … du kannst ihn unter einer Bedingung haben.” ” Welche Bedingung ist das, o Gott?” ” Wie ich schon sagte, wird er stolz und arrogant sein und sich selbst stets am meisten bewundern. Du wirst ihn daher selbst stets am meisten bewundern. Du wirst ihn daher im Glauben lassen müssen, dass ich ihn zuerst geschaffen habe. Denk dran, das ist unser beider kleines Geheimnis. Du weißt schon, so von Frau zu Frau…“

Eva, die frisch getraute Braut, wünscht ihre Flitterwochen in der Nähe von Fürstenwalde zu verleben. Da sie weiß, dass dort der Andrang sehr groß ist, reist sie einige Wochen vorher hin, um für sich und ihren Zukünftigen ein Zimmer zu suchen, welches ihrem Geschmack entspricht. Durch den Dorfschulzen geleitet, findet sie ein sehr schönes Zweibettzimmer, mietet es und fährt wieder nach Hause. Daheim angekommen, fällt ihr ein, dass sie vergessen hat zu fragen, ob auch ein Wasserklosett vorhanden ist. Sie schreibt den Dorfschulzen einen Brief und bittet um Auskunft. Um sich nicht zu drollig auszudrücken, deutet sie im Brief Wasserklosett mit "WC" an. Der arme Dorfschulze zerbricht sich den Kopf, was "WC" zu bedeuten habe. Er rennt zum Pfarrer und erhält nach langem Hin und Her zu Antwort, dass mit "WC" die Waldkapelle gemeint sei. Daraufhin schreibt der Dorfschulze folgenden Brief: Sehr geehrte Frau Meyer! "WC" ist vorhanden und liegt eine halbe Stunde vom Ort entfernt, inmitten eines herrlichen Tannenwaldes. Schon wegen seiner gesunden Lage sehr zu empfehlen. "WC" ist geöffnet mittwochs und samstags. Es empfiehlt sich, eine Stunde vor Beginn sich dort einzufinden, da der Andrang sehr groß ist. Doch kann Frau Meyer beruhigt sein, es sind etwa 60 Sitzplätze vorhanden. Bei schönem Wetter findet die Veranstaltung im Freien statt. Sonntags empfiehlt sich der Besuch besonders, da dann die Sache mit Orgelbegleitung vor sich geht. Wir werden uns erlauben, Ihnen, gnädigste Frau, den besten Platz zu sichern, inmitten duftender Tannen. Die Akustik ist besonders von Kennern bewundert worden, denn selbst der zarteste Ton ist in allen Ecken zu hören und verbreitet ein mehrfaches Echo. Für Besucher, denen der Weg zu weit ist, haben wir Droschken bereitgestellt.

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