Die Pizzen waren zwar echt lecker, allerdings hatten sie nur einen Durchmesser von knapp 32cm, nicht wie online angekündigt 36cm. Selbst der Karton hatte nur eine Seitenlänge von 33cm da passt eine Pizza mit einem Durchmesser von 36cm physikalisch gar nicht rein. Daher sind wir uns recht sicher, dass die Pizzeria systematisch immer zu kleine Pizzen liefert und damit ihre Kunden abzockt. Manche würden vielleicht meinen, diese 4cm machten kaum einen Unterschied, aber ich möchte einmal mit ein wenig Algebra illustrieren, wie viel weniger Pizza man dadurch wirklich bekommt. Die Fläche eines Kreises berechnet man ja mit der Formel A = Pi * r ^ 2 Für die 36-cm-Pizza wäre das dann also r = 36cm / 2 = 18cm und A = Pi * (18cm) ^ 2 = 1018c * m ^ 2 Die gelieferte 32-cm-Pizza hat einen Radius r = 16cm und eine Fläche A = Pi * (16cm) ^ 2 = 804c * m ^ 2 Das heißt lediglich 79% der angekündigten Pizzamenge wurde geliefert. Damit sind wir logischerweise nicht zufrieden. Wenn man beim Bäcker 10 Brötchen kauft, aber der Verkäufer nur 8 in die Tüte legt, würde man sich dann nicht beschweren? Wenn man an der Supermarktkasse 100€ zahlen muss, man aber nur Waren im Wert von 79€ gekauft hat, würde man das einfach so hinnehmen? Ich glaube nicht. Bis mir also entweder 3,89€ von der Pizzeria erstattet werden oder mir noch insgesamt 428cm² Pizza geliefert werden, gibt es von mir leider nur einen Stern schade!
Karl und Claudia, beide verheiratet, aber nicht miteinander, sind auf einer Bergtour in einen schweren Schneesturm geraten. Sie konnten sich gerade noch in eine einsame Berghütte retten. Dorrt bereiten sie sich auf die Übernachtung vor.
Immerhin gibt es eine Kiste voll Decken, einen Schlafsack aber nur ein Bett. Karl weiß natürlich, was sich gehört und sagt:
"Ich nehme den Schlafsack und schlafe auf der Erde, Du kannst das bett nutzen."
Gerade hatte Karl den Reißverschluss seines Schlafsacke geschlossen, da ertönt es aus dem Bett:
"Karl, mir ist kalt!"
Karl kriecht aus dem Schlafsack, nimmt eine Decke und breitet sie über Claudia aus:
Dann mummelt er sich wieder in seinen Schlafsack und beginnt gerade einzuschlafen, da ertönt es wieder:
"Karl, mir ist immer noch kalt!"
Das gleiche Spiel: Karl wutzelt sich aus dem Schlafsack, breitet eine weitere Decke über Claudia aus und legt sich wieder schlafen.
Kaum hat er die Augen geschlossen, da sagt sie:
"Karl mir ist ja immer noch soooo kalt!"
Diesmal bleibt Karl, wo er ist, und antwortet:
"Claudia, ich habe da eine Idee.
Wir sind doch heute Nacht hier oben ganz alleine und niemand würde je erfahren, was geschehen ist! Wir könnten doch einfach so tun, als wären wir miteinander verheiratet!"
Claudia haucht entzückt:
"Oh jaaa, das wäre schön!!!"
Daraufhin brüllt Karl:
"Dann halte das Maul und hole dir deine scheiß Decke gefälligst selber!"
So ist das eben mit einer Katze, wissen Sie – mit jeder Katze; sie scheren sich keinen Deut um Disziplin. Und sie können nichts dafür, sie sind einfach so gemacht. Aber es ist eigentlich keine Ungehorsamkeit, wenn man es richtig und fair betrachtet – das ist ein Wort, das auf eine Katze nicht zutrifft. Eine Katze ist niemals jemandes Sklave oder Diener, und kann es auch nicht sein – es liegt nicht in ihrer Natur. Deshalb muss sie auch niemandem gehorchen. Sie ist das einzige Wesen im Himmel oder auf Erden oder sonst wo, das niemandem gehorchen muss, einschließlich der Engel. Das hebt sie über den Rest hinaus, es stellt sie in eine Klasse für sich. Sie ist unabhängig. Verstehen Sie das Ausmaß dessen? Sie ist die einzige unabhängige Person, die es gibt. Im Himmel oder sonst wo. Es gibt immer jemanden, dem ein König gehorchen muss – einer Dirne, einem Priester, einem Ring, einer Nation oder einer Gottheit oder was auch immer – aber das gilt nicht für eine Katze. Eine Katze ist niemandes Diener oder Sklave. Sie besitzt die ganze Unabhängigkeit, die es gibt, im Himmel oder anderswo, es bleibt nichts übrig für jemanden sonst. Sie ist dein Freund, wenn du willst, aber das ist das Limit – auf gleicher Basis, egal ob du König bist oder Schuhmacher; du kannst nicht mit ihr "Ich bin besser als du" spielen – nein, mein Herr! Ja, sie ist dein Freund, wenn du willst, aber du musst sie wie einen Gentleman behandeln, es gibt keine anderen Bedingungen. In dem Moment, in dem du das nicht tust, macht sie sich auf und davon.
Mark Twain, The Refuge of the Derelicts