Das wissen nur Mamas
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Eines Tages, meine Mama war ausgegangen, passte mein Papa auf mich auf. Ich war etwa 2 1/2 Jahre alt. Irgendjemand schenkte mir ein kleines Teeservice und es wurde eines meiner Lieblingsspielzeuge.
Papa saß im Wohnzimmer und war vertieft in die Abendnachrichten,
als ich ihm eine kleine Tasse "Tee", die einfach nur mit Wasser gefüllt war brachte. Nach einigen Tassen und einer Menge Lob für diesen leckeren Tee kam meine Mama nach Hause. Mein Papa bat sie im Wohnzimmer zu bleiben, um mit anzusehen, wie ich ihm eine Tasse Tee bringe, weil es einfach zu niedlich war. Meine Mama wartete und da kam ich den Flur entlang mit einer Tasse Tee für Papa in der Hand und sie schaute ihm zu, wie er sie genüsslich austrank. Dann sagte sie zu Papa (und nur eine Mutter weiß so was): "Kam dir eigentlich je in den Sinn, das der einzige Ort, an dem unser Kind Wasser erreichen kann, die Toilettenschüssel ist?"
Mit 40 Jahren traf Sterling Davis eine Entscheidung, die sein Leben komplett in eine neue Richtung lenkte. Statt weiter seiner Rap-Karriere hinterherzulaufen, hörte er auf das, was ihn innerlich wirklich bewegte: Er wollte Straßenkatzen helfen.
In Atlanta begann er, herrenlose Katzen von der Straße zu retten, sie versorgen zu lassen, sie kastrieren zu lassen und ihnen die Chance auf ein sicheres Zuhause zu geben. Für Sterling war jede Katze mehr als nur ein weiteres gerettetes Tier. Jedes einzelne Leben zählte.
Doch seine Arbeit hatte noch eine größere Botschaft. Er gründete eine eigene gemeinnützige Organisation, um Vorurteile aufzubrechen und zu zeigen, dass Tierschutz keine bestimmte Hautfarbe, kein bestimmtes Geschlecht und keinen bestimmten Lebensstil braucht. Mitgefühl gehört allen.
Als das Geld knapp wurde, gab Sterling nicht auf. Im Gegenteil: Er verkaufte fast alles, was er besaß, und lebte zeitweise in einem Truck, nur damit er weiterhin Katzen retten konnte, die sonst niemand gesehen hätte.
Sein Einsatz blieb nicht unbemerkt. Später begann eine lokale Organisation, die Operationskosten für viele seiner geretteten Katzen zu übernehmen. Für Sterling war das nicht nur Hilfe, sondern ein Zeichen, dass echte Hingabe andere Menschen anstecken kann.
Seine Musik wartet vielleicht noch auf ihn. Aber viele Katzen, die früher allein, krank oder vergessen auf der Straße lebten, haben durch seine Entscheidung ein neues Leben bekommen. Manchmal schreibt ein Mensch seine wichtigste Geschichte nicht mit einem Mikrofon, sondern mit einem offenen Herzen.