Gerade eben vor dem Supermarkt. Ein junger Mann nestelt an seinem Fahrrad herum, ich stelle mich daneben. Ich: »Oh Mann, das sieht ja kompliziert aus.« Er: »Geht so.« Ich: »Als Fahrradfahrer sollte man immer das richtige Werkzeug dabei haben.« Er: »Niemand mag Klugscheißer.« Ich: »Das sagen alle dummen Menschen.« Er: »Selber dumm.« Ich: »Ganz sicher. Ich hätte zum Beispiel auch keine Ahnung, wie man so ein Fahrrad repariert.« Er: »Ich repariere nichts.« Ich: »Was machen Sie dann?« Er: »Wonach sieht's denn aus?« Ich: »Nach Reparieren, das hat das Fahrrad sicher nötig.« Er: »Ich repariere nichts, das Schloss klemmt.« Ich: »Ah, okay. Und die Kette ist ja ziemlich fett, die kriegt man wohl nicht so einfach durch.« Er: »Nee.« Ich: »Und das Schloss lässt sich nicht öffnen?« Er: »Nein, sonst wäre ich ja schon längst weg!« Ich: »Wie gesagt: Man braucht gutes Werkzeug, das hat mein Opa schon gesagt.« Er flucht, ich hole eine Tüte Gummibären aus meinen Rucksack. Ich: »Ein bisschen Stärkung?« Er: »Nein, Danke.« Ich: »Dann nicht. Brauchen Sie denn Hilfe bei dem Schloss?« Er: »Nein, ich kriege das schon hin!« Ich: »Gutes Werkzeug. Habe ich wohl schon mal gesagt. Mit so einer Fummelei wird das auf Dauer nichts.« Er: »Hauen Sie einfach ab!« Ich: »Kein Grund, so unfreundlich zu sein! Ich wollte nur helfen.« Er: »Kann ich drauf verzichten!« Ich: »Ja, merke ich auch. Trotzdem würde ich mir gern mal das Schloss ansehen.« Er: »Warum!?« Ich: »Weil ich den Schlüssel dafür habe und wissen will, ob er noch passt.« So schnell, wie der junge Mann laufen konnte, brauchte der gar kein Fahrrad. Und schon gar nicht meines. Einige Dinge kann man mit Freundlichkeit auch viel besser erledigen. Und mein Schloss und meine Kette haben den ersten Belastungstest bestanden.

Am Ende des Wirtschaftsjahres schickte das Finanzamt einen Steuerinspektor zur Prüfung in das lokale Krankenhaus. Während der Steuerinspektor die Ausgaben prüfte, wandte er sich dem Geschäftsführer des Krankenhauses zu und fragte: "Ich sehe hier, dass Sie eine Menge Verbandsmaterial einkaufen. Was tun Sie eigentlich mit den Resten, die zu klein sind um sie zu verwenden?" "Gute Frage", antwortete der Geschäftsführer. "Wir sammeln diese Reste und schicken sie an den Hersteller, und von Zeit zu Zeit schickt uns dieser dafür einen kostenlosen Karton mit Verbandsmaterial." "Oh", entgegnete der Inspektor, ein bisschen enttäuscht darüber, auf diese ungewöhnliche Frage eine Antwort zu erhalten. Er machte jedoch weiter in seiner penetranten Art. "Und was ist mit diesen Pflaster-Einkäufen? Was machen Sie mit den Überbleibseln, nachdem ein Patient verpflastert wurde?" "Ah ja" erwiderte der Geschäftsführer, der begriff, dass der Inspektor ihn mit einer nicht zu beantwortenden Frage auf Glatteis führen wollte. "Wir sammeln die Reste und schicken sie zurück an den Pflasterhersteller, und von Zeit zu Zeit erhalten wir dafür einen kostenlosen Karton mit Pflastern." "Aha" sagte der Prüfer und dachte angestrengt darüber nach, wie er den "Ich weiß auf alles eine Antwort"- -Geschäftsführer doch noch kriegen könnte und er fuhr fort. "Was machen Sie denn mit den ganzen Haut- und Organresten, die bei den Operationen anfallen?" "Nun, auch hier verschwenden wir nichts", antwortete der Geschäftsführer. "Wir heben alle diese kleinen Haut- und Fleischreste, Organteile und Gliedmaßen auf und senden sie ans Finanzamt, und einmal im Jahr schicken sie uns ein komplettes Arschloch!"

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