Eine Brasilianerin, die gefilmt wurde, wie sie sich weigerte, ihren bezahlten Fensterplatz für ein weinendes Baby freizugeben, verklagt nun sowohl die Fluggesellschaft als auch den Passagier, der sie gefilmt hat. Sie behauptet, ihre Privatsphäre sei verletzt worden und sie habe emotionalen Schaden erlitten.
Das Video verbreitete sich rasant im Internet, und die Welle der Kritik führte laut ihr zu schweren persönlichen und beruflichen Konsequenzen, darunter auch zum Verlust ihres Arbeitsplatzes.
Der Fall hat die Diskussion über Passagierrechte, öffentliches Bloßstellen und die Frage neu entfacht, ob das Filmen von Fremden in Stresssituationen rechtliche Konsequenzen haben sollte.
Sollte sie „zum Wohle des Friedens“ nachgeben – oder hatte sie das Recht, das zu verteidigen, wofür sie bezahlt hatte?
Ich tue das, was ich tue, weil ich so bin, und wenn jemand das ausnutzt, ist das seine Sache.
Seine schlechten Entscheidungen diktieren nicht und ändern nicht, was meine Moral als richtig erachtet.
Ich hasse es, dass, wenn eine Diskussion ums Helfen von Menschen geht, immer jemand auftaucht, der die feindseligste und verächtlichste Haltung gegenüber anderen einnimmt.
Wenn ich den Bedürftigen helfe und dabei zufällig auch faulen Menschen helfe, was soll’s? Worin ist das schlechter, als niemandem zu helfen?